Mein Schreiben, mein Atmen

Manfred Hinrichs Ausspruch beschreibt meine Motivation für dieses Tagebuch meines Denkens und Fühlens.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.


Sind wir im System vorgesehen? Und wie?

∞  5 Januar 2010, 19:47

Ein paar Tage hat sie angehalten, die Bestürzung über einen depressiven Fussballprofi, der sich das Leben nahm. Doch wie mit all unseren Trauerbemühungen, so ist es auch oder erst recht mit Projektionen, welche wir auf die Personen der Öffentlichkeit wie Robert Enke ausrichten: Sie sind irreal. Wer sich für Fussball interessiert, und das Gefühl hat, den besten zuzuschauen, fühlt sich privilegiert, dem Spiel seiner Helden beizuwohnen. Längst geht es nicht mehr nur um “das Spiel”. Es ist nun ein Schauplatz, ein Theater, eine Inszenierung, und die Selektion vom Talent zum Star “macht” Typen. Jeder einzelne hat eine Geschichte, die ihn auszeichnet, von der man zumindest mit einem gewissen Recht behaupten kann, sie wäre aussergewöhnlich. Und wenn da ein Langeweiler ist, dann ist DAS das Besondere.

Die Sensation ersetzt die seelische Sensorik, es wird mitgefiebert, jeder einzelne ist Teil eines richtigen Fiebers. Die Hitze, die sich aufstaut, muss abgelassen werden, die Erruption gehört zum Programm. Immer auf hundert, immer im Vollwichs. Das Rad Fussball, das Rad Wirtschaft, das Rad Karriere, es dreht sich, und keines ist da, in dem nicht ein Hamster sitzen würde.
In aller Regel ist es eher so, dass sich dieser Hamster durchgebissen hat, um genau in diesem Rad laufen zu dürfen und dabei beobachtet zu werden.

Und alles wird gesehen, aber nicht angeschaut, kommentiert aber nicht besprochen, deklariert aber nicht untersucht. Ich weiss gar nicht, ob es möglich ist, in diesem Zirkus einer grossen Sportart, in führenden Theatern oder in der Filmindustrie oder in leitender Position in grossen Firmen eine Person zu bleiben, die man in jedem Moment als die eigene Person zu erkennen vermag.

Im Grunde muss man für einen guten Teil seiner Umwelt eine Abscheu entwickeln, wenn man erkennt, wie dieser Teil gefüttert werden will, was er sucht und sicher findet, und was er unter den Teppich wischt. Wenn man Glück hat (Ansichtssache), ist man abgefeimt genug, das Spiel anzunehmen und den Raubtieren immer ein bisschen Futter zu geben. Sich entziehen ist heute kaum mehr möglich. Auf dem Feld sind es heute 20 Kameras, nicht mehr fünf. Die Zeitlupe ist eine Superzeitlupe, welche die Haare im Nasenloch scharf abbilden kann. Und abseits der Bühne, des Spielfelds ist das Spiel dennoch nie wirklich zu Ende.

Jetzt kann man sagen, das wäre eine Kunstwelt, und die hätte mit dem realen Leben von uns allen sehr wenig zu tun. Aber ich bin mir da nicht ganz so sicher. Unser aller Lebenssystem ist mit einer Diagnose wie “Depression” überfordert. Wir stecken alle in einem System. Wie viel, von dem, was wir leisten, fordert eigentlich das Leben von uns – und wie viel fordern wir selbst, weil unsere Gesellschaft es tut? Was ist Wert und was ist Geltung? Wir machen das Leben zur Blase, bis es knallt. Im Grunde ist eine “Trauerbezeugung” der Massen wie bei Robert Enke eine Art lautloser Wutschrei gegen die eigene Leere, die inmitten unserer Welt so leicht zu überspielen ist und uns alle doch immer einsamer macht – weit weg von uns selbst.


abgelegt in Gesellschaft und Erdlinge
::: Bildquelle: Keystone; 20Min :::




Kommentare

  1. Claudia · 6. Januar 2010, 02:02 · #

    Das klingt ja recht depressiv – wenn auch in genialer Schreibe! :-)
    Du fragst, was Wert und Geltung sei – ich frage: was ist “die eigene Person” und wer sind “wir selbst”?

