Die Kirche, die anderen und wir - Fehlleitungen überall...
Was Jesuitenpriester im Canisius-Kolleg vor 30 Jahren angerichtet haben, ist schlimm. Das ist keine Frage. Dennoch darf die Gefahr, als Verharmloser gebrandmarkt zu werden, nicht verhindern, auf weitere Fakten hinzuweisen – statt die Frage des Missbrauchs von Autorität gegenüber Kindern voreilig hauptsächlich zu einem Thema katholischer Einrichtungen zu machen – und darüber hinaus das Zölibat zur Ursache zu stempeln.
Als Fortführung der Berichterstattung über die Missbrauchsfälle im jesuitischen Canisius-Kolleg hat der Spiegel (Print) Verdachtsfälle von Kindesmissbrauch in katholischen Einrichtungen seit 1995 zusammengezählt. Es hat genau 100 Fälle zusammengetragen.
Die Zeit hat nun (Print Nr. 7/2010, “die teuflische Gefahr”) weiter gerechnet und zeigt auf, dass dies bezogen auf die rund 600’000 katholischen Priester und Mitarbeiter in solchen Einrichtungen bedeutet, dass “der durchschnittliche deutsche Mann mit 36mal grösserer Wahrscheinlichkeit übergriffig wird als der katholische Priester”.
Nun sind alle Statistiken zu diesem Thema ungenau, die Dunkelziffern sind bestimmt noch immer hoch, aber wenn damit schon hantiert wird, dann muss eine solche Aussage eben auch relativiert werden – und das gibt dann die Gelegenheit, nach einem tiefen Durchatmen auf jene Dinge zu verweisen, welche meiner Meinung nach wirklich der Kern des Problems sind:
1.
Kindsmissbrauch tritt naturgemäss vor allem dort auf, wo ein Autoritäts- und Vertrauensverhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen aufgebaut wird, und das ist nun mal in Schulen, Kirchen, Internaten und Sportvereinen häufiger der Fall als anderswo.
2.
Diskutieren wir vielleicht deshalb so engagiert und vergessen dabei zu erwähnen, dass wir fast immer Fälle aus ferner Vergangenheit thematisieren, weil wir im Stillen wissen, dass es noch immer schwer fällt, hin zu sehen und aktuelle Fälle anders zu handhaben?
3.
Wäre es nicht an der Zeit, statt die Diskussion auf die Fehlbaren zu fokussieren, uns einmal darüber zu unterhalten, inwiefern wir selbst Mühe haben, in einer so rigoros sexualisierten Welt ein Mass zu wahren, eine Scham zu bejahen und dafür einzustehen, dass es Tabus und Schutzzonen gibt, welche wir nicht nur zum Schutz der Kinder aufrecht erhalten sollten – sondern auch, weil sie uns selbst, weil sie allen Menschen gut täten? Ich denke da einmal mehr z.B. an die Formen der Werbung, welche wir in TV-Programmen nach Mitternacht tolerieren. Manchmal kommt es mir so vor, dass wir, wenn es um den Schutz der Kinder geht, kompensatorisch losbrüllen, wenn das Kind schon im Brunnen liegt. Es ist dann nur einfach ein bisschen zu spät für Vieles.
4.
Sollten wir sehr kritisch gegen jene Stimmen bleiben, welche die aktuellen Themen dazu benutzen wollen, Debatten zu führen, die nun einmal nicht wirklich ursächlich mit dem Problem des Kindmissbrauchs zusammen hängen:
Der Zölibat ist allenfalls die Ursache für eine grosse sexuelle Not der Betroffenen, aber er begründet keine Pädophilie, führt aber ganz offensichtlich bei immer mehr Priestern zu einer Untreue gegenüber einem Gelübde, das viele von ihnen wohl immer weniger bewusst und im Besitz der spirituellen Kraft leisten, die dazu Voraussetzung ist. Ob sie es darin im Lauf ihrer Priesterlaufbahn immer schwerer haben, sich mit spiritueller Energie aufzuladen, kann ich nicht beurteilen.
