Pläne schmieden
Meine Pläne für die Zukunft sagen mir nur, was mir nach meiner eigenen Einschätzung an meiner Gegenwart nicht behagt.
Für alles andere taugen sie nicht.
Der Mensch denkt und Gott lenkt, heisst es. Ich habe, seit ich denken kann, immer wieder Pläne für meine Zukunft gemacht, und wohlmeinende Erwachsene haben mir, dem Teenager, schon gesagt, dass ich das nicht tun sollte, da das Leben seine Überraschungen bereit halte.
Ich habe es nie lassen können. Wahrscheinlich ist das auch Veranlagung. Mir haben diese Gedankenspiele immer geholfen, meine eigene Befindlichkeit klarer zu sehen. Bin ich zufrieden mit meinem Leben?
Und vor allem habe ich mich immer gefragt: Was ist, wird sein, wenn sich meine Pläne nicht umsetzen lassen?
Das hat mir jeweils geholfen, nicht nur gelassen in die Zukunft zu blicken, sondern auch mit meiner Gegenwart besser im Reinen zu sein:
- Das Leben ist nicht so zynisch, dass es über meine Pläne und Träume nur lacht. – Das Leben ist nicht so grau, dass es ohne Wert ist, wenn sich die Änderungen nicht umsetzen lassen.
Ich finde, dass beide Sätze für das Schmieden von Plänen sprechen. Wobei ich das weit fassen möchte:
Eine Vorstellung haben davon, wie mein nächster Tag, mein nächstes Jahr, meine nächste Stunde aussehen soll.
Wobei ich folgendes Vorgehen vorschlage, wenn die Pläne mal gemacht sind:
Dann einen gelassenen bis neugierigen Gedanken folgen lassen: Und jetzt bin ich gespannt, wie es wirklich sein wird.
Dann mich entspannen, den Gedanken in die Zukunft verkürzen, bis er sich nicht mehr um den nächsten Tag, die nächste Stunde dreht, sondern um den nächsten Augenblick.
Und dann bin ich schon fast im Jetzt angekommen und kann darin für mein Morgen arbeiten…


Tina · 21. Januar 2008, 05:27 · #
*lautlach” – tolles Fundstück! :-))
Danke für den guten Start in den Tag!
Janna · 21. Januar 2008, 13:33 · #
...das ist grad jetzt für mich das richtige Wort – besser: die richtigen Gedanken…
damit meine ich nicht den Witz… – es ist ja schon lange egal, wen man wählt…..-) Janna
Richard · 21. Januar 2008, 14:26 · #
bis vor kurzem hab ich das vom denken und lenken genauso assoziert wie eingangs dargestellt und dann hat jemand die syntax so verändert: der mensch, denkt gott, lenkt; und damit wird der ansatz ein ganz anderer.
mir hilft dies seitdem sehr.
SeelenLeerer · 22. Januar 2008, 00:29 · #
Für mich sind meine Pläne
wie ein Kompass
welcher mich auf meinem Weg
leiten soll,
ohne mich auf meinem Weg
von dessen Schönheit
abzulenken.