2009-11-24: Tagebuchgedanken zu Wegweisern, genutzter, weil gebrauchter Zeit, missglückten Schlagzeilen
09h15
Der Spruch des Tages:
Stanislaw Jerzy Lec
Manfred Hinrichs Ausspruch beschreibt meine Motivation für dieses Tagebuch meines Denkens und Fühlens.
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
09h15
Der Spruch des Tages:
Und die Strasse ohne Ecke gibt es nicht. Irgendwann kommt sie. Wenn die Richtungen nur jeweils angeschrieben wären… Sind sie ja oft auch – aber sehen Sie in Zürich das gleiche wie ich? Sie können niemals für mich entscheiden, wo ich hin soll. Und was, wenn ein Schelm den Wegweiser verdreht hat?
Wir müssen uns nach den inneren Richtungsangaben orientieren – und uns damit trösten, dass jeder Weg, den wir falsch einschlagen, ein Lehrpfad bleibt – dafür gedacht, an der nächsten Ecke vielleicht klüger zu sein.
17h55
Ein Geschäftsgespräch, das statt einer Stunde ohne Not zwei dauert, ist nicht unbedingt zu lang ausgefallen. Finde ich.
Wie sät man eigentlich Vertrauen? Und wie schnell kann man es zerstören?
20h11
Es sind oft die kleinen journalistisch-handwerklichen Unzulänglichkeiten rund um die Schreibe und die Newspflege, die mich vermuten lassen, dass die Luft in den Printmedien wirklich immer dünner wird, zumindest oberhalb der Halskrause…:
Titel bei sf.tv Tagesschau:
Bisher keine Schweizer Schiedsrichter in Wettskandal verwickelt ist einfach falsch getitelt. Bisher ist keine Verwicklung bekannt, kann man allenfalls schreiben. Kleiner Unterschied, aber zu klein, um beachtet zu werden? [ Danke Caro ]
Menachem · 26. November 2009, 00:15 · #
Und wenn man das Vertrauen zerstört hat, ist es endgültig? Kann zerstörtes Vertrauen jemals wieder ohne Verdacht das sein, was es sein könnte?
Ich glaube, diese Frage verdient einer sehr eigenen, vielleicht sogar Meditation, denn irgendwann steht man wieder vor einem Wegweiser, wo vielleicht diese Entscheidung ansteht, und dann könnte es gut sein, ehe man unbedacht und spontan entscheidet, sich der Tragweite des einzuschlagenden Weges bewusst zu sein.
d'Frou G, · 26. November 2009, 09:03 · #
wiedermal zu Besuch hier her gezogen
und promt “Wegweisungen” von zwei ehemals “kurzzeitigen Wegbegleitern”
… oh ja … dankeschön
Thinkabout @ d'Frou G · 28. November 2009, 11:10 · #
Nun, wir arbeiten alle an unserem beständigen Wiedererkennungswert, nicht wahr? Willkommen in alten Gemäuern!