5.
Muss sich unsere Kritik mit aller Vehemenz gegen jene Vorgesetzten in allen Institutionen richten, welche sich gegen die Aufklärung von Verdachtsfällen stellen und eher vertuschen als offenlegen wollen. Es liegt an wirlichen Autoritäten, für innere Klarheit in den Institutionen und betreffend der Personen zu sorgen und diese in der Folge in einer Weise zu begleiten, welche allen Seiten Rechnung trägt – aber ganz sicher verhindert, dass falsch verstandene Toleranz die Hüter der Deckmäntelchen zu Mittätern macht. Und dies gilt nicht nur für Bischöfe und andere Kirchenvertreter. Es gilt auch für Schulvorstände, Polizei und Sozialämter. Nur dadurch wird sicher gestellt, dass über kurz oder lang eine neue Kultur Einzug erhält, welche auch der überbordenden Hysterie entgegen tritt und verhindert, dass sich zukünftig ein Lehrer im Turnunterricht ständig an der Schwelle der Denunziation bewegen muss.
Wir alle müssen uns um einen natürlichen Umgang mit einander und mit dem Thema Sexualität bemühen. Kein anderes Thema ist in unserer Gesellschaft so sehr übersteigert thematisiert – und dabei so “unerledigt”. Es ist mit unsere privateste Angelegenheit. Und doch meinen wir beständig, einer Norm genügen zu müssen und zerren Dinge an die Öffentlichkeit, die da nichts verloren haben. Wir sind weit davon entfernt, Natürlichkeit gewonnen zu haben. Man betrachte sich die Werbung, verfolge die Tendenzen in der Musikindustrie, etc. Unsere Sprache ist von Ausdrücken durchsetzt, die alle sexuell motiviert und in aller Regel eher negativ besetzt sind. Wir thematisieren Sexualität offener, aber auch härter – als würden wir versuchen, eine Frustration loszuwerden, welche um so hartnäckiger an uns klebt, je mehr wir damit in der Gegend herumfuchteln.
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Bildquellen:
Pflaster: Hamburger Abendblatt / picture-alliance/chromorange
gedankenlos.at – Rücksichten
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Claudia · 16. März 2010, 10:50 · #
Natürlich ist es nicht fair, wenn nun von etlichen allein das Zölibat für die Auswüchse verantwortlich gemacht wird. ABER es ist sehr verständlich, dass diese Vorfälle dazu genutzt werden, wieder einmal gegen das Zwangs-Zölibat anzustinken! Das ist nämlich im christlichen Glauben nicht angelegt, sondern im 11. Jahrhundert von Mönchsorden durchgesetzt worden.
Ein UNFREIWILLIGES Zölibat ist absurd und dient keinesfalls der Gewinnung spiritueller Kraft, sondern der Herrschaft von Männerbünden, die Menschen mit einem “ungewöhnlichen” Verhältnis zur Sexualität anzieht wie Motten das Licht – und Frauen und Männer, die auch leibhaftig lieben wollen, aus der Priesterschaft ausschließt.
Ich freue mich, dass sich nun auch kirchliche Amtsträger in dieser Richtung zu äußern wagen! Angesichts des Priestermangels allüberall ist es wirklich VERRÜCKT, auf diesem Zölibat zu verharren. Es muss wohl so lange währen, bis gar keiner mehr kommt, bevor die Kirchenoberen umdenken!
Relax-Senf · 16. März 2010, 16:17 · #
Der unaufhörliche und anschellende Mitgliederschwund bei den christlichen Kirchen ist absolut verrückt und unverständlich. Diese Feststellung mach ich unter Berücksichtigung der ständig zunehmen Zahl von Menschen, die sich anderen Religionen zuwenden bis hin zu Hilfe suchen und Ausbeutung erfahren im Sektenspektrum.
