Schon warten die Erwartungen
Themen: SMS zum Tag undProsa[isch]t
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...
Sie werden schon erwartet – schön?
Ich hoffe es. Wenn denn die Bilder stimmen, die damit verbunden sind – oder ich nicht danach werden oder enttäuschen muss.
Der Satz zur Begrüssung eines Gastes ist sehr nett gemeint. Niemand käme auf den Gedanken zu sagen: Wir sind schon ganz neugierig auf Sie!
Das ist irgendwie zu anzüglich, scheint es. Oder zu ehrlich? Eigentlich wäre es doch schön. Neugier ist die Triebfeder vieler Begegnungen, und es gibt sie sehr wohl in der offenen Form, in der sich der Entdecker auch gerne als solcher überraschen lässt.
Mit Erwartungen aber verbindet sich immer auch ein Müssen. Eine Einschränkung. Ist er so, wie ich ihn sehe, in Erinnerung habe, mir erhoffe? Oder nicht?
Sehe ich das falsch?
Seelenleerer · 29. September 2007, 01:41 · #
Jemanden in Liebe zu erwarten,
entschärft diesen inneren Konflikt gewaltig.
Denn dann kann er Sein,
wie er selber Sein will,
er ist willkommen.
Sie natürlich auch.
Tina · 29. September 2007, 01:46 · #
Ich denke, Du siehst das richtig…
“Sie werden schon erwartet” verbinde ich mehr mit beruflichen Begegnungen; mit diesem Satz will man den Fähigkeiten des Gastes schon im Vorfeld Respekt zollen….Unsere SAP-Berater werden oft so begrüßt, wenn Probleme unter den Nägeln brennen und sie unser Licht am Horizont sind ;-)
“Schön, daß Du da bist” oder “Wir freuen uns schon auf Sie” gefällt mir privat besser, weil keine Erwartungshaltung gleich beim Ankommen auf die Schultern des Gastes gelegt wird.
@Seelenleerer
Deine Worte treffen das sehr gut…