Seelenpflicht
Die Pflicht ruft? Die Freiheit auch.Oft fühlen wir uns gefangen, weil wir die Freiheit fürchten. Egal, was wir reden.
Wie oft höre ich mich doch vor allem reden, um mir in der Stille nicht zuhören zu müssen – wo mir kein Beifall gespendet wird für mein demonstriertes Pflichtgefühl. Wo gefragt wird: Und wo bin ich? Wann komme ich?
Wie, wenn es eine Pflicht gäbe, seiner Seele verpflichtet zu sein…
Halt! Die gibt es. Anders wäre Liebe nicht möglich. die lässt sich nicht reklamieren. Nicht verpflichten.
Die Güte auch nicht. Und die brauchen wir, soll man uns in unserem Pflichtgefühl nicht nur respektieren, sondern auch mögen.

Caro · 31. Januar 2008, 07:02 · #
Es tut manchmal schon ein bisschen weh, Dinge loszulassen, um frei zu werden. Anhaftungen, Gefühle, Vorstellungen … aber DIESE Art von Freiheit schmeckt dann wunderbar.
SeelenLeerer · 31. Januar 2008, 10:22 · #
Wenn wir davon ausgehen,
dass unsere Seele
den unvergänglichsten Teil
unseres Seins darstellt,
dann wird es nicht zur Pflicht,
sondern es ist bloss weise
vorausschauend.
Aber ich als SeelenLeerer bin natürlich nicht ganz objektiv ;-)
Gabi · 1. Februar 2008, 00:28 · #
Jetzt hast Du mich nachdenklich gemacht Thinkabout.
Sehr nachdenklich.
Mit einem einzigen Satz schon .. “Oft fühlen wir uns gefangen, weil wir die Freiheit fürchten. “
Wie würde meine Freiheit wohl aussehen?
Korrigiere, wie wird meine Freiheit sein?
Ich arbeite weiter daran .
Danke!
Thinkabout · 3. Februar 2008, 20:30 · #
Liebe Gabi – Seelenleerer gibt einen Hinweis: Was verhindert, dass ich unbeschwert vorausschaue? Und was, dass ich es überhaupt tue und nicht im Jetzt verweilen will? Unbeschwert sein – nur die Erziehung verhindert, darin das Reine und Schöne zu sehen.
SeelenLeerer · 4. Februar 2008, 03:01 · #
Lieber Thinkabout
Die von Dir im Blog erwähnte Angst vor der Freiheit sollte nicht unterschätzt werden.
Wie soll sich jemand auf die Freihet verlassen, bevor er sie kennen gelernt hat? Doch genau darin liegt die Krux der Freiheit, denn den einen Schritt hinein müssen wir ohne diese Erfahrung wagen.
Erziehung könnte uns zwar ermutigen, diesen Schritt zu wagen, die Angst müssen wir aber auch dann alleine überwinden.