Glaubensbrüder oder Totengräber der kath. Kirche?
Die Seilschaften in der Kirche, und wie sie die Gemeinde damit erwürgen.
Die Diskussion um den zum Kirchengutsverwalter und Aktuar gewählten bekennenden Pädophilen wurde bis hierher in diesem Blog vor allem zum Thema Pädophilie geführt.
Ich kann und will mich nicht anderen Themen zuwenden, ohne nochmals zu betonen, dass das, was mir an der ganzen Geschichte die Galle am höchsten treibt, das Verhalten der katholischen Kirche ist.
Der katholische Kirchenratspräsident beruft wissentlich einen Pädophilen in den Kirchenrat. Natürlich wird die Kirchgemeinde / Bevölkerung über den Hintergrund des neuen Aktuars und Webseitenbetreuers nicht ins Bild gesetzt.
Eine Bevölkerung, die sich damit auseinander setzen muss, dass die gleiche Kirche schwule und lesbische Gläubige genau so wie Geschiedene stigmatisiert, Sex vor der Ehe ablehnt und Verhütung.
Einen 43-jähriger MANN, der eine sexuelle Beziehung mit einem 15-jährigen JUNGEN eingeht, sieht man aber zum Kirchenamt berufen. Welche Glaubensbrüderschaften werden wohl da gepflegt? Die Kirche schafft es wieder einmal, sich in den Fetttopf zu setzen, den sie wohl ständig auch tatsächlich neu füllt.
Da passt die Reaktion des Kirchenratspräsidenten auf den enthüllenden Bericht zur besagten sexuellen Beziehung wunderbar ins Bild:
Der neu Gewählte hätte ja den Bericht von seiner Website genommen. Für ihn hat sich sein Kollege nach wie vor “nie etwas zuschulden kommen lassen”.
Ja, ich bin sicher, er hat an jedem Kirchensonntag eine gute Figur gemacht.
Immerhin ist man sich in der Kirchgemeinde nicht ganz einig, und der eigentliche Hirte, der Pfarrer selbst, sieht sehr wohl Handlungsbedarf. Offensichtlich ist doch noch einer nah genug am Leben dran. Und auch immerhin:
Zu lesen ist solches sogar auf kath.ch
Update vom 15. August, 18h37
Der bekennende Pädophile ist als Kirchenrat zurückgetreten.
Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet und eine Hausdurchsuchung durchgeführt, wobei Computer beschlagnahmt wurden. Nach ersten Verlautbarungen der Polizei wie des Mannes selbst ist davon auszugehen, dass strafrechtlich relevantes Material sichergestellt worden ist.
Zitat Herr J.:
«... wie ein Vater ein schlechter Vater ist, wenn er keine pädophilen Gefühle hat”.
Dass er nachschiebt: “So, wie ich pädophile Gefühle verstehe”, nimmt angesichts des ganzen Verlaufs nichts mehr vom Gusto der reinen Provokation. Womit seine ursprünglich treuherzig verkündete Absicht der Thematisierung ohne Eskalation ganz sicher von ihm selbst zuallererst eben nicht das Wort geredet wurde.
Link: tagesschau.sf.tv
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Titus · 11. August 2008, 22:02 · #
Oha, demnach ist es gemäss Blick resp. TAZ schon im 1985 weiter gegangen als nur “empfinden” und das mit einem angeblich 15-Jährigen. Ich bin mir nicht sicher, ob da ein gesundes Selbstvertrauen des Jungen geholfen hätte (in sexuellen Belangen sind doch alle unsicher, vor allem wenn es noch um Homosexualität geht). Da kann man nur hoffen, dass sich Kinder auch über ihre sexuellen Neigungen gegenüber den Eltern offenbaren können.
Doch eigentlich wollte ich sagen, dass mir nun auch die Galle langsam hochsteigt und zwar wegen dem Kirchenratspräsident. Er soll von diesem Vorfall gewusst haben. Er sollte auch wissen, dass Sex mit Minderjährigen eine Straftat ist. Und er wird auch gewusst haben, dass sein Ratskollege nie angezeigt wurde.
Nun hat dieser Kirchenratspräsident doch tatsächlich die Courage, dies vor den Wählern zu verschweigen !!! Hat noch niemand den Mann zum Rücktritt aufgefordert? “Jeder Mensch macht einmal ein Fehler”. Ein Fehler? Sowas nennt er nur “einen Fehler”? Ob er auch so denkt, wenn es sein eigenes Kind gewesen wäre?
