Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Fremdbestimmt und fremdbestimmend...

∞  19 Dezember 2007, 18:38


Anhaftung
->
Gewöhnung
->
Selbstsucht
->
Fürsorge
->
Gewalt


Gedankenstützen, nach einem Text aus den Reden Buddhas, den mir meine Frau vorgelesen hat.
Nein, ich möchte sie im Moment nicht ausführen.

Aber manchmal erschliesst sich auch einem irdischen Menschen wie mir ein Stück einer sonst oft unerreichbar scheinenden Weisheit.
Und immer gilt:
Wir erfahren ja alle tagtäglich das Gleiche.


  1. WerkRaumLebensArt · 19. Dezember 2007, 19:28 · #

    oh schweres erkennen beim Blick in diesen Spiegel
    mich selbst fragend, mich selbst sehend – bei allem täglichen, doch nicht alltäglichem Bemühen achtsam zu sein – mit mir und meinen Wegbegleitern
    wo hänge ich fest im anhaften
    wo bin ich so sehr an etwas gewöhnt, dass mir allein der Gedanke an Veränderung unbehagen verursacht
    wo verstecke ich meine Selbstsucht hinter einer vermeintlichen Fürsorge – Anhaftung, um meine Gewöhnung nicht aufgeben zu müssen, nicht loslassen zu müssen
    und tiefes schweres Atmen und schluck
    wo verursache ich aus eben dem, subtiele Gewalt
    am Anderen, vielleicht gar an dem den ich Liebe, aus
    diese Töne meines Cellos, die Schwingen der daraus erwachsenden Flügel sind bleiern
    doch der Spiegel und mein Blick hinein dient dem Erkennen, dem Versuch hinzuschauen und eines Tages vielleicht zu sehen
    Achtsam zu sein

  2. WerkRaumLebensArt · 20. Dezember 2007, 07:13 · #

    ja achtsam sein
    und dann passiert es mir oft so
    ich beginne zu lesen, meine Gedanken beginnen Töne zu entwickeln, ich schreibe
    doch das da am Schluss das Eigentliche steht
    “Und immer gilt:
    Wir erfahren ja alle tagtäglich das Gleiche.”
    ist mir im ersten Moment untergegangen, erst beim wieder lesen, später – dann stubbst mich ein kleiner Teil meines Selbst wie neben mir vor dem Spiegel stehend an und lächelt mir zu
    “Wir erfahren ja alle tagtäglich das Gleiche.”


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