Erfolg macht's schwer
Themen: SMS zum Tag undProsa[isch]
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...
Erfolg ist ein heimtückischer Freund.
Er umschmeichelt uns so lange, bis wir glauben, keinen anderen mehr zu brauchen.
Dann haben wir auch uns selbst verloren.
Nichts macht es schwieriger, Bodenhaftung zu bewahren, als übermässiger Erfolg. Das Mass, das zuviel ist, mag individuell differieren. Sicher aber ist, dass Erfolg blenden kann. Uns selbst und unser Umfeld. Er schafft Gräben. Und über die Stege mit den roten Teppichen schreiten die falschen Freunde…
Erfolg wird von den Erfolgreichen mühelos begründet. Talent, vor allem aber harte Arbeit.
Meist wird verscheucht, was im Hinterkopf irgendwo mitschwingt: Warum genau “es” jetzt so gut aufgeht? Nicht zu erklären. Nicht wirklich. Es ist immer auch eine Gunst. Nur in diesem Wissen kann die Art Bescheidenheit gelebt werden, die auch glaubhaft bleibt.
Wir SIND nie unser Erfolg oder Misserfolg. Wir haben ihn oder nicht. Andere arbeiten auch hart. Haben Talent. Nur ein anderes Timing. Daher ist es wohl wirklicher Erfolg, wenn wir auf kein Timing mehr angewiesen sind. Wenn unsere Arbeit für sich seinen Wert bei uns hat, unabhängig vom Applaus anderer.
Erfolg ist also immer auch Bewertung. Nicht das einzige Kriterium. Und nicht das Wichtigste.
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Tina · 17. August 2007, 06:11 · #
Vielleicht so:
Solange man auf der Erfolgswelle schwimmt, ihn in vollen Zügen genießen.
Wohlwissend, daß es mit Sicherheit auch wieder Flauten gibt, die es dann ohne zu klagen und frustriert zu sein auszuhalten gilt.
Ich finde das Genießen können auch sehr wichtig. Freude pur, ohne Furcht vor der möglichen nächsten Niederlage. Sooo lange hält der Erfolg ja meistens gar nicht an, daß Zeit genug wäre um abzuheben…zumindest bei mir nicht ;-)
Janna · 17. August 2007, 12:05 · #
...komisch – mein Beitrag steht nun schon da, obwohl ich die captcha-Abfrage noch gar nicht getippt hatte…!!??? Janna
Janna · 17. August 2007, 13:01 · #
...nun isser wieder weg – hm. Komisch heute…
also nochmal:
Tina hat recht.
Und wenn man lernt, dass auch kleinste Erfolge Gültigkeit haben, ist man selten frustriert! (ein Stückchen Schoki weniger….Internet ausmachen und spazierengehen..und sowas…)
.....:-) Janna
Seelenleerer · 19. August 2007, 03:31 · #
Wenn man lernt Misserfolg genau so zu lieben,
wie Erfolg, ist man NIE frustriert ;-)
Janna · 19. August 2007, 19:00 · #
...wie kann man lernen, Miss-erfolge zu lieben? Indem man etwas daraus lernt….klingt irgendwie zu billig….da bleibt die Furcht – ...:-) Janna
Seelenleerer · 19. August 2007, 19:30 · #
genau, deine eigenen worte weisen dir schon den weg, etwas daraus zu lernen, macht den misserfolg wertvoll.
meist entsteht misserfolg aus einer inneren erwartung heraus und die daraus entstehende ent-täuschung beweist eigentlich nur, dass ich mich davor selber getäuscht habe und nicht dass ich wertlos bin, wie oft gedacht wird, nur weil es weh tut.
stell dir vor, wie dankbar ich danach bin, diese täuschung endlich durch das zu ersetzen, wonach ich mich in wirklichkeit sehne? endlich nicht mehr geblendet zu sein, um thinabouts worte auf zu nehmen.
bleibt noch die furcht, die sich bei einem offenen herzen schwer tut, macht über uns zu erlangen und schon hätten wir 2 fliegen mit einer klappe geschlagen.