Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Der Seele Kern im Alltag finden

∞  19 Oktober 2007, 15:55

Sich nach noch mehr Kreativität zu sehnen, kann einen rastlos machen. Es gibt aber auch jene Phasen, in denen es einfach eine Gnade ist, ständig wieder etwas Neues erwarten zu dürfen.

Manchmal braucht es einfach Zeit, bis sich das Neue zeigt und sich ganz langsam häuten kann, was zum Kern des eigenen Tuns werden soll. Mir hat in den letzten Wochen und Monaten die Photographie als Hobby geholfen, wie noch nie zuvor, schlicht in meinem eigenen Schaffen die tiefe und stille Freude zu finden.

Ohne einen Gedanken an mögliche Vergleiche mit anderen zu verschwenden. Ich habe meine Versuche, meinen Alltag zu sehen, ihn immer wieder neu zu betrachten, einfach als Prozess begriffen, als Entwicklung in mir selbst, in der ich aufgehe, aufmerksamer und bewusster werde und mich an dem freue, was sich mir zeigt.

Ich weiss um den Wert des Erkannten – ganz egal, wie gut oder wie ungenügend ich diesen Wert vermitteln, darstellen, erklären kann.

Ich glaube, dass wir Gott hören, wenn sich unser Wissen in unsere Seelengründe stärkt. Die Beobachtung, dass ich tausende Male eher hätte aufmerksam werden können – zu meinem eigenen Seelenheil leichter hätte finden können, bedeutet gleichzeitig, dass Gott schon lange, ja immer schon mit mir, zu mir, zu uns allen spricht.

Und wundersamer Weise hat er nie damit aufgehört, obwohl ich Hirn, Ohr und Herz immer wieder auf Durchzug geschaltet habe!




  1. Ikkyu · 20. Oktober 2007, 04:37 · #

    “Und wundersamer Weise hat er nie damit aufgehört, obwohl ich Hirn, Ohr und Herz immer wieder auf Durchzug geschaltet habe!”

    Bin ich wirklich von Gott getrennt? Sind Gott und ich Zwei? Das ist für mich die entscheidende Frage. Denn wenn ich und Gott nicht Zwei sind, dann ist Gott auch der Durchzug, auf den Hirn, Ohr und Herz immer wieder geschaltet sind. Und dann gibt es auch nicht diesen Konjunktiv “hätte aufmerksam werden können …hätte finden können”. Dann ist alles genau so geschehen, wie es geschehen sollte. Dann ist alles vollkommen, genau so, wie es ist.

  2. Gabi · 20. Oktober 2007, 12:45 · #

    Das Foto ist eines der Superklasse für mich Thinkabout!
    ALLES drin!

    Begrenzung ebenso wie Weite.
    Einblick und Durchblick.
    Spiegel …. .
    Danke


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