Marianne · 12. August 2008, 09:19 · #
Und ich dachte immer, beim katholischen Glauben sei Sex nur für die Fortpflanzung erlaubt. Wieder einmal weiss bei diesem Verein die linke Hand nicht, was die rechte Hand tut. Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel und sollte nun wirklich schleunigst in Ordnung gebracht werden – falls dies noch möglich ist.
Menachem · 12. August 2008, 17:13 · #
Wir alle wissen, daß auch die Krichenvertreter nur Menschen sind. Wieso wird an sie der fehlerfreie makellose und perfektionstische Anspruch gestellt? Es zwingt sich mir der Gedanke des “geführt” wollen auf. Ich will nicht alle Wertvorstellungen der Kirche, oder der Psychologen, Politiker.. übernehmen. Ich will mein eigenes Wertemodell für mich alleine aus all diesen vorhandenen erschaffen, und ich glaube, das ich das auch kann. Um an Gott zu glauben, bedarf es keiner Kirche, aber sie ist eine gute Einrichtung, mit positiv und negativ, sage ich mal als Agnostiker.
Das Thema ist so aufwühlend, weil es so vieles betrifft.
Würde ein Pädophiler oder Alki meiner Tochter was anttun, zuerst würde ich ihn umbringen – anschließend vielleicht mich – weil, und da hast du absolut Recht, thinkabout, zuerst das Kind “Lebenslang” bekommt, und mit ihm die Eltern, die sich, bis der Deckel sich schließt, in den Vorwürfen keine Antwort finden werden, ob sie alles für ihr Schutzbefohlens getan haben. Sieh deinen Kindern ein Leben lang zu, wie es mit diesen Traumatas nicht zum Frieden findet.
Dennoch liegt auch darin, wie gehen wir Menschen miteinander um und versuchen zu verstehen und Lösungen zu finden. Jeder hat seine Sicht, das ist in jedem Thema so, aber was gestehen wir anderen zu? Grundsätzlich: Wer hat das Recht das Recht zu haben?
Ich bin genau so ratlos, wie die meisten hier, doch:
Hat nich auch ein Pädohiler das Recht sich zu äußern, sich bis in sein Gemüt mitzuteilen. Wie gehen wir “normale” damit um? Adäquat, im verstehen? wo ist der Weg für diese tiefen Verständnisdifferenzen?
Verzeih für die Länge, ich hätte es auch gerne auf meiner Seite geschrieben, aber hier ist das Thema in der Diskussion.
Thinkabout · 12. August 2008, 19:40 · #
Ja, Menachem,
dieses Verständnis, das Du bestimmt nicht nur beschreibst, sondern auch zu leben versuchst, haben alle Menschen verdient.
Wären Kirchenvertreter tatsächlich doch nur Menschen – es wäre vieles in besserer Ordnung. Das zweierlei Mass ist doch das eigentliche Problem. Autorität ist in vielen Gruppen notwendig. Schule und Armee z.B. – es geht nicht ohne eine gewisse Disziplin. Nur wird da nicht auch noch die Moral bemüht und die Sünde verteilt und zugewiesen. Und zwar selektiv, wie es den Anschein macht. Und selbst im Militär ist das Problem, seine theoretische Autorität auch mit Persönlichkeit ausfüllen zu müssen, oft besser abgefedert als in der Kirche (weil es dort im Anspruch, Gott zu vertreten, fast kein persönliches Fehlen vor jedermann geben kann…).
Wenn die Kirche sich in der Demut, die sie von den Gläubigen fordert, doch an die Spitze stellen würde, statt dem Hochmut zu verfallen, als besässe man das höhere Wissen.
Ja, auch Pädophile sollen sich äussern können. Nur so kriegen wir Heterosexuellen, wir Lesben und Schwulen, Masochisten und Sadisten, Asexuellen und Sexsüchtigen, wir anders Gearteten ein Gefühl – und auch ein Verständnis für das, was in Kopf und Bauch tatsächlich vorgeht. Und wenn ich das so provokativ in Wir-Form gepackt habe, dann deshalb, weil ich damit sagen will, dass wir alle ein Anrecht darauf haben, mit unseren eigenen sexuellen Präferenzen als Menschen wahr genommen zu werden – mit uneingeschränkten Rechten. Aber es ist wie überall mit der Freiheit: Sie hört bei der Unfreiheit des Nachbars auf. Ist diese Grenze vom Gesetz geschützt und kann dieses auch greifen, so vermag jeder erwachsene Mensch sich zu wehren und hat gute Chancen, seine eigene Privatsphäre zu schützen – und die des anderen nicht über Gebühr zur Kenntnis nehmen zu müssen.
