Bloggy Friday - mit Lust auf Fortsetzungen!
Jetzt war ich also erstmals dabei, am Zürcher Bloggertreffen, das wir jetzt ja auch very stylish Bloggy Friday nennen wollen. Jaaah, es gibt diese konspirativen oder ungeordneten oder verwirrten oder wie auch immer gearteten, nicht unbedingt ausartenden Treffen schon länger.
Die Idee: Am letzten Freitag im Monat treffen sich Blogger aus dem Grossraum Zürich (oder einfach in Zürich) zu einem Beizenhöck – und beschnuppern sich jenseits von Klicks und Bytes, dafür von Angesicht zu Angesicht, und diskutieren die Szene – oder auch ganz anderes. Man lässt sich überraschen. Auch von den scheinbar immer neuen Versuchen, das geeignete Lokal zu suchen…
Da kann es dann schon mal vorkommen, dass die Dame der Runde von uns Verbalheinis an die Wand geschwatzt wird. Dabei wäre es für sanfte Stimmen auch ohne unser Zutun schwierig gewesen, im brodelnden Lokal Gehör zu finden. Neben der fehlenden Galanterie gab es auch andere Gründe, dass ich mich nicht mit allen unterhalten konnte.
Die waren da: Mehr als ein Meter Sprech- und Hördistanz (unangenehm) und: zu wenig Zeit (gutes Zeichen!).
Ich habe mich wohl gefühlt – und zwar nicht, weil ich nicht verstanden wurde oder nicht verstand, rein akkustisch. Sondern trotzdem oder überhaupt. Bin neugierig geworden auf mehr und komme gerne wieder.
Was mir an uns Bloggern so gefällt: Es findet ein Austausch unter ganz verschieden gearteten Motivationen statt. Da ist Jürg, der über Russland und die Ukraine wohl schon mehr gebloggt hat als die betreffenden Botschafter in der Schweiz von ihrem Land je vermitteln können, oder Marcel, der auch virtuell so manchen Suchenden direkt oder indirekt in neue Jobideen coacht und daneben nicht nur eine A-Seite hat, oder eben eine Frau und Mutter, die über das Leben, ihr Leben und die Kinder (nicht nur die ihren), die manchmal zur falschen Zeit zu viel Zeit in Anspruch nehmen, bloggt und wirklich Tagebuch führt – und alle haben mir was zu sagen, und alle bringen und leben Respekt für Kolleginnen und Kollegen. Da entsteht in Gesprächen über praktisch realisierte und noch völlig unausgegorene Ideen ein belebender Austausch, ein veritables Brainstorming. Und Du siehst Augen, erkennst typische Handbewegungen, gäll Marcel, und nimmst Dinge mit nach Hause, die bleiben – und Ideen, die neu geboren oder wieder belebt darauf brennen, Bytes anzusetzen.
Tja, und Daniel und Roger Rabbit und Roman – meine Neugier ist nicht gestillt, sondern geweckt, und ich stöbere schon mal ein bisschen in Euren Internet-Spuren. Das ist ja ganz in Eurem Sinn, nicht wahr?

Krusenstern · 27. Januar 2008, 10:30 · #
Es ist ein gutes Zeichen und straft alle Vorurteile Lügen, wenn Blogger sogar in diesem Saulärm ein spannendes und inspirierendes Gespräch mit vielen Zwischentönen führen können. Das nächste Mal hören wir dann hoffentlich auch die akustischen Zwischentöne …
bluetime · 27. Januar 2008, 17:04 · #
es war nett dich endlich einmal real kennenzulernen und deine art dinge zu beschreiben ist nicht minder interessant wie hier im blog…wenn da nur der lärm nicht gewesen wäre und so :-)
die treffen sind für mich (und ich besuche sie seit gut einem jahr) immer wieder anders und das ist das faszinierende daran!
bis zum nächsten mal.
rogerrabbit · 29. Januar 2008, 17:33 · #
Roger heisse ich im Fall. Robert, tststs.
Thinkabout · 29. Januar 2008, 18:22 · #
@Roger: Au weia. Sorry!
Aber diese Technik nennt man “Fishing for comments”, oder so. Wird sofort auch oben noch geändert!