    Als ich heute Abend den Twitter-Client Seesmic Desktop endlich dazu gebracht hatte, mir meine 5 Twitter-Acconts bzw, deren Tweet-Ströme nebeneinander darzustellen, tauchte ich für kurze Zeit ein in ein Erleben reiner Nützlichkeit: Das Scannen der Meldungen lässt diejenigen Botschaften erkennen, die für die Leser/Folgenden des einen oder anderen Accounts vermutlich von Interesse sind – ein paar Klicks und die Info ist in die entsprechende Richtung weiter verteilt,

    Je “erwünschter” mir die weiter gereichte Botschaft erscheint, umso befriedigter fühle ich mich dabei: gleichzeitig schenkend und beschenkt. Umso mehr ich mich jedoch als (gerne) Dienende empfinde, desto mehr profiliere ich mich auch gleichzeitig, ohne das groß zu beachten. Mich? Nun ja, die in Gestalt des jeweiligen Accounts an die Öffentlichkeit tretenden Aspekte: HumanVoice, Gartenzeilen, MoMagBerlin etc.

    Ich glaube, die Menschen, die sich ungewollt filmen lassen müssen, sind unserem “realen Leben” tatsächlich recht ferne. Sie werden schier von der Nachfrage erschlagen, ihr Problem ist, sich nicht mehr entziehen zu können – wogegen die vielen, nicht massenmedial verwursteten Individuen gerade lernen, dass sie – anstatt irgendwelchen Stars beim Leben zuzusehen – selbst miteinander interagieren können. Auf vielen selbst oder mitgestalteten Spielfeldern…

    “On the net nobody knows, that you are a dog! “

    Ich zitiere das nicht als spätes Pladoyer für Anonymität im Netz, sondern will damit nur die völlig andere Ausgangssituation beschreiben – verglichen mit derjenigen, die da fürchten muss, eigene Nasenhaare in SlowMotion bildschirmfüllend im TV zu sehen!

    Die Freiheit, selbst zu bestimmen, was man auf welchen Feldern geben und nehmen will, war noch nie so groß wie heute. Und die Chancen, das auch umzusetzen und ähnlich Gesinnte zu finden, gibt uns das Netz in einem Ausmaß, wie man es sich nie hätte träumen lassen.

    Die Gängelung der Vielen durch wenige Mainstreammedien ist ebenfalls Geschichte – es ist niemand mehr gezwungen, als Ratte im Laufrad einer Maschine zu strampeln, die er weder kennt, noch schätzt, noch gar selbst entworfen hat, bloß weil “die Gesellschaft” das so will.

    Ich bin nicht zum “Weinen um Enke” gegangen, da ich als Fußball-Ignorantin von ihm gar nichts wusste. Dass man allerdings ab und an weinen will, auch wenn kein persönlicher Grund dazu da ist, kann ich nachvollziehen: Man möchte auch gern mal in einer Gruppe Nackter in der Sauna schwitzen gemeinsam für Tsunami-Opfer spenden, in der Masse einer “langen Nacht” (der Museen, der Wissenschaft,..) mitschwimmen, beim Maraton (halb, viertel…) mitlaufen. Ich sehe all das nicht als Zeichen innerer Leere, sondern als der Zeit und den günstigen Umständen angepasste Art, mit Mitmenschen Intensität zu erleben.

    Hm, du hast mich ja schwer inspiriert – genug..
    Sei herzlich gegrüßt
    Claudia