Die Abschaffung des Zölibats stoppt nicht den Mitgliederschwund, aber es könnte die Zahl und die Qualität der Interessenten für den Berufs des Pfarrers erhöhen. Die Wahrnehmung des Pfarrers durch die Gemeindemitglieder – als einer von uns, einer der auch immer wieder mit den ganz alltäglichen Problemen in der Beziehung konfrontiert ist – würde den empfundenen Abstand zwischen Priester/Pfarrer und der betreuten Schafherde verringern.
Seelenleerer · 20. März 2010, 16:20 · #
Liebe(r?) Relax-Senf
Gerne möchte ich Ihnen ein paar Gedanken zum besseren Verständnis des Mitgliederschwundes schenken.
Dazu möchte ich eine Aussage des jetztigen Pabstes als Grundlage nehmen: Seiner Ansicht nach fallen so viele vom wahren Glauben ab, weil sich die Menschen heute zu wenig vor Gott fürchten.
Mit Verlaub und ohne Rücksicht auf seine von Gott verliehene Unfehlbarkeit, aber wer so etwas auch nur denken kann, hat von Göttlicher Liebe schlicht keine Ahnung.
Womit wir auch schon beim Punkt angekommen wären. Meiner Ansicht nach vermittelt die Kirche schon lange keine Spiritualität mehr, weil sie zu sehr mit Machterhaltung beschäftigt ist. Und mit jedem Ereignis mehr, öffnet es den Menschen diesem Umstand gegenüber die Augen.
Wir können uns gerne auch im Detail über die Handlungen der Kirche im Thema Sexualität unterhalten, denn die jetztigen Vorwürfe sind ja nur ein Teil eines viel grösseren Scherbenhaufens, dessen Hauptschaden, auf der südlichen Halbkugel, halt nicht in unserem Interessengebiet stattfindet.
Wenn ich dann noch bedenke, dass Herr Ratzinger schon unter seinem Vorgänger die Wahl der Kardinäle mitbestimmt hat und dies bis zu seinem Tod noch weiter tun wird, nimmt mir dies jedwede Hoffnung auf eine Veränderung in absehbarer Zeit.
Was daran ist also unverständlich?
Thinkabout @ Seelenleerer / Claudia · 20. März 2010, 17:47 · #
@Claudia
Voraus: Deine Einschätzung, dass der Zölibat nicht in dieser Form aufrecht erhalten werden kann, will die Kirche sich nicht vom Kopf her ihren Schäfchen völlig entfremden, weil der Hirten einfach zuwenige sind, teile ich. Hingegen störe ich mich an der Bemerkung, der Zölibat sei nicht freiwillig. Das ist, wenn wir genau bei dem IST sind, so nicht richtig: Es wäre gerade die spirituelle Kraft gefragt, welche die Entscheidung fürs Zölibat aus freiem Willen trifft. Richtig ist nur, dass Priesteramt und Zölibat zusammen gehören und daher die Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit akzeptiert werden müssen. Es dürfte mit ein Problem der Kirche sein, dass sie wohl nie die spirituelle Energie zu vermitteln vermochte, welche es erlaubt hätte, dem Gedanken des Zölibats Lebendigkeit mit in die Praxis zu geben.
Es dürften so viele Priester an diesem Lebensentwurf scheitern, weil sie meinen, für den geliebten Beruf des Priesters das Zölibat in Kauf nehmen zu können – aber das reicht nicht aus. Reichte nie aus.
@Seelenleerer
Seiner Ansicht nach fallen so viele vom wahren Glauben ab, weil sich die Menschen heute zu wenig vor Gott fürchten.
Ich glaube, dass Ratzinger in diesem Punkt nicht ganz richtig verstanden wird. Was sich dieser Papst auf die Fahne schreibt, ist die Vorhaltung einer neuen Verbindlichkeit: Der Glaube hat Konsequenzen. Der liebende Gott hat auch eine Vorstellung von meinem Alltagsverhalten. Zu meinem Glauben gehörte auch, Gott nicht erzürnen zu wollen – man kann auch sagen, ihn nicht traurig machen zu wollen. Wir neigen schon dazu, ein bisschen zu glauben, wir nehmen da etwas, das uns gefällt und dort pflücken wir eine andere Weisheit.
