Bücherecke: Kazuo Ishiguro
Bücher werden viel zu oft gelesen und nicht weiter empfohlen. Das ist schade. Also packe ich die Gelegenheit am Schopf und stelle einen zweiten Autor vor, der mich begeistert. Und hoffe selber auch auf Empfehlungen, von denen ich sehr gerne profitiere.
Kazuo Ishiguro, ein japanischer Autor, hat mich voll in seinen Bann gezogen. When We Were Orphans war das erste Buch, das ich mir von diesem Autor kaufte – einfach so, weil mich der Titel neugierig machte.
Die Geschichte, die sich teils in London, teils in Shanghai abspielt, handelt von einem jungen Mann, der als Kind seine Eltern in Shanghai auf mysteriöse Weise verlor. Jahre später kehrt er an diesen Ort zurück, um seine Eltern zu suchen. Die Geschichte lässt den Leser nicht mehr los. Ein seltsames, faszinierendes Buch.
Englische Ausgabe: Faber and Faber, London 2000
Deutsch: Als wir Waisen waren (When we were orphans)
Verlag Btb TB-Ausgabe
Bald fand ich das zweite Buch des gleichen Autors. Never Let Me Go ist total anders, als das erste Buch. Es bewegt sich in der äussersten Sphäre der modernen Fiktion, blickt in die Zukunft. Wir begleiten Kinder, die in einem Heim in einer englischen Landschaft aufgezogen werden. Liebevoll und sorgfältig betreut bleiben sie dort, bis sie junge Erwachsene sind. Warum sind sie dort? Woher kommen sie? Die Auflösung dieser Fragen lässt uns schaudern. Und doch – kann so die Zukunft aussehen?
Englische Ausgabe: Faber and Faber, London 2005
Deutsch: Alles, was wir geben mussten (Never let me go)
Karl Blessing Verlag
Marianne
[Anmerkung Thinkabout: Die Beiträge in dieser Rubrik enthalten bewusst keine Links, die direkt auf Verkaufsstellen weiter leiten. Bücher lassen sich heute problemlos aufstöbern, und es soll Ihnen völlig frei stehen, wo Sie einen näheren Augenschein vornehmen – auch in Ihrer Buchhandlung um die Ecke vielleicht? Dort kann man Bücher sogar riechen!]
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Gastbeiträge
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Elfe · 24. August 2008, 19:44 · #
Den ersten Buchtipp schon aufgeschrieben. “Als wir Waisen waren” macht mich an zu lesen. Herzlichen Dank.
Lieben Gruss in den Abend
Elfe
Marianne · 24. August 2008, 20:58 · #
@elfe
Danke! Ich würde mich auch über einen Tipp freuen und wünsche Dir viel Spass beim Lesen.
Gute Nacht
Marianne
Elfe · 25. August 2008, 06:11 · #
@Marianne
Ja gerne.
Oft bin ich von dem Buch, das ich gerade lese am meisten begeistert. Im Moment ist das (fast fertig) “Die Kuh, die weinte” von Ajahn Brahm. Lotos Verlag. Das englische Original lautet “Opening the Door of Your Heart” im Verlag Thomas C. Lothian Pty.Ltd. South Melbourne, Australien.
Ajahn Brahm, ein Engländer, ursprünglich Wissenschafter der theoretischen Physik, wurde in Thailand zum buddhistischen Mönch. Heute lebt und lehrt er in Australien. In seinem Buch erzählt er in 108 Geschichten über seinen Alltag und sein Weg zum Glück. Seine Erzählweise gefällt mir, ich finde sie voll Witz und Weisheit.
Es gibt einiges zu lachen und auch zu weinen beim Lesen. Und auch nachzudenken, “Wie halte ich es eigentlich in meinem Leben in alltäglichen Situationen.”
Auch viel Vergnügen bei Lesen, falls… und schönen Tag.
Lieben Gruss
Elfe
Marianne · 25. August 2008, 09:35 · #
@elfe
tönt sehr gut. Ich habe es mir notiert und werde auf die Suche nach diesem Buch gehen. Danke für den Tipp!
Der Tag fängt gut an, so wünsche ich sonnige Stunden.
Marianne