Lebenswillen und -freude

Schau Dich um, Du am Leben Zweifelnder.
Es gibt in jedem Wald kaum einen Baum, der nicht Verletzungen hat.
So lange er aber Wurzeln zu schlagen vermag, drängt er nach dem Licht.
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...

Schau Dich um, Du am Leben Zweifelnder.
Es gibt in jedem Wald kaum einen Baum, der nicht Verletzungen hat.
So lange er aber Wurzeln zu schlagen vermag, drängt er nach dem Licht.
Tina · 20. Dezember 2007, 04:08 · #
Nur sollte man bedenken, daß ein angeschlagener Baum schwerer den heftigen Stürmen standhalten wird, und eine verletzte Rinde bevorzugter von Ungeziefer befallen wird.
Die Sorge des Zweiflers ist zwar berechtigt, doch schwächt sie nur mental zusätzlich, wenn sie nicht in neue Hoffnung oder eine andere Strategie umgemünzt wird….
WerkRaumLebensArt · 20. Dezember 2007, 06:39 · #
oh ja Herr Thinkabout – denn die Schwächen die Verletzungen dass was uns fast zu Boden ringt sind doch ebenso unsere Stärken
die Wurzeln werden tiefer in den Boden gründen um halt zu finden, so sich fester verwurzelt sein
wenn die Verletzung so Tief ist, dass sich gar ein Spalt zeigt, wird sich die Rinde über diesen vielleicht nie ganz schliessen, doch der Baum wird diesen Spalt nun vielleicht als zu ihm gehörend betrachten, die Rinde sich so in den Spalt legen und in diesem eine schützende Haut bilden
so kann aus einer Verletzung, aus einem sich so gebildeten Spalt eine Höhle werden und Schutz bieten – Anderen Wesen die Schutz suchen
„Und immer gilt:
Wir erfahren ja alle tagtäglich das Gleiche.“
noch bin ich
zufrieden demütig dankbar
mit all dem was das Leben mir täglich bereitet
dem gegenüber, das es ist wie es ist, so gut ist
dass ich die Liebe leben darf
Freude & Schmerz
Abschied & Begegnung
Licht & Schatten
achtsam
all dem im ich gegenüber dem Grossen & Ganzen
(c) chrigü
Caro · 20. Dezember 2007, 07:16 · #
Und diese Bäume spenden Schatten, einen Stamm um anzulehnen, zu ihren Füssen breitet sich Moos aus, auf dem sich ausruhen lässt.
m.m. · 21. Dezember 2007, 09:07 · #
Ja, es ist wahr, die Bäume haben Verletzungen. Bisweilen ist es gar nötig horizontal zu wachsen, um dem Licht entgegen zu streben.
Nicht jeder Baum hat genügend Licht und Platz, einen geraden Stamm zu erhalten.
Um Wurzeln zu schlagen, müssen auch die Bedingungen stimmen. Ein Ahorn hat die Eigenschaften, die nötig sind, um sich auch in dichtem Gedränge durchzuwinden und zu wachsen. Eine Eiche braucht da mehr, um groß und stattlich zu werden.
Ich denke auch ganz persönlich an das Umpflanzen. Der Volksmund sagt: “Einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr!”
Wie oft ein Baum dieses Entwurzeln erträgt, das liegt eben auch an seinen Grundeigenschaften.
Eine Weide kann dem Wind gut nachgeben , ihre Zweige sind biegsam. Sie treibt immer wieder aus. Ein Baum, der sehr viel Lebenswillen zeigt.
Eine Eiche steht, wenn sie gut verwurzelt ist, fest und trotzt so dem Wind…
Wie viele Verletzungen ein Baum erträgt ohne sich zu sehr verbogen zu haben, liegt also auch in seiner Art bestimmt.
Manch ein Baum lässt sich stutzen und verbiegen, ein anderer wird es nicht überleben.
Nicht jeder Baum ist für einen Bonsai geeignet…
Janna · 21. Dezember 2007, 17:41 · #
...Menschen mit Verletzungen haben auch manchmal großen Lebenswillen….:-) Janna