Kommentare und meine Antworten: Ein Vorsatz
Ich bin alt genug, um mit den guten Vorsätzen aufzuhören. Sie werden kaum je erfüllt und als Strategie gegen die Bilanzierung der eigenen Schwächen bleibt dann nur das Vergessen…
Natürlich liegt der tiefere Grund dieses Scheiterns nur darin, dass das dahinter liegende Problem und damit der Wunsch zur Änderung nicht quälend genug ist. Denn sonst würden wir das Besagte ja ändern.
Etwas allerdings möchte ich gerne ändern – ohne jeglichen Druck zu spüren.
Bei Stefan Bucher finde ich
Peter Hogenkamp aus dessen Referat an einer Fachtagung zitiert, wo dieser die
Top 6 der Kommentarkiller
aufzählt:
1. Registrationszwang
2. Real-Name-Zwang
3. Kommentare löschen
4. Kommentare nicht beantworten. Nicht zwingend jeden. Aber das Gespräch führen.
5. Korrekturen im Beitrag nicht vornehmen.
6. Kommentare falsch beantworten: scharf reagieren, sich lustig machen.
Nun, ich fühle mich ertappt! Wenn auch nur in einem Punkt:
Punkt 4.
Es ist oft vorgekommen, dass ich einen Kommentar, der zumindest einen Dialog gesucht hat, habe stehen lassen. Ich mag dies nicht meiner Faulheit oder wenigstens Trägheit zuschreiben. Es ist eher eine wohl falsche Einschätzung:
Aus dem Wunsch heraus, mit meinen Beiträgen Ihr eigenes Nachdenken anzuregen und in der „Angst“, in keinem Fall Ihren vielleicht eigenen und anderen Rückschlussen und Schlussfolgerungen zuvor kommen zu wollen oder diese gar zu verhindern (es ist ein Unterschied, ob man liest, was jemand schreibt , oder ob man in der Folge selber zu sich spricht), habe ich manche versteckte Frage stehen lassen, ja mir manchmal gar die Unachtsamkeit erlaubt, nicht so genau „hinzulesen“, wie ich sollte.
Das möchte ich ändern.
Und damit verbinde ich einen grossen Dank: Die Menschen, denen ich durch mein Blog virtuell und real begegnet bin, haben mein Leben reicher gemacht. Dafür danke ich Ihnen Allen ganz herzlich. Jeder Kontakt, jede Wortmeldung steht zudem für jene, die still mitlesen und mitdenken und mitfühlen.
Möge Ihnen Allen solches im Neuen Jahr weiter geschenkt sein, und vor allem dies: Mitgefühl, gelebtes und erfahrenes, damit im Austausch und in der Begegnung so manches liebevolle Wort ihre Seele erreicht und dort für immer neue Samen der Lebensfreude spriessen lässt.
Etwas unsicher bin ich bei Punkt 6. Manchmal schlägt meine Lust an der Rhetorik vielleicht tiefer ein, als ich es selber wollte. Wen auch immer ich einmal verletzt haben mag – er möge mir verzeihen und darauf vertrauen, dass im eigenen Herzen das einfache Wort die persönliche Wahrheit umschreibt und nur gelten soll und darf, was man selbst angenommen und erkannt hat. Da kann kein noch so gedrechselter oder geschliffener Satz dagegen ankommen.
abgelet in Kategorien Zum Blog und Zugeneigt

Tina · 30. Dezember 2007, 14:30 · #
Lieber Thinky,
eine gute Gelegenheit, im Rahmen meines persönlichen Jahresrückblickes auch Dir einmal zu sagen, wie sehr mich Deine Einträge angesprochen, berührt, und zum Nachdenken gebracht haben. Auffallend oft In Verbindung mit Thinkabouts Wife auch zum Schmunzeln oder zum Lachen ;-)
Die SMS zum Tag waren MEIN persönliches Highlight in Deinem Blog, die mich manchmal sogar durch den Tag begleiteten und bei denen es Spaß machte, sich mit anderen auszutauschen. Tolle Denkanstöße! In Deinem rhetorisch geschickten Schreiben spiegelt sich immer eine für mich faszinierende Mischung aus Behutsamkeit, Toleranz und Respekt , mit denen Du Dingen und Menschen begegnest. Das mach Lust auf mehr und läßt mich immer wieder sehr gerne hier herkommen.
Dankeschön für das Teilhaben lassen an Deinen Erlebnissen und Empfindungen! Ich wünsche Dir und Thinkabouts wife alles Liebe und ein harmonisches Jahr 2008.
Thinkabout · 30. Dezember 2007, 14:53 · #
Liebe Tina – ich danke Dir sehr.
Die SMS zum Tag werden wieder kommen. Vielleicht nicht ganz sooo häufig.
Und mit Deinen anderen Worten habe ich höchstens Mühe, weil sie so nett sind. Wie ich generell Schwierigkeiten habe, ein Lob einfach stehen zu lassen. Aber halt! Da ist ja auch Dein Dankeschön. Und da kann ich frei und freudig sagen: Gern geschehen!
Strandsteine · 30. Dezember 2007, 18:45 · #
Lieber Thinkabout,
wir haben zu danken,
das wir alle hier bei Dir lesen dürfen.
Es war immer für mich eine Bereicherung,
Deine Beiträge zu lesen.
Oft habe auch ich sie mit in die nachfolgenden Stunden genommen.
Leider habe ich durch unseren langen Urlaub , noch nicht alle Einträge, nicht mal die über Australien, nach geholt.
Wie gerne lese ich Deine Einträge über Eure Reisen…
durch Eure wunderbaren Bilder dazu, fühle ich mich
mitgenommen….
Auch ich wünsche Euch für das kommende Jahr
die Stunden..Tage..Wochen…die Ihr Euch wünscht.
aber eins habe ich mit Dir gemeinsam..schmunzel..
ein Lob mit Gelassenheit anzunehmen…
freue Dich einfach darüber …
ohne nach einem ..aber… zu suchen.!
die jetzt (oberlehrerhaften) aber mit einem zwinkerden Auge grüßende Steine
m.m. · 1. Januar 2008, 19:22 · #
Lieber Thinkabout,
zunächst auch von mir einen herzlichen Neujahrsgruß!
Ich wünsche dir und Thinkabouts Wife ein Jahr mit vielen schönen Momenten und Zufriedenheit!!
Der Eintrag oben kommt für mich grad im rechten Augenblick.. hatte doch einige Fragezeichen in mir gesammelt.
Meinen Dank möchte ich auch gern schicken! Viele Gedankenanstöße, deren Wert der Absender oft nicht ahnt.
Ja und willkommen bei denen, die da so gut Lob verbreiten, aber immer etwas gerührt sind und .. na ja, eher nicht so gut Lob annehmen können..*lächel
..grüßt m.m.
Janna · 2. Januar 2008, 10:13 · #
..eine meist stille Leserin setzt sich heute wieder leise in dein Gedanken-haus…fühlt sich wohl und beschenkt…weiß sich willkommen…
und sagt “Danke”...einfach so….:-) Janna