Demut der Wissenden
Themen: SMS zum Tag undZwischen Tagen schwebende Gedanken
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...

Was wir lernen, haken wir gern als Wissen ab.
Hätten wir Demut vor der Schöpfung, würden wir im eben Erklärten nur eine neue Einladung zu neuem Staunen sehen.
Weshalb nur macht Wissen meist nur eitel statt weise?
Bildquelle: note blog
Tina · 27. August 2007, 04:45 · #
Reicht dieser klitzekleine Anteil an “Wissen”, den wir uns im Leben erarbeiten und sogar oft neu in Frage stellen wirklich um eitel zu werden?
Das Wissen brauchen wir gerade zum Staunen!
Erst nach dem Lesen eines Buches über beispielsweise die Photosynthese komm ich doch aus dem Staunen gar nicht mehr heraus….
“Ein Hektar Buchenwald kann jährlich rund 70 Tonnen; ein Hektar Fichtenwald etwa 30 Tonnen Staub aus der Luft herausfiltern.” (Wikipedia)
Erst dieses Wissen läßt mich doch einen Baum erst “verstehen” und als wahres Wunder erkennen… und noch demütiger werden….
caro · 27. August 2007, 07:13 · #
Wissen gibt Macht – und es ist doch soooo schön, diese auszuspielen …
Margit Farwig · 27. August 2007, 08:04 · #
Wissen ist nicht nur Macht. Es macht ohnmächtig zu wissen, was wir alles nicht wissen.
Janna · 27. August 2007, 09:54 · #
...ich habe im Bode-Museum in Berlin ein Buch gekauft, das möchte ich Euch nahebringen.
Es heißt: Verborgene Welten “Himmel und Erde” – vom Phaidon Verlag.
Auf 390 Seiten staunenswerte teilweise noch nie veröffentlichte Fotos: vom kleinsten je fotografierten Teilchen (ein Goldatom) bis zur fernsten Galaxie, 10 Milliarden Lichtjahre entfernt….. – dazu fundierte Beiträge von Wissenschaftlern.
Staunen ist da ein mageres Wort..
....:-) Janna
Christof Hintze · 27. August 2007, 12:16 · #
Weil Wissen mit Intelligenz verwechselt wird. Wissen ist nur die Anhäufung von Informationen, die man abrufen kann. Menschen mit viel Wissen, wissen nur viel. Wer viel angehäuft hat, versuch damit eine Intelligenz vorzutäuschen. Er will glauben machen, dass viel Wissen etwas mit hoher Intelligenz zu tun hat. Wer will ihm das Verdenken. Fehlt es ihm doch an genau dieser Intelligenz. Das ist die von Dir angesprochene Eitelkeit. Der Intelligente muss nicht viel Wissen, sondern nur das was er braucht um neue, andere intelligente Verknüpfungen her zu stellen. Was der Wissende nicht wissen kann, ist dass der Intelligente das durchschaut. Und dafür muss er wie gesagt nicht Mal viel wissen. Ein Drama. Ein Dilemma.
Margit Farwig · 27. August 2007, 14:08 · #
Ein Intelligenter muss ein sehr gutes Gedächtnis haben, dieses macht erst die Intelligenz aus. Hat er das Wissen gespeichert, kann er auch die Zusammenhänge, die Verknüpfungen, spielend erfassen und herstellen. Ein Intelligenter, der nicht viel weiß, ist immer auf die Vorgaben des sogenannten Wissenden, angewiesen, um etwas zu durchschauen. Ein wenig dürftig…
Seelenleerer · 27. August 2007, 23:20 · #
Der Unterschied liegt vermutlich darin,
ob ich dieses Wissen zur Selbstbestätigung
oder zur Selbsterkenntnis brauche.