Liebe - voll
Themen: SMS zum Tag undZeit und Leere
Manfred Hinrichs Ausspruch beschreibt meine Motivation für dieses Tagebuch meines Denkens und Fühlens.
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Was fühlen wir in unserer Tiefe? Bodenlose Löcher oder schwerelose Leere? Können wir glauben wie Kinder, wenn wir schon nicht wissen können? Wir können lieben.
Auch das Unscheinbare können wir lieben. Ich möchte so gerne den liebevollen Blick lernen, mit dem sich im scheinbaren Einerlei das Besondere finden lässt.
Ich möchte ein Füllhorn an Liebe haben oder sein, mit dem ich die Leere der Menschen erreiche. Giesst man darin reine Liebe, die nicht besitzen will, so fällt sie nicht runter, geht nicht verloren, sie macht die Leere schwerelos, nimmt ihr die Angst und füllt sie mit Zutrauen in das Zeitlose.
Heimat, die im Nichts fühlbar bleibt, keine feste Form braucht, nicht zerstörbar ist, uns immer begegnen kann. Wie ein Windhauch, aber so nachhaltig, dass da immer Sauerstoff zum Atmen bleibt. Liebe. Sie war und ist nicht auszurotten.

paz · 11. September 2007, 02:29 · #
und ist’s nicht die liebe, die uns zusammenhält
nicht auseinanderdriften lässt wie ein verrücktes universum, wie “gott” wegdriftet, tag für tag,
was ist es dann? was ist es dann?
Tina · 11. September 2007, 05:46 · #
Leben ist Veränderung, es gibt keine Sicherheit. Ob wir uns von etwas getragen – oder immer einsam fühlen, können wir nur beschränkt beeinflussen. Wir können versuchen zu vertrauen und zu lieben. Immer wieder.
@paz
Wenn Gott Tag für Tag wegdriftet, bedeutet das, Du gehst davon aus, er ist jeden Tag zunächst mal da. Positive Grundeinstellung.
Margit Farwig · 11. September 2007, 08:56 · #
Aus meinem Füllhorn:
Hatte ein schönes Erlebnis. Die Kleine aus dem Haus, ein Jahr, fängt an, munter zu werden. Letztens konnte sie noch nicht winken, als ich nun nach Hause kam, winkte sie schon von weitem. Ich winkte auch und ging natürlich bis an die Garage, wo die Mutter mit ihr stand. Das musste doch bestaunt werden. Das war ihr wohl durch den Kopf gegangen. Und nun streckte sie ihre Ärmchen aus und wollte von Mamas Arm auf meinen Arm. Ich war hin und weg. Sie blieb nicht lange, dafür noch ein zweites Mal. Ich mache wohl immer Faxen, wenn ich sie sehe, dass sie schrecklich lachen muss. Auf alle Fälle weiß ich, sie hat mich in ihr Herz geschlossen.
Elfie · 11. September 2007, 09:51 · #
Hallo Thinkabout
“Heimat, die im Nichts fühlbar bleibt, keine feste Form braucht, nicht zerstörbar ist, uns immer begegnen kann.” Wunderschön ausgedrückt!
Fest in meinem Geist eingeprägt ist das Zitat: “Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.” Obwohl in gewissem Sinn nicht gottbgläubig, zeigt mir dieser einfache Vers viel auf.
Herzlichen Dank auch für die weiteren Folgen der Mongoleireise. So beeindruckend, wie die Begegnung mit einer anderen Kultur die eigenen Sichtweisen öffnen und weiten kann.
Liebe Grüsse von Elfie
Caro · 11. September 2007, 12:09 · #
@PAZ: Sind es nicht die Menschen, die immer mehr von Gott wegdriften?
werner · 11. September 2007, 17:44 · #
@ caro
indiesem Punkt stimmen wir überein, und haben sogar den Papst auf unserer Seite :-)