Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Notiz über "Diesen ganz Anderen"

∞  7 Juli 2011, 16:25

Gott ist der ganz Andere. Er hat den Menschen Dinge zu sagen, die sich der Mensch nicht selbst sagen kann.

Karl Barth

Dass wir Gott totreden – könnte es nicht gerade damit zu tun haben, dass es uns erst mal bequemer war, ihn zum Menschen zu machen, an den wir Ansprüche stellen, als wäre er ein Vertragspartner in einem Geschäft, das wir eingehen können oder auch nicht? Nur so kann er überhaupt überflüssig werden.

Wie kommen wir dazu, zu sagen, es bräuchte ihn nicht mehr? Nur, weil wir genau das verlernt haben: Uns den ganz Anderen zu denken. Der nicht Erklärbare aber dürfte uns sehr viel zu erklären haben. Auch gerade, dass es uns, tatsächlich, nicht wirklich braucht. Gott kann auch ohne uns.




  1. Maria · 7. Juli 2011, 20:47 · #

    Gott kann auch ohne uns. Und doch nicht. Das ist ein Teil des nicht Erklärbaren. Darum könnte ich das auch nicht erklären. Aber ich spüre, es ist so.

  2. Thinkabout @ Maria · 8. Juli 2011, 07:34 · #

    Mir geht es ganz ähnlich. Und ich wünschte, mehr Menschen hätten das gleiche Empfinden. Danke, Schwester.

  3. Seelenleerer · 10. Juli 2011, 07:09 · #

    Haben wir doch und darum wurde er durch so vieles ersetzt, was nun angebetet wird.
    Jugend, Schönheit, Geld, Macht, Status, Wissenschaft, Börse und die Liste liesse sich noch weiterführen, doch allen gemeinsam ist, dass sie als Ersatz für Gott dienen, indem sie vielen Menschen eine Möglichkeit zum Glauben und Anbeten bieten.


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