Ressort: Mensch und Natur(Weitere Infos)

07.April 2015, 19:02

Ein Frühlingstag

credit: Illustration rvika via istockphoto.com

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Ich mache die Fenster auf und bade im Frühlingsblau des Himmels. Der nahe Bach rauscht, die Vögel singen längst, aber nun höre ich es, und es kommt mir vor, als würde das Leben, das doch nie aufgehört hat, neu zu werden, gerade erst beginnen.

Die Sonne hält sich, der ganze Tag atmet Frühlingsduft, das Licht flutet über die Wiesen, tanzt über dem stillen Wasser des nahen Sees. Die Karpfen gleiten lautlos vorbei und die Freundin spricht es aus:

Jetzt explodiert das Leben.

Der Boden ist getränkt vom Nass vergangener Regenfälle, die Sonne wärmt die Erde, Milliarden von Wurzeln findend den Humus, den die Natur produziert. Ich blicke am Riesen im Garten empor, wo weit oben, absurd weit oben und weit aussen das wirre Nest des Eichhörnchens auszumachen ist.

Der Baum ist gepflanzt worden, vor vielen Jahren, erfahre ich, um den sumpfigen Boden trocken genug zu machen, dass wir heute auf der sattgrünen Wiese flanieren können.

Das Leben ist wunderbar, und würden wir noch mehr darüber staunen, könnte es uns so viele wunderbare Geschichten verraten, die wir auch bewahren wollten, um sie noch viele Frühlinge lang immer wieder erzählt zu bekommen.

 

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