Mangel im Überfluss
25% der Amerikaner sollen unter der Armutsgrenze leben.
Ich weiss zwar nicht, wie die in dem konkreten Fall bemessen wurde, aber es gibt Berichte genug, die von einem Armutsproblem in ganzen Regionen Amerikas berichten.
Und nun liest mir Thinkabout’s Wife vor:
44% der Nahrungsmittel landen in Amerika auf dem Müll.
Ich erinnere mich an die X Tonnen altes Brot, die in Wien (oder in irgend einer anderen Stadt) jeden Tag weg geschmissen werden – und frage mich:
Welche Schlemmereien stehen eigentlich bei mir dieses Mal an Weihnachten auf dem Speiseplan? Aber ich will Ihnen und mir Weihnachten nicht schon vor dem ersten Advent verderben.
Fest steht in jedem Fall: Wir spinnen, irgendwie. Nein, ganz konkret.
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LD · 29. November 2009, 11:12 · #
Prägnanter Titel und scharfe Beobachtung eindrücklich formuliert. Hervorragend!
Im privaten Haushalt liegen die meisten wohl weit unter dem Verschwendungsdurchschnitt. Das Problem liegt in unserem Wirtschaftssystem, das nur Waren und Dienstleistungen 1. Klasse fordert. Alles, was dem nicht entspricht, landet im Müll, auch wenn es – wenn auch mit kleinen Abstrichen und Einschränkungen – noch gut zu gebrauchen wäre. Um den Markt für die Top-Produkte nicht zu “gefährden”, werden diese Waren auch weder zu einem tieferen Preis angeboten noch an die sozial Schwächsten verschenkt. Klar gibt es auch hier ein paar löbliche Ausnahmen. Die Regel sind sie jedoch leider nicht.
Unsere Gesellschaft ist pervers. Gerade die Adventszeit wäre doch geeignet, darüber etwas eingehender nachzudenken. Danke für den Denkanstoss!
Titus · 29. November 2009, 18:22 · #
@ LD
Deine Schlussworte in Gottes Ohr…
Siehe dazu auch das Beispiel 6 unter:
http://www.augenreiberei.ch/2009/11/17/widerspruche-und-das-haufige-ignorieren-durch-die-medien/