  2. Jean-Paul Robin · 6. Januar 2010, 11:29 · #

    Machen wir uns nicht alle etwas vor? Oder zumindest die Mehrheit unserer Konsumgesellschaft? Zeigt die Anteilnahme an einem tragischen Schicksal, die Diskussionen über die Erkrankung eines Torwarts, nicht das Unvermögen auf, über sein eigenes Schicksal nicht sprechen zu können, nicht sprechen zu dürfen? Profisport hat mit Spass nur noch bedingt etwas zu tun, auch hier geht es um Leistungsdruck. Es ist ein weiteres Hamsterrad, lediglich in einer glänzenderen Farbe gehalten. Die Vorteile unserer globalisierten Multioptionsgesellschaft werden gerne in den Vordergund gerückt: Die Freiheiten den Beruf, den Partner, ja sogar den Tod zu wählen. Sind wir wirklich so frei? Stecken wir nicht voller Zwänge. “Man” muss! “Man” macht es so! Die neu erkämpften Optionen gehen zu Lasten der stützenden Traditionen, nicht nur die Tradition geht verloren – die Stütze auch. Die Menge an Suchenden, an Desorientierten nimmt zu. Diese erkämpfen sich voller Freude und Sehnsucht den Platz in ihrem Hamsterrad. Doch der Halt im Hamsterrad dauert nur so lange wie man an der Stelle tritt und das Ziel in dessen Richtung das Hamsterrad aufgestellt ist, erreicht man nie.

    Versagen ist nicht Teil des Hamsterraduniversums, es ist aber eine immer erdrückendere Realität in unserer Leistungsgesellschaft.

    Jean-Paul

  3. Claudia · 6. Januar 2010, 12:51 · #

    @Jean Paul: ich empfinde es als sehr widerprüchlich, einerseits zu beklagen, der Mensch richte sich zu sehr nach einem “Man” – und gleichzeitig den Verlust von Traditionen in ihrer Stützfunktion als “Desorientierung” zu bedauern.

    MAN MUSS? Man muss heute weniger denn je irgend etwas Bestimmtes. Jede Menge Lebensstile sind möglich und werden weniger diskriminiert als je zuvor.

    Und WAS soll die Metapher vom “freudig erkämpften Platz im Hamsterrad”? Inwiefern ist ein selbst gewähltes Dasein ein “Hamsterrad” und warum soll man “das Ziel” denn nicht erreichen?
    WAS meinst du damit konkret? Wenn ich eine Art zu arbeiten gefunden habe, die mir behagt, in der ich mich verwirkliche und meine Fähigkeiten nützlich entfalten kann – dann habe ich für mein Verständnis das Ziel erreicht. Ich laufe dann NICHT in einem ungeliebten Hamsterrad, sondern nehme an der Stelle am allgemeinen Geschehen teil, wo ich gut hin passe. Oder wie meinst du das? Solange jemand “freudig” um irgend etwas kämpft, würde ich den auch nicht als “desorientiert” beschreiben!

    “Versagen” ist im übrigen eine Sache der eigenen Bewertung. Ich kenne z.B. auch glückliche Arbeitslose, die nicht in Sack und Asche gehen, sondern sich sehr wohl zu beschäftigen wissen. Und jede Menge Leute, die heute dies und übermorgen etwas anderes machen, ohne darüber deprimiert zu sein.

    “Zeigt die Anteilnahme an einem tragischen Schicksal, die Diskussionen über die Erkrankung eines Torwarts, nicht das Unvermögen auf, über sein eigenes Schicksal nicht sprechen zu können, nicht sprechen zu dürfen?”

    Nie war so viel Gelegenheit, über sich selbst zu sprechen wie heute! Irgendwo fängt auch die Selbstverantwortung an, die Möglichkeiten auch zu ergreifen. Auch interpretiere ich die massenhafte Teilnahme an kollektiven Gefühlswallungen nicht als Ausdruck eigenen Leids – eher im Gegenteil als Reaktion auf die Abwesenheit desselben in unserer wattierten technischen Zivilisation.

  4. Chräcker · 6. Januar 2010, 16:24 · #

    Claudia, Du schreibst “Nie war so viel Gelegenheit, über sich selbst zu sprechen wie heute!” – und genau diese Möglichkeiten machen viele… stumm.

