Hamburger Scientology im Focus
Hamburgs Scientology-Beauftragte Ursula Caberta fordert ein Verbot von Scientology.
Das ist die Quintessenz des von Ihr veröffentlichten “Schwarzbuch Scientology” zur Sekte:
Danach handelt es sich bei Scientology um keine Religion, sondern um die totalitäre Psychoideologie einer extremistischen Gruppierung, die verfassungs- und menschenfeindlich ist .
Das Ausmass dieser üblen Haltung lässt sich nicht selten am besten am Umgang der Sekte mit Aussteigern und Kritikern ablesen: Ihnen wird praktisch die Menschenwürde abgesprochen.
Menschen werden innerhalb der Organisation von einem normal denkenden Individuum zu einem Rädchen in einem totalitären System gemacht.
Welche Dramen sich hier – ganz sektentypisch – in einzelnen Familien abspielen, lässt sich dem hier zitierten Focus-online-Artikel auch entnehmen:
Das Hamburger Oberverwaltungsgericht gab am Dienstag bekannt, Caberta dürfe sich auch weiterhin zur Flucht einer 14-jährigen Scientology-Aussteigerin aus Berlin in die Obhut des Hamburger Jugendamts äußern. Die Richter wiesen damit einen Eilantrag der Eltern des Mädchens – hochrangiger Scientologen aus Berlin – ab. Caberta sei berechtigt, die Öffentlichkeit durch anonymisierte Mitteilungen an die Presse zu unterrichten. Damit nehme sie eine staatliche Schutz- und Aufklärungsfunktion wahr. Diese umfasse auch das Informieren über Scientology sowie die Umstände eines möglichen Ausstiegs aus der Organisation.

Eine Aufklärung, gefunden bei scienceblogs.com/omnibrain

Caro · 7. August 2007, 20:36 · #
Vor einigen Jahren besuchten wir einen Abend mit Hugo Stamm, Sekten-Beauftragten von … Kirche? Kanton?
Im Anschluss an seinen Vortrag fragte ich Stamm, welche Strukturen die Gesellschaft Aussteigern aus Gruppierungen wie Scientology biete, da Menschen doch offensichtlich in unserer Gesellschaft nicht zurecht kommen, ihre spirituellen, sozialen Bedürfnisse nicht erfüllt sehen und darum in solche Sekten abgleiten.
Stamm wusste kaum eine Antwort.
Ich denke, es ist wichtig, sich zu überlegen, WARUM Menschen in solche Psychosekten geraten. Was wir falsch machen. Und welche Alternativen wir ihnen bieten können. Diese Sekten sind doch nur eine Reaktion auf ein Bedürfnis, es geht zu wie auf dem Markt: die Nachfrage bestimmt das Angebot.
Und damit meine ich eigentlich nicht “uns”, das ist so praktisch abstrakt.
Sondern mich.
Seelenleerer · 8. August 2007, 00:59 · #
Ich denke
also bin ich.
Zu einfach Caro?