Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Notiz: Eine herrlich altmodische Bloggerin getroffen

∞  9 November 2011, 17:52

Heute war ein guter Tag. Ich habe wieder mal so was wie das Spiegelbild meiner eigenen persönlichen Bloggerseele getroffen. Die Frau hat’s drauf, wie ich finde, und zwar in beiden Varianten: Top seriös und als ulkige Konspiratorin, die man in ihrem Freiheits- und Gerechtigkeitseifer besser ernst nehmen sollte, sonst bekommt man es mit Mr. Doorman zu tun, und der kennt dann kein Pardon. Selbst wenn er Frau Zappadong mal die Kappe wäscht, was ebenfalls höchst vergnüglich zu lesen ist. Kurz: Einfach erfrischend, auch noch nach vielen Jahren.

Wir unterhalten uns also über das Bloggen, über die lahme Szene, die ihren Drive verloren hat und die laute schnelle Welt der Social Media, in denen heute die Post abgeht. Wir schauen uns an und stellen fest: Wo auch immer die Welt welches Picnic veranstaltet – wir bleiben lustvoll auf der Bloggerwiese sitzen. Das hier gefällt uns, wir sind des Schreibens in keiner Weise überdrüssig geworden – und machen die Ruhe zum Programm. Auch als Leser.

Und so habe ich meine Startseite wieder mal entschlackt. Dem Leser zuliebe. Er soll es hier, tatsächlich, schön ruhig haben.


  1. Jutta Wilke · 10. November 2011, 08:33 · #

    Das Spiegelbild deiner Bloggerseele ist das Spiegelbild meiner Schreiberseele und ich liebe diese Frau :-)
    So spiegeln wir uns also alle irgendwie gemeinsam und ich wäre so so so gerne bei eurem Treffen dabei gewesen.
    Wir holen das nach. Ich freu mich drauf.

    Ganz liebe Grüße in die Schweiz.
    Jutta

  2. Alice · 10. November 2011, 22:12 · #

    Au ja. Drei Seelen zu dritt in einem Park auf einer Bank.

    @Thinkabout: Weisst du, wie wir über das F*** y** gesprochen haben. Heute hat’s mich reingezogen. Ich fand das FY einfach nicht, im Gegenteil. Ein ganzer Tag an den Zorn und Ärger verloren. Was für eine Verschwendung. Nein. Halt. Ich habe gebloggt :-))) Alleine und mit Mr Doorman. Weil die Bloggerwiese nicht nur die schönste aller Web-Wiesen ist, sondern auch die, auf der man die Seele leeren und mit Neuem füllen kann.

    Wenn man dann noch Leute findet wie euch, dann ist es einfach perfekt … und ich habe, kurz vor Mitternacht, doch noch ein versöhnliches Ende für den Tag gefunden. Danke, ihr zwei.

  3. Thinkabout @Alice · 10. November 2011, 23:52 · #

    FY durch F*Off ersetzen und dem Ganzen den Gullideckel aufsetzen. Die Körnchenpicker-Taktik anwenden und die fetten Maiskörner rauspicken. Genüsslich darauf rumkauen, einen Stein weg kicken und dann verblüfft merken, dass einem ja gerade die Sonne auf den Pelz scheint. Sich hinsetzen, das Fell in die Sonne strecken und sich selbst genügen.
    Herrn Doorman die Drecksarbeit machen lassen – und ihm dafür weiter Raum zum Bloggen schenken. Der Kerl tut uns allen gut. Und Dir auch.

  4. Relax-Senf · 11. November 2011, 17:54 · #

    @Thinkabout: Wie immer gut beobachtet und gut in Text umgesetzt. Gekonnt, wie gewohnt von Dir. Bin diesen Figuren auch schon im Netz begegnet und dabei meine eigenen Beobachtungen angestellt. Deswegen diese Zappadong, hat nichts zum Jammern. Im Gegenteil. Mit Mr. Doorman hat sie geradezu – für weibliche Bedürfnisse – eine Wunderwaffe zur Hand. Brav und anständig bleibt er im Hintergrund und liest doch der Meisterin ständig die Wünsche von den Augen ab.

    Gut, wie Mr. Doorman mal mir gegenüber durchblicken liess – Royal mässig, steif, korrekt diskret – sei seine Arbeit auch nicht immer leicht. Wenn es in den Augen der Chefin blitzt und funkelt, wisse er auch nicht immer, was er jetzt tun solle, um es Recht zu machen. Und als Mann mit Lebenserfahrung versteht man sofort, was da Mr. Doorman korrekt und sachlich von sich gibt. Es kann eine verdammt schwierige und unangenehme Situation sein, wenn es in Frauenaugen blitzt und donnert. Der männliche Entscheidungsmechanismus ist dann unentwegt am Suchen nach der Problemlösung, wobei mit jedem neuen Blitz eine neue Bewertung notwendig wird. Verbunden mit der quälenden Frage: Was mache ich um es richtig zu machen?

    Aber zurück zum Juwel Mr. Doormann. Mag mich erinnern, dass er Zappadong schon vor der russischen Mafia geschützt und Tipps fürs Geldeintreiben in Italien erteilt hat. Unentwegt das Haus bewacht, da sie selten zuhause ist. Dies ist seine eine Rolle als Zappadong Bodyguard. In seiner Aufgabe als Butler, wäscht er ihr tatsächlich auch den Kopf gelegentlich, wenn es sein muss.

    Die Entlohnung sei branchenüblich, aber er bekomme Bonus, erzählte mir Mr. Doorman auf Nachfragen strahlend. Bonus? Ja, antwortete er stolz. Keine Misshandlungen sondern da und dort sogar Streicheleinheiten. Und wenn Zappi besonders gut drauf ist, liest sie dem Doorman sogar Passagen aus unveröffentlichten Manuskripten vor. Was den Doorman dann total Happy macht. Da hole ich mir die Kraft für die Tage, wo ihre Augen blitzen und ich nicht weiss was sie will.

    Ups, hoffentlich gibt es jetzt keine Probleme für Doorman, wenn die Meisterin diese Ausführungen sehen sollte. Aber eigentlich hat er ja nur eine laute Lobeshymne für Zappi gesungen. Denke es passt mit den Zweien.

  5. Thinkabout @Relax-Senf · 11. November 2011, 23:30 · #

    Das Haus bewacht? Ich kann mich erinnern, dass Mr. Doorman sogar im Boden verschluckt ausharrte. Überhaupt: Eine so richtig stinknormale Höhle bewohnen die beiden eigentlich nie…
    Dabei kann es Herrn Doormans Energiequelle auch gaanz gemütlich angehen lassen und z.B. an Orten wie diesem richtig abhängen:

    lookabout.ch

  6. Alice · 15. November 2011, 07:25 · #

    Mr Doorman hat sich vor Gerührtheit glatt am Kaffee verschluckt beim Lesen der Kommentare. Er lässt herzlich grüssen. Und nachfragen, wo Frau Zappadong bleibt. Sie sei auf irgendeinen schiefen Bahntripp geraten und jetzt habe er Angst, sie sei irgendwo in Kroatien an irgendeinem Bahnhof aus Versehen ausgestiegen und finde den Heimweg nicht. Oder – noch viel schlimmer – man lasse sie nicht mehr aussteigen und sie müsse jetzt ein Leben lang in zugigen Zügen ausharren (was noch viel schlimmer sei, als im Hotel California nicht mehr rauszukommen).


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