Dabei von Zeit zu Zeit a bisserl gestupft zu werden, damit man ein bisschen ins Nachdenken kommt oder ahnt, dass es “auch noch ganz anderes gibt”, ist dabei sicher ganz in Ordnung.
Hier aber geht es um Kinder, wie schon gesagt, für deren eigene Freiheit die Freiheit Erwachsener enge Grenzen haben muss. Sehr enge. Vor allem auch dann, wenn man im Gespräch oder aus den Ausführungen heraus spürt, dass Selbstgefälligkeit und derRausch des Berufenen, der einem eigenen unterdrückten “Stand” mehr Recht erkämpfen will, an einen heran getragen wird.
Die Sexualität dieser Art – Pädophilie – vermag sich gar nicht sozialverträglich auszuleben. Darum wäre gerade hier vielleicht die Kirche gefragt:
Wie leben mit etwas, das sich kaum ausdrücken darf, aber so stark gefühlt wird. Wie darin nicht verrückt werden und im Reinen bleiben mit sich selbst? Oh ja, man könnte Pädophilie sehr wohl zum Thema machen. Aber nicht so, dass man den Menschen vorgaukelt, es gäbe eine kontrollierte Lebbarkeit dieser Neigung, sondern in der Empathie vor dem Schicksal, mit einem solchen Begehren sehr allein zu sein – und bleiben zu müssen.
Das wäre wohl der Anfang, aus dem vielleicht was werden könnte. DAS wäre ein kirchlicher Auftrag, und dann, liebe Mitchristen, könnten wir uns allen anderen genau so zuwenden, und überall mal den Drohfinger vergessen, Regeln als Lebenshilfen verstehen, aber nie als Urteilsschwerter, und wir könnten mit der Toleranz das verbinden, was eigentlich jede Ausdrucksform der Liebe ausmachen sollte:
Ist das, wie Du lebst, gut für Dich und Deine Nächsten? Sind sie frei darin, mit Dir das Geheimnis echter Freundschaft und Liebe zu erleben, ohne von Dir abhängig zu sein oder zu werden?
Die Kirche sollte nicht nur den Menschen helfen, solche unabhängigen, frei denkenden und Gott zugewandte Persönlichkeiten zu werden, sondern auch dazu beitragen, dass gar keine Abhängigkeiten entstehen. Auch nicht die, welche im kirchlichen Impuls, die Wahrheit aller Gläubigen zu vertreten, autoritär schlummern.
Menachem · 12. August 2008, 20:53 · #
Danke, thinkabout. Könnte die Einheit unserer Gedanken sich doch nur mit denen der Anderen verschmelzen. Ich werde daran arbeiten – versprochen.
Strandsteine · 14. August 2008, 18:47 · #
Lieber Thinkabout,
Du hast zu dem Thema sehr gute Gedanken geschrieben.
Die Artikel/Links habe ich ausführlich studiert.
Am meinsten schockt es mich,das in dem Blog…
alle möglichen Ratschläge und Sprichwörter aufgeführt werden.
Aber nicht eine Rubrik dazu geschaffen wurde.:
“wie können wir die Kinder vor unserer Neigung schützen.”
....wohin kann ich mich als Pädophilie wenden,
wenn ich an mir bemerke, es besteht die Gefahr,
ich könnte meinen Gefühlen nachgeben und mich einem hilflosen und wehrlosen Kind meinen Willen aufzwingen. ********************* *********************************
über die Möglichkeit,,
wie es verhindert werden kann, das Kinder weiterhin Opfer werden,
wird der Mantel des Schweigens von seitens der Kirche und des Blogsbetreibers ausgebreitet.
Es macht mich unendlich traurig,
das es von der Seite nur um das Schönreden geht,
und nicht ein Gedanke an das Leid verwandt wird,
welches durch einen Übergriff entsteht.
meine Worte sollen mein tiefe Mitgefühl mit den schutzlosen Opfern wiederspiegeln.
die nach Worten ringenden Steine
Thinkabout · 14. August 2008, 20:02 · #
Liebe Strandsteine
Du begleitest mich schon so lange in meinem Blogschreiben – und immer wieder berührst Du mich mit Deinem Mitgefühl.
Deine Worte hier sind so voller Achtsamkeit und Trost für Opfer, die sich ernst genommen fühlen möchten, dass ich Deine Worte an verschiedene Menschen verschickt habe.
Und weiter verschicke ich sie Bekannten, um ihnen zu zeigen, was dieses Blog für mich bedeutet und mir schon alles gegeben hat.
