Ressort: Lebenskunst(Weitere Infos)

20.November 2015, 16:45

Schnelllebig ablebig

Unsere Welt ist voll von digitalen Gadgets. Und die Grenze zu jenen Instrumenten, welche unseren Alltag mit gestalten und schlussendlich beeinflussen, wie wir einkaufen, Produkte auswählen, Dienstleistungen beanspruchen, wie wir unsere Freizeit gestalten, ist fliessend. Bei nichts wird deutlicher, dass man zum alten Knacker wird, wie bei der Frage, welchen neuesten Schrei man noch gehört hat, oder eben nicht mehr…

Ich bin ja mit Computern einigermassen vertraut, aber es gibt einen Kasten, einen Bildschirm, um den herum sich mir die moderne Welt nie so richtig erschlossen hat: Den Fernseher. Ich habe schon mit dem VHS-Recorder gekämpft und stets gestaunt, wie kompliziert man eine neue Errungenschaft bedienbar – und gleichzeitig unerklärbar machen kann. Und so kämpfe ich denn zur Zeit mal wieder mit der Mediabox von UPC, weil ich eben partout nicht auf das teurere aber modernere Gerät wechseln wollte. Und was geschieht nun? Ich komme auch mit dem alten Teil, das ja auch noch kaum drei Jahre alt ist, nicht zurecht. Und wie immer in solchen Momenten frage ich mich, wann ich zum ersten Mal an einem Ticketauotmaten stehe und nicht mehr verstehe, wie ich jetzt die Fahrkarte fürs Tram lösen kann? Je moderner und hipper die Welt wird, um so schneller dreht und erneuert sie sich. Wie viele bahnbrechende neue Technologien landen innert weniger Jahre selber auf dem Müll!

Vielleicht lerne ich ja in den nächsten zwanzig Jahren proaktiv eine Art von Ausklinken, die mir schnuppe sein lässt, ob ich up to date bin. Aber Tram fahren möchte ich auch dann noch können.

 

7 Gedanken zu „Schnelllebig ablebig

  1. ClaudiaBerlin

    Mein Beileid! :-) Was eine “Mediabox von UPC” ist, weiß ich nicht, wundere mich aber nicht, dass ein 3 Jahre altes TV, das schon “was mit Internet” bringen soll, heute veraltet ist.
    Den Sprung vom schlichten DVBT kombiniert mit einem URALT-TV auf ein Internet-fähiges kann-alles-Erdenkliche-Gerät hab ich letztes Jahr gemacht. Mich eingelesen und gelernt: Samsung hätte die modernste Herangehensweise/Oberfläche. Und ja, das stimmt, Neben DVBT, Kabel, PayTV (die ich alle nicht nutze) bieten diese Modelle eine Android-Oberfläche mit Apps, z.B. mit dem Anbieter Zattoo (zig Programme…).
    Wer sich also nolens volens gezwungen sieht, mit einem Android Handy zurecht zu kommen, den wird der wesenlich einfachere digitale “Hub” von Smasung nicht überfordern! So laufen die Welten dann wieder zusammen und die Komplexität bleibt überschaubar…
    Bin also recht zufrieden mit dem erneuerten TV, das ich nun über WLAN (von meinem DSL-Anschluss im Nebenzimmer) ohne weiteres Zusatzgerät nutze.

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    1. Thinkabout Artikelautor

      UPC ist eine Kabelgesellschaft, und eigentlich wäre die Idee die, dass die einem Dummie wie mir die bewegten Bilder als Paket fertig verschnürt liefern…

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    1. Thinkabout Artikelautor

      Es gab mal eine Zeit, da war TV öde, weil die Leute nicht mehr aus und ins Kino gingen… Jetzt ist TV schon fast soziale Avantgarde. Vor dem Schirm sitzt man ja eventuell mal zu zweit….

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  2. Relax-Senf

    Alter Knacker >>> Ticketautomat>>> Zug- oder Tram-Fahren
    Thinkabout, wenn wir mit Computer- und Smartphone-Praxis schon “am Hag” stehen, wenn wir mit nicht alltäglichen Elektronik-Technik-Problemen konfrontiert sind, wie geht es dann den Alten, die ausser Licht anzünden und Autoschlüssel reinstecken, gar nichts von Technik verstehen!!
    Wenn man nur gelegentlich eine Bahnreise macht, kann das Ticket am Automat lösen zur Nervenprobe werden, für einen selber und für die genervte Warteschlange.

    Daher angestrebte Verbesserung, ich kaufe das Ticket Online. Tönt nach guter Lösung, ist aber auch frustvoll. Das Geburtsdatum ist mit * versehen und daher zwingendes Feld. Am Automat geht es ohne. Geradezu ärgerlich ist die Ticket-Gültigkeit. Am Automat gibt es für die Hin- und Rückfahrt eine Gültigkeit von drei Tagen. Ein Online Ticket hat 24 Std Gültigkeit, was heisst dass man bei einer Rückfahrt nach z. B. 2 Tagen erneut Daten erfassen muss und für mich, der gerne eine ausgedruckte Fahrkarte will, ausserdem ein Drucker verfügbar sein muss.

    Und diesen Kommentar schreibe ich, weil ich im Moment meinem Frust einen sinnvollen Ausgang geben muss. Im HP-Store, wo ich eben bei einer Telefonistin gelandet bin (scheint immer so zu sein) weil die Verkäufer alle besetzt waren, sollte ich nach Vor- und Nachnamen, Adresse, Telefon, Email-Adresse etc. etc. angeben. Mein Hinweis auf ein bestehendes Kundenkonto nützte nichts, da die Dame keinen Zugriff auf die Kundendatenbank hat.

    Habe mich von meiner weniger charmanten Seite ob der verlangten Angaben gezeigt, denn man landet immer an dieser “Telefonanruf-Überlaufstelle” und soll immer die gleichen Fragen beantworten und dies im Jahre des Herrn 2015.

    Gefühlt ist es eine Behandlung, wie wenn ich froh sein müsste, dass mir HP einen Laptop verkauft. Grausame Korrektur der sicher auf der Homepage zu findenden Aussage: Der Kunde ist König.

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  3. Thinkabout Artikelautor

    Der Kunde ist König, Herr Relax. Solange er zum Spontankauf nicht noch irgend einen Senf dazu gibt oder, noch viel schlimmer, vor dem Kauf eine Frage hat. Dass er sein Geburtstagsdatum nicht rausrücken möchte, geht gar nicht. Denn es ist wichtig, Dich in Kundenkategorien einteilen zu können.
    Leider ist es noch nicht möglich, sich so ins TV-Programm einwählen zu können, dass, wenn man nicht zur Zielgruppe eines Programms gehört, das man gerade sieht, man dann auch von der Werbung verschont wird. DAS wäre ein echter Fortschritt.

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