    Ich, wir sind ja unter uns (um mal so zu denken, wie die Leute, die sich in den Wohnungen bei ihrer Not filmen lassen, und sich nachher wundern, warum Nachbarn nicht mehr mit denen reden)… als: wir sind ja hier unter uns, deswegen: ich bin ja nicht mundfaul, habe eine sehr sehr gute soziale Einbindung, und konnte dennoch nie loswerden, daß ich seit Kindheit an Angstschüben leide. Und nun kommt so eine freilich auch leicht bräsige kollektive Betrauerungsaktion, und richtig, Jean-Paul: genau diese zeigt eben, das wir über vieles wirklich nicht mehr sprechen können. Und das wir solche “Geschehnisse” als Aderlaß unserer Blockaden brauchen. Denn danach, und weder ich noch meine Freunde haben mit Fußball was am Hut, konnte ich “mein Ding” besser mal fallen lassen und so schrittweise damit nach draussen gehen.

    Wir fragmentieren als Gesellschaft immer mehr, und ich meine, wir als Individuen auch. Bis man da mal die Tischecke gefunden hat, an die man sich mal mit “seinem Ding” setzen kann… da verstummt man lieber gleich.

  5. mimikry · 6. Januar 2010, 19:13 · #

    Wie viel, von dem, was wir leisten, fordert eigentlich das Leben von uns – und wie viel fordern wir selbst, weil unsere Gesellschaft es tut?
    —-
    Was viele nicht merken, “das System” wird aufrecht gehalten durch die Menschen selbst. Durch uns alle, die wir jeden Tag diesem System huldigen, obwohl es mehr und mehr von uns “überflüssig”, krank, austauschbar und manipulierbar macht.
    Es sind nicht “die anderen” oder “das System” – es sind wir alle, die daran hängen, weil ein jeder doch hofft, durch braves Mitspielen im System selbst zu profitieren und fürchtet, bei Wiederstand aus diesem System herauszufallen – und zum Fussabtreter derjenigen zu werden, die weiter dem “System” huldigen.
    Das “System” ist die unfehlbare Religion. Das System ist nicht schuld, an all den Arbeitslosen, Psychisch Kranken oder Sozialhilfeempfängern – das System lehrt uns: sie sind selbst schuld: zu unflexibel, zu faul… was auch immer…

    Die Menschen merken nicht, wie sehr sie ihre eigne Leistungsfähigkeit immer mehr an derjenigen von Maschinen und Computern messen (Nie krank, nie müde, nie traurig, aber auch nie verliebt) und damit immer mehr dessen, was uns als Menschen ausmacht, verraten.
    Unser heutiges Idealbild eines Menschen, ist ein Mensch, der eigentlich gar keiner mehr ist: Fehlerfrei, stets leistungsbereit, ohne Ecken, Kanten, eigne Meinung oder Ideen.

  6. Chräcker · 7. Januar 2010, 11:27 · #

    Ich kenne diese “Definition” und denke zuweilen, daß sie doch auch nur eine Mähr ist. Sie klingt “gut” (im Sinne von “griffig”). Es gibt immer Leute und Lebensweisen, wo man diesem Menschbild nacheifert, aber es gibt auch unzählige andere.

    Gerade das fehlerhafte unserer Medienpseudovorbilder wird doch durch jede Seite der Presse gezogen. Gerade das nichtfunktionieren. Freilich wünschen sich Arbeitgeber Mitarbeier, die seltener Krank sind, aber das entmenschliche daran ist doch eher, daß die Mitareiter ihre (sorgenden) “Areitgeber” gar nicht wirklich kennen. Da gibt es keinen Menschen, diese Beziehung ist anonymisiert – man rackert sich für den Namen auf dem Briefkopf ab und sieht darin sogar noch die pleitetreibenden bösen Managerbuben aus dem Fernsehen.

    Es werden uns doch an jeder Ecke Menschen mit Kanten gezeigt und immer ist ein Zwegat da, der sagt. Das ist menschlich, das bekommen wir gemeinsam hin. Ich denke, es wird einfach viel zu viel gezeigt und verzählt, wie viele Menschen diese oder jene Problemfelder haben, so das man zwar eben nicht meint, man dürfe das nicht haben, aber meint: selber ist man mit seinen eigenen Problemen und Ecken und Kanten zu klein denen gegenüber, da sei man lieber still.

