Konzentration oder Meditation?
Konzentration
will immer unmittelbare Ergebnisse. Sie ist bereit, alles zu tun, um ihr Ziel um alles in der Welt zu erreichen.Meditation
fühlt, dass ihr die unendliche Zeit zur Verfügung steht. Das bedeutet nicht, dass die Meditation die fliessende Zeit vernachlässigt. Nein! Sie schätzt die fliessende Zeit, doch in der fliessenden Zeit sieht sie endlose Zeit. Deshalb verbirgt sich in der Meditation unendlicher Friede.
Sri Chinmoy
Die fliessende Zeit – wie oft ist sie uns Bedrohung, allenfalls Mahnung! Wir nehmen sie als etwas wahr, das vergeht. Entweicht, wie flüssiges Gas. Immer knapper wird.
Interessant, dass gerade in der Meditation, in jeder Übung zur Ruhe, der Friede zu finden ist, der uns selbst aus diesem Gefühl befreit. In uns selbst ist etwas zu finden, das dieser Perlenschnur unserer laufenden Zeit allen Schrecken nimmt. Weil das, was wir wirklich sind, Teil dessen ist, was weder Anfang noch Ende einer Zeit kennt.
Bildquelle: Catherine Bolle Fliessende Zeit

Caro · 24. August 2007, 18:47 · #
Und doch findet man nur über die Konzentration in die Meditation – eben bei Chinmoy gelesen.
Thinkabout · 24. August 2007, 19:17 · #
Richtig, Caro. Denn mit der Konzentration beginnt es – und Viele machen den Fehler zu ungeduldig die “blosse” Konzentration gering zu achten.
Caro · 24. August 2007, 20:01 · #
In der Meditation setzen wir uns quasi auf die fliessende Zeit und werden ein Teil von ihr. Und weil diese ein völlig natürlicher Fakt ist, erleben wir vollkommene Harmonie. Und Frieden mit allem, was diesem Fluss widerstehen will.
Wie Angst.
werner · 24. August 2007, 23:49 · #
Ich sitze manchmal einfach da
und schau empor zum Himmel
seh Wolken kommen und gehen,
seh wie sie aus nichts entstehen
und wie sie wieder vergehen….
@w.b. 23-07-06
Konzentration brauch ich dafür nicht, aber Zeit, das zu beobachten was über mir geschieht.
(mehr von meinen (wie ich finde zum Teil sehr meditativen) Wolkenbildern gibts hier:
http://www.flickr.com/photos/werner43/sets/72157601636925391/
Tina · 25. August 2007, 04:34 · #
Warum fällt es mir so schwer, den durchaus wahren Worten eines Menschen etwas abzugewinnen, wenn mich seine Lebenseinstellung nicht überzeugt?
Den Gedanken des Dalai Lama würde ich da lieber – und vor allem unvoreingenommener – folgen wollen.
Auf jeden Fall freue ich mich über @Werners gelungenes Wolkenbild; in der Faszination der Schöpfung will ich gerne meine Augen ruhen lassen und beim Nachdenken zur inneren Harmonie gelangen.
werner · 25. August 2007, 13:36 · #
Der Text, den ich zusammen mit meinem Wolkenbild heute Nacht eingestellt hatte, war unvollständig.
Den zweiten Teil reiche ich hier gerne nach:
Ich sitze manchmal einfach da
und schaue hinein im mich
da gibt es recht viel zu entdecken,
auch wenn ich’s versuch zu verstecken,
da seh ich auch Kanten und Ecken….
@w.b.