Mit Deinen einfachen Fragen, was denn auf der besagten Seite so alles fehlt, bringst Du ohne jeden Pathos, den ich schon mal gerne in meine Sätze lege, schlicht und einfach zum Ausdruck, was zentral bleibt jenseits aller Selbstdarstellungen.
Ich danke Dir für dieses Beispiel an Mitgefühl, Danke für Dein Begleiten.
Titus · 15. August 2008, 14:11 · #
Soeben gelesen auf SF Online:
1) Der fragliche Pädophile ist als Kirchenrat zurückgetreten, es fand eine Hausdurchsuchung bei ihm statt und es wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
2) Der Kinderschänder Christopher Neil wurde in Thailand zu drei Jahren Haft verurteilt. “Okay” war alles, was er nach dem Urteil gesagt haben soll.
SeelenLeerer · 20. August 2008, 05:13 · #
Totengräber hoffe ich,
um Deine Titelfrage zuerst zu beantworten.
Was Dir die Galle hochtreibt, ist nüchtern betrachtet schlicht ein Energieausgleich.
Versuch mal persönlich etwas an Dir zu unterdrücken
und beobachte, wie vehemnt es sich zurück meldet.
Nun mutipliziere diese Kraft mit der Anzahl Mitglieder und 2008 Jahren.
Dass “es” sich dann gerade an den Schwächsten austobt steht diametral zu all denen die ihre eigene Wahl nicht selber treffen dürfen und ihre Impulse gefälligst unterdrücken sollen, seien sie nun geschieden, noch nicht verheiratet oder sonstwie unrein.
Ironischerweise sprach schon Jesus über dieses Energiespiel im Gleichnis vom Spiessen im eigenen Auge.
Des weiteren schreibst Du,
die Kirche solle helfen uns zu befreien und nicht abhängig machen.
In letzter Konsequenz würde sie sich damit überflüssig machen,
weil jeder direkten Zugang zu unserer Schöpferin (die weibliche Form sollte keinerlei Präferenz meineseits ausdrücken, sondern eine Art Gleichberechtigung ausdrücken) erhielte.
Meiner Ansicht nach das Minimum
was mir als Kind jemandes zusteht.
Aber überleg mal genau.
Kann das eine Firma wollen?
Bei den Umsatzzahlen darf ich die Kirche sicher getrost mal kurz als Firma darstellen.
Wohl kaum und darin liegt der tiefste Widerspruch verborgen. Ob sie vielleicht darum überall dem Gekreuzigten statt dem Wiederauferstanden huldigen?
Wenn mir schon beim Bildnis mit der Firma sind,
werfen wir doch einen kurzen Blick auf den Chef.
Nein, nicht die Schöpferin (Frauen haben in den oberen Etagen eh nix zu suchen), deren Statthalter auf Erden.
Einer meiner Lieblingsausprüche von ihm betreffen die mangelnde Furcht in der heutigen Zeit.
Furcht????
Wie soll aus Furcht jemals Hinwendung entstehen?
Wieso soll ich vor meiner eigenen Schöpferin fürchten und was wollte mir dann Jesus mit dem verlorenen Sohn erklären?
Wen sich also der Chef vor zuwenig Furcht fürchtet,
kann diese nur ihm dienlich sein,
aber nicht der Sache.
Daher diese eigentümliche Gefühlslosigkeit
oder mangelnde Sensibilität.
We are on an mission from god.
Thinkabout · 21. August 2008, 00:50 · #
@Seelenleerer: Furcht statt Hinwendung – oh ja, die Kirche steht mehr zwischen meiner Hingabe zu Gott statt hilfreich daneben. Sie beschränkt sich nicht, dank ihrer Gemäuer dem Klang meines Lobs mehr Raum und Hall und Tiefe zu geben – sie will nicht einfach Rat erteilen, sondern sich unersetzlich machen.
Eltern, eine Kirche, die versucht, sich überflüssig zu machen. Ein wirklich schönes Bild, eine Utopie, aber im Grunde der Weg, um selbst denkende und mit Gott sprechende Menschen zu erziehen – die dann die Welt auch wirklich göttlicher machen könnten.
Ich bin schon wieder der Utopist…
SeelenLeerer · 22. August 2008, 05:07 · #
@Thinkabout
Weshalb klingt das Wort Utopist aus Deiner Feder so wehmütig?
Sind nicht Träume und Visionen die stärkeren Triebfedern als Angst und Repression? Zudem meist liebevoller und dadurch tolleranter, somit genau Deine Kragenweite?