Aber Glaube ist nicht beliebig. Er ist verbindlich.
Bleiben wir beim zölibatären Priester: Er kann in seinem Alltag in der Empfindung einer göttlichen Liebe leben. Tut er dies, hat er tatsächlich eine Beziehung, fühlt er sich geliebt und liebt er seinen Gott, vielleicht ein bisschen so, wie ein Kind seinen Vater liebt, so wird er sich wünschen, diesen Vater stets mit Wohlgefallen auf sich achten zu lassen. Dass Gott auch anders kann, dass er prüft, und vielleicht mal straft – gerade, wenn er besonderes mit mir vorhat, wenn ich ihm anbiete, meinem Leben mit seiner Hilfe wirklich auf den Grund gehen zu wollen – so ist wohl wenig falsch daran, auch für die Knochen dieser Hand ein Gefühl zu haben.
Wenn Ratzinger von der Furcht vor Gott spricht, so hören wir stets sogleich die Kirche, welche damit einen Machtanspruch erhebt, indem sie uns Sünder ermahnt. Den Einzelnen in seiner Beziehung zu Gott ansprechend, versteht dieser Einzelne die Worte aber sehr viel persönlicher, ja, gar spirituell.
Seelenleerer · 20. März 2010, 20:51 · #
Gott erzürnen?
Worin liegt dann der Sinn in der Geschichte vom verlorenen Sohn?
Wie soll ich die Aussage verstehen, dass Gott BEDINGUNGSLOSE Liebe ist?
Wozu ist dann Jesus zur Tilgung unser aller Sünden gestorben?
Vielleicht verstehe ich diese Botschaften einfach nur falsch.
Falls aber nicht, war es die Kirche, welche das Bild des Fürchten müssens über Jahrtausende gepflegt hat und wohl darum den toten Jesus zur Verehrung anbietet, anstatt sein grösstes Wunder, die Überwindung des Todes, in den Mittelpunkt ihrer Mission zu stellen.
Denn dann müssten wir uns alle nicht mehr fürchten.
LD · 22. März 2010, 22:58 · #
Thinkabout, Deine sehr differenzierte Sicht lese ich immer wieder gerne und kann für mich immer wieder Aspekte finden, die ich so noch gar nicht bedacht habe.
Was nun unter dem Deckmantel des jahrelangen Schweigens hervorgekommen ist, ist schrecklich und zeigt, dass auch die katholische Kirche nur aus Sündern besteht, was übrigens genau so auch auf alle anderen christlichen Kirchen zutrifft. Die Priesterschaft rekrutiert sich nur aus eben dieser Masse von Sündern. Deshalb kann sie auch nicht grundsätzlich viel besser sein als der Rest der Kirchenmitglieder. Doch darf man trotzdem etwas höhere Ansprüche an sie stellen, allein schon wegen der geistigen Führerrolle und Vorbildfunktion, die sie eigentlich ausüben sollte, aber der sie (leider) nicht immer gerecht werden kann.
Ja, keine Kirche ist perfekt, da die Menschen, aus denen sie gebildet wird, nicht perfekt sind. Doch, wäre das ein Grund, die Kirchen abzuschaffen? Ich denke: Nein. Machtmissbrauch, Einschüchterung und Vertrauensbruch sind wahrlich sehr unchristliche Elemente, denn eigentlich hat uns Christi Geburt und Sterben einen Paradigmenwechsel beschert, indem das Bild von einem fordernden und bestrafenden Gott zugunsten eines liebenden, verzeihenden und barmherzigen Gottes gewichen ist. Diese Botschaft scheint noch nicht überall angekommen zu sein. Dass die christlichen Kirchen (und nicht nur die katholische) immer wieder in das alte Paradigma zurückfallen, ist eigentlich unverständlich, aber dennoch menschlich.
