Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Begegnungen mit dem Höchsten

∞  23 September 2007, 23:33

Themen: SMS zum Tag und
Zeit und Leere


Ich habe an Dich gedacht! Ein Windhauch hat mich an Dich erinnert. Wie schön, dass Du mir immer wieder begegnest, Du Schöpfer meiner selbst.



Wenn mich jemand fragt, wie mein Beten aussieht, dann erzähle ich ihm meistens von den Momenten im Tag, an denen ich das Wunder des Alltäglichen erkenne und dafür einfach danken muss. Und dann sage ich ihn eben, diesen Dank. Oft laut und vernehmlich. Noch nie hatte ich das Gefühl, ich würde nicht gehört.

Und meine Augen werden wacher, weil meine Seele lacht.



Bild: Caro

  1. Seelenleerer · 24. September 2007, 00:47 · #

    Nicht gehört zu werden
    ist für die Meisten
    einfach zu überwinden.

    Selber zu zu hören
    DAS traut sich
    keiner

    mehr wirklich.

  2. Tina · 24. September 2007, 05:57 · #

    An diesem traumhaften Spätsommertag gestern die Wunder der Schöpfung in jedem noch so kleinen Lebewesen erkennen zu dürfen, das seinen Platz darin findet, löst bei mir den Wunsch zum gedanklichen Dialog mit dem Höchsten aus. Ich bin sicher, daß diese Zufriedenheit und Begeisterung ihren Empfänger findet…

    @Seelenleerer
    Ich bezweifle, daß nicht gehört zu werden für die meisten einfach zu überwinden ist. Ein Kind, das keine Beachtung findet leidet darunter so sehr, daß es zu stören/provozieren beginnt, damit es wenigstens dadurch negative Aufmerksamkeit erfährt….besser als gar keine….
    Eine Strategie nicht nur von Kindern…

  3. werner · 24. September 2007, 18:48 · #

    Ich war heute bei der Beerdigung einer lieben Bekannten. Auf ihremTotenzettel lese ich diesen Text, den sie in ihrer Küche hängen hatte, und der am Ende diese von thinkabout und Tina beschriebene Haltung wiederspiegelt:

    Sind die Türen niedrig,
    so bücke ich mich;
    kann ich den Stein aus dem Weg tun,
    so tu ich’s;
    ist er zu schwer,
    so geh ich um ihn herum –
    und so finde ich alle Tage etwas,
    das mich freut.
    Und der Schlussstein,
    der Glaube an Gott,
    der macht mein Herz froh
    und mein Angesicht fröhlich.

    (Catharina Elisabeth Goethe, 1731-1808)


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