Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Göttlicher Genuss

∞  26 Juni 2007, 19:10

Himbeeren – Was sind das für göttliche Früchte! Ich liebe ihre samtene Süsse und den leicht säuerlichen Nachgeschmack auf der Zunge. Ganz offensichtlich wissen auch die Lebensmittelhändler, wie gern ich Himbeeren habe und wollen entsprechend viel Geld von mir dafür haben. Und so widerstehe ich dann eben, weil ich es einfach unglaublich finde, umd die CHF 5.00 für 250g Himbeeren zu berappen.

Aber seit diesem Jahr schwimme ich in Himbeeren. Bei uns hinterm Haus, im nahen Wald, wachsen sie wild und gratis, einfach als Gottesgeschenk. Im Überfluss. Und dazwischen hängt niederes Gestrüpp: Brombeerstauden. Die nächste Delikatesse wird also folgen.

Und das sinnbildlich Schönste daran: Sie sind über ein grosses Gebiet verteilt, ein ehemaligen Waldstück, das vom Lothar-Sturm förmlich niedergemäht wurde. Die Aufforstung macht Fortschritte – und dazu gehört dieser göttliche Wildwuchs. Und so leben wir von der Hand in den Mund in Saus und Braus, laben uns an diesem neuen Werden. Tag für Tag. Es ist einfach ein Wunder.

Wie gross ist ein kleines Glück?







  1. Werner · 26. Juni 2007, 19:51 · #

    ja, Himbeeren sind was wunderbares, ich habe dieses Jahr auchschon kiloweise gepflückt, gegessen, zu Marmelade verarbeitet, eingefroren.
    Die Himbeerhecke in unserem Garten trägt dieses Jahr sehr gut.
    Ich kann also gut nachfühlen, wie gut es dir geht.

  2. Antoine Johannes Kuske · 26. Juni 2007, 20:26 · #

    Wenn wir uns noch vorstellen, welche feine Desserts und Produkte, der geneigte Koch oder die geneigte Köchin aus Himbeeren herstellen kann, dann wärt das himmlische Paradies ein ganzes Jahr lang.

  3. Margit Farwig · 26. Juni 2007, 20:28 · #

    So klein ist das große Glück. Es gibt da noch andere Früchtchen.

    Die Heidelbeere

    Verlockend hängt im Morgentau
    die Heidelbeere elfenblau
    nach Beerensitte, altem Brauch
    verweilt geduldig sie am Strauch
    für Tier und Mensch hat sie geblüht
    erst weiß, dann rosa sich bemüht
    zu werden eine grüne Beere
    nahm zu so nach und nach an Schwere
    der Nebelschleier hellstes Grau
    vermischte sich mit Himmels Blau
    nun so zu leuchten wie die Nacht
    zu schmecken gleich der Himmelsmacht

    © Margit Farwig

  4. Gabi · 28. Juni 2007, 18:12 · #

    Da wünsche einen besonders guten Apetitt!
    Ich selbst reagiere allergisch auf alle Früchte die was “haariges” haben, also auch Erdbeeren, Stachelbeeren Brombeeren … aber ich freue mich, daran zu schnuppern und an ihrem faszinierenden Aussehen!

  5. werner · 31. August 2007, 18:25 · #

    Jede Jahreszeit hat ihre Früchte.
    Waren es im Frühsommer die Beeren, sind es jetzt im beginnenden Herbst wesentlcih größere, aber duschaus auch schmackhafte Früchte, wie zum Beispiel diese, di die Gecke unserer Nachbarn “trägt”.

    Um eine Neuzüchtung handelt es sich bei dieser “Kürbishecke” allerdings nicht. Unsere Kürbispflanzen suchten sich den sonnigsten Platz, wuchsen durch die Hecke empor und legten ihre Früchte obendrauf.


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