Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Die Unruhe der Gedanken

∞  21 Februar 2008, 21:49

zum SMS vom 21. Februar passt das, was ich eben lese, wie der Deckel auf den Topf, und so ist es auch für Sravana nach ihrem Kommentar hier mit notiert:


Ein Geist, der zu sehr dem Denken verhaftet ist, kann mit unruhigem Wasser verglichen werden, in dem aller Schmutz und Schlamm vom Grund aufgewühlt wurde. Erlaubt man dem Wasser, sich zu beruhigen und still zu werden, setzt sich der Schlamm auf dem Grund ab, und das Wasser wird klar und sauber.

  1. rischtani · 22. Februar 2008, 07:47 · #

    hmmm … auch ich gehöre zu den unruhigen Geistern, die oft zu sehr dem Denken verhaftet sind, auch mir vernebelt sich so der Blick so manches Mal vor Schmutz und Schlamm, den ich damit in mir aufwirble … und denkend bleibe ich so bei “setzt sich der Schlamm auf dem Grund ab” hängen und verspüre eine mir unwohle Schwere, denn ich möchte eigentlich nicht, dass sich Schmutz und Schlamm auf meinem Grund absetzen und dann dort bleiben und träge in mir tragen … meinen Weg sehe ich als – im Denken und im Austausch sein mit mir und Anderen – dies im Austausch sein und dem, was mir so Neues begegnet, sehe ich als frischen klaren Quell, mit dem ich mein aufgewühltes Wasser spülen und reinigen kann, so kann frisches klares Wasser hinzu kommen, kann ich Schmutz und Schlamm klären, und wenn ich den Schmutz und Schlamm für mein Sein dann nicht mehr brauche, kann ich ihn über die Ufer auf die Auen schwappen lassen, sich dort setzen und gar zu fruchtbarem Boden werden lassen

  2. rischtani · 22. Februar 2008, 08:02 · #

    PS: erst dann, wenn Schutz und Schlamm auf den Auen zu fruchtbarem Boden gedeihen, kann mein unruhiges Gewässer, kann ich, zur Ruhe kommen – ruhig sein und ruhig bleiben – wenn dann wieder einmal ein Sturm aufzieht, ein Tosen und Brausen mich schüttelt, ist der Blick nicht mehr ganz so vernebelt, ist mein Blick klarer und auch mein Zutrauen, dass ich nach stürmischem Tosen und Brausen durch geklärtes Wasser blicken kann, auf den strahlend blauen Himmel, ohne zu warten, bis sich Schmutz und Schlamm gesetzt haben


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