Bilder...
Themen: SMS zum Tag undErdlinge
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...
Verkannt zu werden ist immer bestürzend.
Wenn ich so gesehen werde – wie wahrhaftig sehe ich mich dann selbst?
Wo hört Einbildung auf und beginnt Begegnung?
Schlägt einem Abneigung entgegen, so kann und soll man sich gewiss bemühen, sie zu überwinden. Eine Hand auszustrecken, ist immer das erste. Wird sie aber abgeschüttelt oder gar abgeschlagen, oder wird eine bald drohende Faust gesehen, wo die Hand doch offen bleiben will, so lohnt sich Mühe und Energie nicht auf ewig.
Es ist dies mir immer wieder mit das mich am meisten Ermüdende:
Die enge Stirn von Menschen…
Nichts macht mich so mutlos. Es ist, als würde mir der Saft aus den Adern gezogen, worauf er nutzlos irgend einen Abfluss hinunter rinnt.
Durchspülen und Schwamm drüber?
Etwas Anderes bleibt nicht übrig.
Bildquelle: typemuseum.at
Weitere Veröffentlichungen heute:
Unter
Tina · 29. August 2007, 06:05 · #
Wenn mich jemand ver – kennt
kann es daran liegen, daß mein Gegenüber andere Wunschvorstellungen von mir hat und seine Erwartungen auf mich projeziert. Dann muß ich den Mut haben, in einem klärenden Gespräch mal “Butter zu den Fischen” zu geben und ihm seine Illusionen rauben.
Oder ich selbst muß mal Gewissenserforschung betreiben, ob ich mich auch so zeige wie ich wirklich bin und nicht des lieben Friedens willen mit einer Maske vorm Gesicht rumlaufe.Vielleicht stimmt mein Verhalten nicht mit meiner Einstellung überein – und ich lasse mich als Wunscherfüller ob der an mich gestellten Erwartungen – mißbrauchen und das wird falsch interpretiert.
Wenn beide Parteien mit offenen Karten spielen und sich die Wahrheit sagen – ungeschminkt, mit dem Wissen auch ab und zu mal Ent -Täuschungen nicht vermeiden zu können – kann so viel Überraschendes doch gar nicht kommen, das zu Fehleinschätzungen – Enttäuschungen – Feindschaft – führt…
“Durchspülen und Schwamm drüber?”
Meiner Meinung nach: Nein
Klären und mit aufgefrischtem Wissensstand auf beiden Seiten weitermachen…
caro · 29. August 2007, 10:47 · #
Super Idee, die Einträge des Tages unter der SMS aufzulisten!
Und das Andere – mir hat neulich einmal jemand gesagt, ich sei autonom.
Muss ich die mir entgegenschlagende Abneigung wirklich überwinden?
Oder sollte es mir eigentlich nichts ausmachen: wenn mein Gegenüber mich spontan nicht mag, weil ich vielleicht etwas Bestimmtes repräsentiere oder eine für ihn vermeintlich beunruhigende Ausstrahlung habe – so ist das doch sein Problem. Und ich muss mich ihm nicht anpassen, nur, um nicht mit dieser Abneigung konfrontiert zu sehen.
N.N. · 29. August 2007, 11:33 · #
Wie wäre der Versuch zu bewerten, dem Ausschläger auch noch die andere Hand hinzuhalten?
Tina · 29. August 2007, 12:11 · #
@Caro
Ich hab gerade mal gegoogelt, weil ich interessant finde, was Du schreibst:
Autonomie = sich selbst Gesetze gebend,
Heteronomie = die Abhängigkeit von fremden Einflüssen bzw. vom Willen anderer.
Ich kann mir vorstellen, jeder beherbergt die Fähigkeit zu beiden Charakterzügen in sich, genauso wie man auch zeitweise egoistisch oder solidarisch sein kann – je nachdem, worum es geht.
Du hast Recht: Ich MUß gar nichts.
Allerdings schränke ich mich mit einer Abneigung gegen jemanden selbst ein und begrenze meine Lebenslust mit negativen Gedanken an diese unleidige Person.
Deshalb versuche ich – meinetwegen! – so viele Türen wie möglich zum friedlichen Miteinander offen zu halten, tolerant zu sein, um selbst eine harmonische Zeit zu haben.
Doch wie Thinky sagt: Die Mühe und Energie lohnt sich nicht auf ewig. Und irgendwann ist auch bei mir der Ofen aus…..
@N.N.
Ist Dein Vorschlag angelehnt an das Zitat von Mahatma Gandhi
„Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein.“ ? ;-)
Eine schwierige Übung in Sachen Nächstenliebe wäre das für mich…
N.N. · 29. August 2007, 20:17 · #
@Tina
...ohne Auge zu sein ist sicher besser als blind vor Rache und Haß. Das eine zerstört einen kleinen Körperteil,das andere den ganzen Menschen.
Seelenleerer · 29. August 2007, 23:05 · #
Das Ermüdende wird sein,
den Anderen vom Gegenteil zu überzeugen zu wollen.
Sich einfach zu präsentieren ist auch
eine Form von Wange hinhalten
und kostet wenig Kraft.