Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Klimadiskussion: Es geht um unser Wohlgefühl

∞  14 April 2007, 12:43

Die Klimadiskussion ist in aller Munde. Plötzlich ist die Klimaerwärmung ein Thema. Woran das liegt, dass ein Umweltthema erst totgeschwiegen und dann forciert wird, will ich hier nicht ergründen. Mich interessiert der folgende Aspekt:
Wie in solchen Fällen üblich, wird sogleich darüber diskutiert, ob wir denn überhaupt einen Einfluss haben, noch rechtzeitig etwas tun können, etc.?
Oder wir mokieren uns über alle die Prognosen zum Waldsterben, der Hühnergrippe, etc. und über die Hysterie, die allenthalben darüber ausbricht, um sogleich wieder in sich zusammen zu fallen wie das Speiseeis unter der Sonne, zu dem wir also getrost zurück kehren können…

Entscheidend ist doch an dieser ganzen Diskussion gar nicht, was wir bewirken können. Die Natur wird auf alle Einflüsse reagieren, auch auf uns, und wir werden es zu spüren bekommen. Ob das tragisch sein wird oder nicht, spielt nicht wirklich eine Rolle.
Fest steht für mich:
Wenn ich ganz offensichtlich der Natur nicht Sorge trage, fühle ich mich nicht wohl. Nichtwissen und Gleichgüligkeit sind vielleicht das Ergebnis meiner Trägheit, aber ganz sicher Ausdruck meiner fehlenden Achtsamkeit. Ich habe mich nicht mal als Kind, gerade als Kind, je wohl gefühlt, wenn ich ein Stück Plastik oder auch nur Papier auf die Strasse geschmissen habe. Wahr ist doch:

Es ist gegen unsere innerste Natur, der Natur zu schaden.

Niemand kann es wirklich gut finden, dass wir der Natur für unsere Energie Rohstoffe entziehen. Wir fühlen uns als Ausbeuter und Räuber nicht wohl. Jeder von uns ist fasziniert, wenn ihm oder ihr Modelle begegnen, die mit erneuerbaren Energien auskommen oder neue Sparmöglichkeiten aufzeigen.

Eine Haltung zu üben, die ein anderes Verhalten fördert, ist darum ein Gebot für unsere Psychohygiene und fördert unseren tief gehegten Wunsch, der Natur, unserer inneren Heimat, wieder näher zu kommen. Und DAS ist in jedem Fall ein Erfolg, in jedem kleinen Ansatz, der geschaffen und gewagt wird.

Es gibt auch hier nicht nur den Erfolg, der sich mit einer Statistik dokumentieren lässt, sondern jenen, der unser Selbstverständnis verändern oder neu wecken kann, so dass wir ein bisschen entschleunigt ganz “hurtig” an Dinge denken, die uns eigentlich ganz besonders wichtig wären.

Die Frage: Was bewirkt mein Verhalten? ist gar nicht so anstrengend. Es ist ganz einfach eine Schule, in der wir alle Schüler bleiben, ein Leben lang. Egal, welche Energie wir dabei sparen, wenn wir ein bisschen Tempo wegnehmen…

___


gefunden bei oekotipps.at

  1. Roman · 14. April 2007, 13:30 · #

    Die grosse Herausforderung an der Geschichte sehe ich darin, dass wir uns nicht als Teil der Natur empfinden. Stets trennen wir uns und unsere Gesellschaft von der Natur. Die Natur wäre ein autarkes System welches wohl auf uns reagiert oder agiert, nicht aber im kausalen Zusammenhang.

    Derweil ist die Summe allen körperlichen und geistigen Sein die Natur. Da können wir uns nicht davonmachen. Und so gesehen schaden wir nicht nur uns, sondern eben allem, was ist.

  2. Richi · 22. Januar 2008, 14:40 · #

    Ich seh SCHWARZ

    Wenn wir das Öl nicht verbrennen, verbrennts jemand anders. Zumindest in den Ländern die selbst Öl haben (z.B. arabische, Russland, Venezuela,...) wird man kein Interesse haben auf andere, teurere Energieträger umzusteigen. Und so werden diese Länder ihr Öl in spätestens 500 Jahren selbst verbrannt haben.

    Spielt es wirklich eine Rolle ob das CO2 in 50 oder erst 500 Jahren alles in der Atmosphäre ist?

    Man schiebt das Problem nur hinaus statt es zu lösen. Um es zu lösen müsste man zu den Herren Achmadinedschad, Chavez und den Saudis gehen und sie davon überzeugen ihre Bohrlöcher zuzubetonieren. Ansonsten wird irgendwann sooderso alles Öl der Erde verbrannt sein!!!

    Weniger fossile Energieträger brauchen – Ja!! Weil wir dafür zu viel Geld in korrupte Staaten schicken. Aber wegen der Klimaaerwärmung? – Nein! Weil es nichts nützt!

  3. Thinkabout · 22. Januar 2008, 18:28 · #

    Hallo Richi
    Wir müssen uns nicht Gedanken über korrupte Ölstaaten machen, so lange wir selbst den Aufwand für die Entwicklung von Alternativen nicht leisten wollen – und damit meine ich das Geld, das dies kostet.
    Wir müssen den Mut haben, in diese Bereiche zu investieren – damit daraus auch ein Wirtschaftszweig wird, mit dem wieder Arbeitsplätze geschaffen werden.


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