Bloggen im Kopf
Dies ist so eine Phase, in der so viel geschieht, das ich nicht auf den Boden bringe:
Schon kleine Reisen reichen aus, um mir ganze Rucksäcke an neuen Eindrücken und Gedankenanstössen zu bescheren, und ich könnte direkt gleich nochmals ein paar Wochen Ruhe brauchen, um die Dinge sacken zu lassen.
Also blogge ich im Kopf und lebe mein Leben, als würde ich es lesen: Ich blättere um und trage die Gedanken in mir. Nach und nach werden sie – wie auch die Bilder – auf den Bildschirm gelangen, sich ausbreiten, vielleicht auch nur für mich, und ich werde – aus dem ruhigen Blick darauf feststellen: Jeder Tag will Dir etwas geben.
Mit Dankbarkeit für jeden neuen Tag: Th.
![]()

Walter · 23. September 2011, 16:16 · #
Dieses Gefühl kenne ich bestens. Da gibt es Momente, Situationen, die erfüllen einen dermassen, dass man beinahe zerplatzt. Und gleichzeitig mit dem Hereinkommen der Eindrücke beginnt der Verarbeitungsprozess, das Aufgreifen und Weiterentwickeln einzelner attraktiver Eindrücke. Da ist es unmöglich, an allem dranzubleiben. Man muss heillos aufpassen, dass nicht alles wieder verfliegt.
Ich habe mir schon manchmal einen Chip im Hirn gewünscht, der dies alles aufzeichnet.
Thinkabout @Walter · 25. September 2011, 00:24 · #
Du drückst es sehr anschaulich aus.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich zudem mit einer zu schnellen Verarbeitung in Worten die Fülle der Erinnerung eher beschneide, während bei Bildern das Gegenteil der Fall ist:
Will ich Gegenstand, Farben und Licht möglichst getreu digital gesichert wissen, muss ich nachbearbeiten, so lange die Bilder im Kopf noch frisch sind.
Ups, schon falsch: Das Wort “muss” ist die grösste Krux.