Das Zölibat ist übrigens keine Erfindung der katholischen Kirche. Das kannten schon die alten Griechen und Babylonier. Die Verleugnung der eigenen Sexualität soll dabei die Liebe und Hingabe an Gott unterstreichen, weil eine sexuelle Beziehung mit Gott weder möglich noch denkbar ist. Unsere übersexualisierte Gesellschaft, in der bereits 10-Jährige und jüngere mit Themen konfrontiert werden, die zu unserer Jugend noch völlig “out of scope” waren, schafft hier ein Spannungsfeld, das offenbar viele Menschen und auch gewisse Priester quasi schizophren werden lässt. Diese gespaltene Beziehung zur Sexualität ist nicht bloss ein Problem einer Kirche. Sie ist ein allgemeines, gesellschaftliches Phänomen. Was zuerst lange Zeit unterdrückt und tabuisiert wurde, wird heute auf der einen Seite (vielfach auch öffentlich) wild ausgelebt und zugleich auf der anderen Seite dämonisiert. Beides ist falsch. Unsere Gesellschaft ist schizophren. Missstände hat es leider schon immer gegeben – ausserhalb der Kirchen noch viel mehr als innerhalb. Besonders schwer wiegt die Schuld derer, die sich sexuell oder auch anderswie an wehrlosen Kindern vergreifen. Jedenfalls ist es gut, dass man heute wenigstens öffentlich darüber sprechen kann. Dieser Nachholbedarf entlädt sich jetzt in einem Mediengewitter. Aber nicht nur katholische Kirche sondern die ganze Gesellschaft hat ein Problem mit der Sexualität!
Warum sich die Kirchen mit der Sexualität schwer tun und es schon immer taten, kann ich nicht wirklich verstehen, denn ohne Sexualität würde die Menschheit aussterben und damit auch jede Kirche auf dieser Erde. Also kann von einer grundsätzlichen Sexualitätsfeindlichkeit der Kirche eigentlich gar nicht die Rede sein. Es ist vielmehr die Frage des Kontextes, in welchem die Sexualität stattfindet.
Auch die katholische Kirche bedarf dringend wieder mal einer Erneuerung beziehungsweise einer Rückbesinnung auf das Wesentliche der christlichen Heilslehre. Wie Seelenleerer richtig sagt, sollte der auferstandene Christus wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.
Thinkabout @ seelenleerer · 23. März 2010, 12:33 · #
Keine Sorge – ich verstehe das Evangelium auch so. Und die väterlich verzeihende und sich immer wieder erneuernde Liebe empfinde ich auch so. Aber mich beschleicht – durchaus bei mir selbst – stets ein ungutes Gefühl, wenn ich beginne, diese Vergebung als
Wohlfühlgarantie zu verstehen: Jesus hat nicht nur die Gottesliebe absolut formuliert – er verbindet auch Vorstellungen damit, welche Anforderungen wir auf diesem Hintergrund für uns selbst und die Welt anpacken könn(t)en. Und darin ist mir durchaus auch mal mit Mahnung geholfen, und mit einem Gewitterregen, den Er nicht verhindert, und der sehr wohl seinen Sinn für mich macht.
Einfach nur so wollte ich es verstanden wissen. Und natürlich gilt auch: Ich brauche dafür keine Kirche. Auch sie dürfte wohl mehr als nur Vergebung notwendig haben, lässt sie sich von Gott tatsächlich prüfen und ihn durch ihre Tempel gehen…
Aber ich will nicht in seinem Namen über andere urteilen. Ich bin glücklich, wenn er sein eigenes Urteil für mich unter dem Schirm seiner Liebe fällt.
Das ist Segen. Für alle Menschen.
Thinkabout @ LD · 23. März 2010, 13:03 · #
Missstände hat es leider schon immer gegeben – ausserhalb der Kirchen noch viel mehr als innerhalb.
Sehr richtig. Und genau diese Reflexion kommt in der ganzen medialen Aufarbeitung noch viel zu wenig zu Wort. Ein wenig kommt es mir so vor, als würde das Schauerliche hinter Kloster- und Kirchenmauern dazu einladen, das ganze Unbehagen über den Zustand der Gesellschaft am liebsten gleich über dieselben Mauern zu werfen…