André Marty berichtet live
Ich habe mir heute Abend die Zeit zwar fast stehlen müssen, aber, ich denke, es hat sich gelohnt. Und damit Sie sich eine ähnliche Übung eventuell auch vornehmen mögen, blogge ich jetzt in aller Kürze noch darüber:
André Marty heisst der Korrespondent des Schweizer Fernsehens in Tel Aviv. Dieser Mann ist einer der ganz wenigen professionellen Journalisten, die selber auch bloggen. Dabei scheut er sich nicht, die persönliche Befindlichkeit in seinen Artikeln mit erfahrbar zu machen, was ganz andere Zugänge für uns aus der Ferne ermöglicht. André geht es um die Sache, und damit um die betroffenen Menschen.
Der Dialogabend wird von der Kinderhilfe Bethlehem ausgerichtet. Wer aber befürchtet, es würde ganz heftig auf die Tränendrüse gedrückt und damit kräftig Geld gemacht, kann sich gleich wieder beruhigen, obwohl mit Frau Dr. Awad Marzouqa eine leitende Ärztin des Babyhospitals von Bethlehem mit dabei war: Die politische Wertung des Konflikts im Kontext aller beteiligten Religionen und Ethnien kommt entsprechend vielschichtig und ausgewogen daher. Marty machte keine Hoffnungen. Aber er weist auch immer wieder darauf hin, dass wir alle Verantwortung tragen. Oder tragen könnten. Und Frau Marzouqa aus Bethlehem möchte man weiss Gott wünschen, sie könnte Ihre Arbeit mit neuen Perspektiven tun!

Nehme mal an, die Daten sind schlecht zu lesen:
St. Gallen, Montag, 17. November, 19h30,
Offene Kirche, Böcklinstr. 2
Bern, Dienstag, 18. November, 19h30
Le Cap, Predigerstrasse (neben französischer Kirche)
Zug, Mittwoch, 19. November, 19h30,
Gut-Hirt Pfarreisaal, Baarerstrasse 62
Sursee, Donnerstag, 20. November, 19h30,
(nur Dr. A. Marzouqa), Kath. Pfarrheim, Dögersteinstr. 1
Basel, Freitag, 21. November, 19h30,
Pfarreiheim St. Joseph, Marktgräflerstr. 14a
Grächen, Samstag, 22. November, 15h00
Gemeindesaal, Dorfplatz

Titus · 18. November 2008, 22:27 · #
Angeregt durch Thinkabout ging ich heute Abend tatsächlich nach Bern und hab’ den beiden aufmerksam zugehört.
Erst jetzt, im Nachhinein, das heisst, wieder im “normalen” Umfeld, wird mir bewusst, wie eindrücklich die Schilderungen der beiden waren.
Organisiert von der Kinderhilfe Bethlehem war die Veranstaltung aber weit davon entfernt, eine “Bettel-Tour” zu sein. Natürlich gab’s am Schluss den Hinweis, dass man könne spenden usw. Die beste Werbung waren wohl schon die Schilderungen und die Kurzfilme vom Kinderspital und von Frau Dr. Awad Marzouqa. Dies jedoch keineswegs Tränendrüsen-drückend, sondern mit viel Herz.
Mit Geldspenden bin ich generell immer zurückhaltend, insbesondere in diesem (Konflikt)Fall. Nach dieser Veranstaltung mache hier nun gerne eine Ausnahme (PC 60-20004-7).
Noch ein Punkt zu André Marty:
Hey, der Mann ist nicht nur ein guter Journalist, er ist auch mit Leidenschaft ob der gesamten Thematik. Er zeigt keine Allüren, stellt auch schon mal seinen Berufsstand und Arbeitgeber in ein kritisches Licht (das nenne ich noch einen unabhängigen Journalisten) und bringt das Wesentliche immer auf den Punkt.
Langer Rede, kurzer Sinn: Geht hin an die oben erwähnten Veranstaltungsorte, es lohnt sich!
Titus · 21. November 2009, 22:26 · #
Es gibt in diesem Jahr eine Neuauflage. Details siehe unter:
http://www.kinderhilfe-bethlehem.ch/de/news/?c=termine