Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Am Ende Mensch sein und bloggen

∞  29 September 2007, 07:38

Wird es diesmal anders sein? 1988 hat in Burma unter Ausschluss der internationalen Öffentlichkeit die Niederschlagung von Volksprotesten statt gefunden. 2007 gibt es Internet, Blogs, You Tube. Mehr ist bekannt, wird gesehen. Bilder entfalten Wirkung.

Die Mächtigen haben zumindest länger gezögert, bevor sie zu schlagen und zu schiessen begonnen haben. Das Ende ist noch offen. Was wird mehr zählen in der Staatengemeinschaft? Jeder Mensch mit seinen Rechten oder die besonderen Interessen “besonderer” Menschen?

Wie sehr mögen wir selbst das in der Hand haben, wenn wir nicht schweigen, sondern uns rühren lassen? Und z.B. Bloggen, was das Zeug hält. Dass es nichts bewirkt, mag sein. Aber die Aussage gilt nicht. Denn nichts tun, sich nicht rühren, bewirkt immer etwas. Bei uns selbst. Und das ist verheerend. Für alle. Am Ende.





Bilder: Readers Edition

  1. werner · 29. September 2007, 12:59 · #

    Du hast recht. Wir müssen solche Dinge immer und immer wieder nicht nur zur Kenntnis NEHMEN, sondern auch unseren Unmut, unsere Wut darüber zur Kenntnis GEBEN.
    Die Frage ob wir etwas dabei bewirken, sollten wir erst gar nicht aufkommen lassen, denn die Diskussion darüber, das Nachdenken darüber, wie erfolglos unser Reden und Schreiben sein könnte, bremst jede Initiative.
    Also, weiter so, machen wir unschöne Entwicklungen bekannt!
    Bleben wir wachsam!

  2. Strandsteine · 29. September 2007, 20:15 · #

    Da kann ich Euch beiden nur zu stimmen.
    Nichts ist schlimmer wegsehen und zu schweigen.
    Wie ich gehört habe wurden die Internetverbindungen gekappt und heute sind nur noch wenige Menschen auf der Straße zusehen gewesen….
    Wieviele Menschen mögen im Kampf um Ihre Rechte
    ihr Leben verloren haben…
    oder wurden verschleppt….

    wir haben neulich das
    LagerBuchenwald
    besucht…
    und fragen uns…wieviele Lager mag es noch auf unserer Welt geben, in denen Menschen gequält werden….
    die nachdenklichen Steine

  3. Goggi · 1. Oktober 2007, 01:43 · #

    Ja gut. Hinsehen und Handeln, das ist sicher richtig. Aber Hinsehen und alles andere vergessen…

    Es gibt weltweit in 37 weiteren Kriegen 35’000’000 Flüchtlinge anderer Länder, zig Tausende Tote anderer Diktaturen. Täglich sterben 30’000 Kinder an Hunger, weil das Geld für den Krieg drauf geht.

    Ich erlaube mir deshalb, den Hype um die Burma-Geschichte aus differenziertem Blickwinkel zu betrachten. Man lese hier weiter, wer Lust hat, sich Gedanken zu machen.

    Goggigrüsse

  4. Goggi · 1. Oktober 2007, 01:46 · #

    oh, linken geht nicht…
    dann eben so:

    http://goggiblog.blogspot.com/2007/09/kommerzielle-solidaritt-burma-und.html

    Goggigrüsse


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