Krieger des Lichtes · 23. August 2008, 20:14 · #
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben
Ich schreibe Euch diese Zeilen aus einer grossen Not heraus und mit verwundetem Herzen: Die Diktatur des Relativismus hat Einzug genommen in eine unserer heiligen Hallen im schönen Helvetien und verbreitet Missgunst und Zwietracht wo immer ihr das möglich ist. Allen voran ein wüster Raubritter namens Horatio und sein folgsamer Knappe Pasqualino. Diese zwei haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Glaubensleben der Katholiken zu brandschatzen und zu zerstören, als seien sie von Luzifer persönlich dazu beauftragt worden.
Die Rede ist von dem Forum auf kath.ch. Dieses wird seid geraumer Zeit schon von oben genannten Herrschaften unter Beschlag genommen und mit einer Vehemenz zunichte gemacht, die ich als jene von Besessenen bezeichnen möchte. Immer mehr Christen, die dereinst auf wohltuende Art den Glauben kund zu tun verstanden, wandten und wenden sich von jenem früher blühenden Markplatz des geistigen Austausches ab. Verblieben sind allein ein paar zähe Krieger des Lichtes, eine diplomatische Christin und eben jene Diener des grossen Widersachers, die Ihre Triumphe des Zeitgeistes voller Hohn und Spott und mit infernalischem Gelächter auch in einer der grössten Tageszeitungen des Landes kundtun, in dem viel beachteten Blog des bekennenden Relativisten und „Sektenexperten“ Hugo Stamm.
Liebe Glaubensgeschwister, liebe Krieger und Kriegerinnen des Lichtes! Ich rufe Euch daher auf, wo immer Ihr Euch auch gerade aufhalten möget, aufzubrechen, um in das arg umkämpfte, virtuelle katholische Herz von Mutter Helvetia zu pilgern, gewappnet mit der Kraft Eueres Glaubens, mit wachem Geist und zahlreich wie die Sterne am Himmel, und den Günstlingen des lodernden Relativismus durch Euere Gebete und Euere lautere Nächstenliebe die erleuchtete Stirn zu bieten.
Marianne · 24. August 2008, 11:03 · #
@krieger des Lichtes
ein merkwürdiger Kommentar zur Diskussion über einen Pädophilen in Diensten der katholischen Kirche.
Da stellt sich nur die Frage: Wort zum Sonntag oder Ironie pur? Ich tippe auf Letzteres.
SeelenLeerer · 25. August 2008, 01:05 · #
Oder der Slogan:
Jetzt erst Recht?
Ja wehrter Krieger des Lichts,
Dein Aufruf klingt grad, als ob Du den Blogeintrag nicht gelesen hast.
Dabei wäre deine Stellungnahme zu dessen Inhalt sicher recht interessant gewesen.
Mit Horatio ist sicher nicht gut Kirschen zu essen,
aber wir treffen hier uns bei Thinkabout,
weil wir gepflegte Diskussionen suchen.
Wozu sollen wir uns also für die Kirche die Köpfe blutig schlagen lassen?
Krieger des Lichtes · 25. August 2008, 23:26 · #
Liebe Marianne, was für einen schönen Namen Du doch hast und ja, die Ironie liebe ich sehr.
Lieber Seelenleerer, ein paar Verse von Petrarca und Du ertrinkst in Deiner Seele.
“Teile mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuche, Grau in Blau zu verwandeln – unter welchem Himmel auch immer.”
Thinkabout
Diese Worte liessen mich hier mein Herz ausschütten und ich bereue es nicht. Euere schöne und kühle Art des Denkens und Schreibens spendete mir den Trost, den ich gerade brauchte.
Danke.
Ich glaube nicht, dass ich am Thema vorbeigeschrieben habe. Wir müssen ja einen Weg finden, aus allen Übeln heraus in ein fruchtbares Miteinander hinein. Nur darum ging, nur darum geht es mir und Euch allen auch. Meine Weise scheint für Euch vielleicht zu einseitig zu sein. Liebe Brüder und Schwestern, sie ist es nicht. Wenn ich die Kirche brauche und Ihr nicht, so bedeutet dies ja nicht, dass Ihr darum nicht unterwegs zu Gott seid und Ihn weniger finden könntet.
Ihr seid mir sehr schnell wertvoll geworden. Ich weiss, ich bin ein bisschen altmodisch und liebe es in Bildern und Gesinnungen zu denken. Ich würde gerne weiter bei Euch verweilen und mich mit Euch austauschen. Wir haben uns viel zu geben.
Die Wahrheit ist ein Licht, das nicht wandert. Wir alle haben nur verschiedene Blickwinkel. Lasst uns teilhaben, an jenem der ist.
Ich grüsse Euch Kriegerinnen und Krieger des Lichtes