Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Grenzen des Opportunismus

∞  4 August 2007, 22:40

Themen: SMS zum Tag und
Zwischen Tagen schwebende Gedanken


Sie haben die Ideen, die Er verbessert.
Sie werden gelobt, er reich.
Und: Sie finden sich im Kreativen,
er verliert sich im Suchen des nächsten Vorteils.



Jeder Opportunismus stösst an Grenzen. Manchmal genügt Adaption nicht. Dann sollte der Reflexion die Kontemplation folgen.
Das Spiel mit Fremdwörtern auflösend:
Man kann sich nicht einfach immer anpassen, im Fahrwasser mitgleiten, und erst dann ausscheren, wenn der Vorteil offensichtlich ist.
Manchmal ist der Denkapparat zu eigenen Schlüssen eingeladen, und daraus sollte dann eine Konsequenz folgen, mit der man auch im Wind stehen kann.

Wer kreativ ist, es wagt, Neues vorzuschlagen, zu schaffen, zu suchen, riskiert Kritik, Ablehnung, Verkennung.
Aber er folgt dem eigenen Drängen, dem Suchen nach Gestaltung, Formgebung und Bestimmung.

Wer ist mehr fremdbestimmt? Derjenige, dessen Ideen gestohlen, entfremdet, verformt und missbraucht werden, oder jener, der nur noch schmarotzend produktiv sein kann?

SMS ZUM TAG per e-mail abonnieren

Newsletter abonnieren




  1. Tina · 5. August 2007, 09:07 · #

    Manchmal bin ich froh für Tipps und Verbesserungsvorschläge, die mir ein anderer uneigennützig unterbreitet, um mich in meinem Tun zu unterstützen. Umgekehrt scheue ich mich auch nicht, anderen Möglichkeiten aufzuzeigen, die sie weiterbringen könnten und denke dabei nicht drüber nach, ob das auch finanziell was bringt.

    Ich bin nicht sonderlich frustriert, wenn meine Ideen nicht umgesetzt werden, mir reicht es, wenn ich das Gefühl habe, meine Meinung zählt, auch wenn sie letztendlich nicht die Lösung ist. Immer wieder neu wagen, neu überlegen, sich inspierieren lassen…immer wieder probieren.

    Jeder so, wie es seiner Mentalität entspricht; ich verurteile auch nicht den Vorteilsuchenden – bedauere ihn mehr, weil sein Tun anstrengender ist und Freundschaften und Vertrauen zerstört.

    Mir hat z. B. ein Freund mal – für ein paar Jahre rückwirkend- die leidige Steuererklärung gemacht und mir gezeigt wie das geht. Den “warmen Regen” haben wir uns geteilt, – die klassische Win-Win-Situation. :-)) Die Freundschaft besteht immernoch und könnte zum Glück nie an der Raffgier scheitern….

  2. Margit Farwig · 5. August 2007, 22:38 · #

    Ich hatte die Idee, als das große Wasser über den Osten gekommen, auch dafür etwas zu tun. Aber was. So, von der Schreibwerkstatt hatten wir noch viel Bücher einer Anthologie übrig. Das wär doch was. Ich rufe bei der Stadt an, ich bekomme die Straßenverkehrsordnung, um auf der Brücke mitten in der Stadt stehen zu dürfen. Packe alles ein, male ein Plakat, stelle alles auf die Brücke, fahre das Auto weg, komme zurück. Über mehrere Wochenenden, hatte auch Hilfe, doch mehrere mussten ihrer Beschäftigung nachgehen. Nun sind wir wieder zu zweit, sie fragt, ob sie zur Zeitung gehen soll, dass wir hier stehen. Geh schon mal hin. Dann steht in der Zeitung, die Frau…nicht Frau Farwig, sondern eben die, die hingegangen war ist die Urheberin des Gedankens. Lobpreisungen. Ich war wie verdattert, ich fahre von Schüttorf nach Rheine, bringe alles auf den Punkt, nachmittags ist die Stimme weg vom vielen Reden und dann das. Sie ist zwar noch zur Zeitung gegangen, dass ich es war, aber die Zeitung nimmt lieber eine Rheinenserin als eine Auswärtige. Da kam nichts mehr. Sie ist mir eine Freundin, habe mühselig runtergeschluckt, aber ich habe es geschafft. Wir sind es heute noch. Und ich bin froh darüber.


Kommentare dieses Blogs abonnieren: RSS-Feed

Textile-Hilfe