Leichtes Spiel für Sarah Palin
Heute Nacht also findet die TV-Debatte der beiden amerikanischen Vizepräsidenschaftskandidaten statt. Dabei hat der Medienhype im Vorfeld dafür gesorgt, dass Palin fast nur gewinnen kann. Die Erwartungen sind so tief, die Häme ist so sehr im Vorfeld über sie ausgeschüttet worden, dass es sehr leicht werden könnte, die Zuschauer zu überraschen.
Biden wird keine einfache Aufgabe haben. Vom kompetenteren zum hochnäsigen und besserwisserischen Kandidaten ist es in der Sicht der Wähler manchmal nur ein kurzer Weg…
Die Ausgangslage ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sehr die Medien die Sichtweise auf die Kandidaten und die Stimmung beeinflussen. Ob sie allerdings am Ende auch für die Wahl entscheidend sind, oder nicht vielmehr am Volk vorbei kommentieren und schreiben und werten, wie das immer wieder zu beobachten ist, nicht nur in den USA, werden wir anfangs November beurteilen können.
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kurz notiert und Politisch
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Zappadong · 2. Oktober 2008, 21:20 · #
Ich habe mir Sarah Palin in den letzten paar Tagen genauer angeschaut (Ausschnitte aus nicht wenigen Interviews, weil ich einfach nicht glauben konnte, dass so etwas möglich ist, aber dummerweise ähnelten sich alle Sequenzen) ... und ich muss sagen: mir wurde ziemlich elend.
Heute las ich, dass sie sich mit “Joe Sixpack” vergleicht, sprich, dem ganz normalen Bürger / Büezer. Ich habe nichts gegen ganz normale Bürger und schon gar nichts gegen Büezer, im Gegenteil, bin selber eine ganz normale Bürgerin, aber wenn es darum geht, wer ein Land wie die Vereinigten Staaten regieren soll, dann hätte ich gerne etwas mehr als einen Joe Sixpack (so nett der Joe Sixpack auch ist). Vielleicht lieben ja die Amerikaner die Idee von Joe Sixpack oder von Hockey Mum in der Regierung. Oder sie fürchten sich davor. Wer weiss das schon, bei all dem, was die Medien so schreiben. Der Nebel wird sich wahrscheinlich wirklich erst im November lichten. Ich für meinen Teil wäre erleichtert, wenn Sarah Palin nach der Wahl wieder nach Alaska ziehen dürfte, von wo aus sie mit dem Fernglas nach Russland gucken darf.
Marianne · 3. Oktober 2008, 08:05 · #
Ich glaube fest, dass viele Amerikaner den Glauben haben, dass Einer/Eine, die nicht intelligenter ist als sie, am ehesten ihre Stimme bekommen soll. Ein Präsident, der immer wieder in’s Fettnäpfchen tritt, ist doch heimeliger. Dieser Gedanke liegt, nach den vorausgehenden Wahlen, eigentlich sehr nahe.
SeelenLeerer · 3. Oktober 2008, 10:46 · #
Letztendlich wird die Hautfarbe wohl entscheidender sein.
paz · 4. Oktober 2008, 16:20 · #
habe mir auf youtube die ganze chose angeschaut. welchen vize ich wählen würde, hat sich entschieden. frau palin ist halt einfach die falsche frau gewesen, erste vizepräsidentin der vereinigten staaten zu werden…
Rainer · 5. Oktober 2008, 12:52 · #
Sarah Palin ist in meinen Augen die Pest auf 2 Beinen. Sie ist eine eiskalte Machtpolitikerin, der es nicht an Unverschämtheit mangelt auch nur jede erdenkliche Attacke gegen ihren politischen Gegner zu reiten. Siehe letzte Anwürfe gegen Obama (Nähe zu Terroristen – ein absurder Vorwurf, war Obama zum Zeitpunkt der besagten Taten eines heutigen College-Professors gerade mal 8 Jahre alt!).
Hoffentlich bleibt uns ein Amerika mit dem Greis McCain und dieser weiblichen Version Draculas erspart!.