Fremdbestimmt und fremdbestimmend...
Anhaftung
->
Gewöhnung
->
Selbstsucht
->
Fürsorge
->
Gewalt
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...
Aber manchmal erschliesst sich auch einem irdischen Menschen wie mir ein Stück einer sonst oft unerreichbar scheinenden Weisheit.
Und immer gilt:
Wir erfahren ja alle tagtäglich das Gleiche.
WerkRaumLebensArt · 19. Dezember 2007, 19:28 · #
oh schweres erkennen beim Blick in diesen Spiegel
mich selbst fragend, mich selbst sehend – bei allem täglichen, doch nicht alltäglichem Bemühen achtsam zu sein – mit mir und meinen Wegbegleitern
wo hänge ich fest im anhaften
wo bin ich so sehr an etwas gewöhnt, dass mir allein der Gedanke an Veränderung unbehagen verursacht
wo verstecke ich meine Selbstsucht hinter einer vermeintlichen Fürsorge – Anhaftung, um meine Gewöhnung nicht aufgeben zu müssen, nicht loslassen zu müssen
und tiefes schweres Atmen und schluck
wo verursache ich aus eben dem, subtiele Gewalt
am Anderen, vielleicht gar an dem den ich Liebe, aus
diese Töne meines Cellos, die Schwingen der daraus erwachsenden Flügel sind bleiern
doch der Spiegel und mein Blick hinein dient dem Erkennen, dem Versuch hinzuschauen und eines Tages vielleicht zu sehen
Achtsam zu sein
WerkRaumLebensArt · 20. Dezember 2007, 07:13 · #
ja achtsam sein
und dann passiert es mir oft so
ich beginne zu lesen, meine Gedanken beginnen Töne zu entwickeln, ich schreibe
doch das da am Schluss das Eigentliche steht
“Und immer gilt:
Wir erfahren ja alle tagtäglich das Gleiche.”
ist mir im ersten Moment untergegangen, erst beim wieder lesen, später – dann stubbst mich ein kleiner Teil meines Selbst wie neben mir vor dem Spiegel stehend an und lächelt mir zu
“Wir erfahren ja alle tagtäglich das Gleiche.”