    Es ist eher eine selbstaufgelegte Meinung, daß man das alles nicht sein darf, was man eben ist. Und da man das ungerne zugibt, schiebt man es gerne schnell “auf die Gesellschaft” – aber ich sehe das gar nicht. Bestimmte Kreise sicherlich ausgenomen. Aber die gab es immer.

  7. Jean-Paul Robin · 7. Januar 2010, 11:44 · #

    @Claudia
    Das Idealbild des aufgeklärten und emanzipierten Menschen, der alle seine Optionen wahrnimmt, bewusst wählt und zufrieden ist, entspricht leider nicht der Realität. Zu viele Menschen “flüchten” in ein Hamsterrad, zunächst freudig, weil es ihnen Halt gibt und eine Richtung vortäuscht. Später, falls sie überhaupt erkennen, dass sie das Ziel nicht erreichen können – das Hamsterrad dreht sich ja bekanntlich an Ort und Stelle und nicht in die Richtung, auf die es ausgerichtet ist – sind sie dazu verdammt weiter zu rennen oder aber ins Schleudern zu geraten, wenn sie anhalten. Das Hamsterrad soll hier sinnbildlich verstanden werden für eine Flucht in eine Aufgabe, in eine Arbeit, in einen Beruf, auf der Suche nach Halt, den dieser aber auf die Dauer nicht geben kann und zudem bedeutende “Nebenwirkungen” mit sich bringt.
    Jean-Paul

  8. Uwe · 7. Januar 2010, 13:16 · #

    Klar, wir stecken alle in einem System. Jeder steckt in seinem eigenen Denksystem. Und ich meine, die Qualität eines Lebens wird dadurch bestimmt, wie sehr ein Individuum mit seinem eigenen Denksystem harmoniert. Sind Körper, Geist und Seele im Einklang, sind sie befreundet und lieben sie sich, dann stellt sich Wohlbehagen ein. :)

    Daneben gibt es das “offizielle System” und die niemals endende Diskussion darum, was ist gut, was ist schlecht, was ist richtig und was falsch. Diese Diskussion kann unendlich lange geführt werden, ohne jemals zu einem Ergebnis zu kommen, einfach deshalb, weil die Antworten individuell verschieden sind UND dazu auch noch zeitlich veränderlich. Eine Kultur hat deshalb keine Chance, jemals für alle beteiligten Individuen passend zu sein.

    Im vorliegenden Fall des Herrn Enke sagt die Kultur: “Du bist viel Wert, wenn Du vielen bekannt bist, wenn Dein Gesicht auf Fernsehbildern oder bedrucktem Papier zu sehen ist.” Hahaha, das ist doch ein Brüller! Mein Wert soll davon abhängen, wieviele Leute meine Nase sehen? Ich mag mir gar nicht vorstellen, wo es mich hinführte, würde ich diesem Glauben folgen. Da kann mich auch die bare Münze, in der sich Popularität durch Werbeverträge auszahlt, nicht eines schlechteren belehren.

    Die Kultur sagt auch: “Du bist nur dann was wert, wenn Du Leistung bringst und zwar am besten Spitzenleistung und zwar egal wie, nur nicht beim Dopen erwischen lassen.” Noch so ein Brüller. Was, um Himmels Willen ist Leistung? Von wem soll ich mir vorschreiben lassen was Leistung ist und wie und wo ich sie zu bringen hätte? Ich würde zum Sklaven, wäre ich dieser Idee verhaftet.

    Es tut mir leid um Robert Enke, sein Geist scheint beiden Glaubenssätzen, ohne Rücksicht auf Körper und Seele gefolgt zu sein und hat die beiden und damit sich selbst, deshalb verloren.

    Einem Individuum, das sich innerhalb seines persönlichen Denksystems weitgehende Kongruenz und Anpassung an die es umgebende Kultur auf die Fahne geschrieben hat, können massive mentale Dissonanzen nicht erspart bleiben. Es wird immer daran leiden, fremdbestimmt zu sein und viel eigenes unverwirklicht gelassen zu haben.

    Ein Individuum dagegen, das sich weitgehend selbst verwirklicht, seinen persönlichen Vorlieben und Abneigungen nachgeht, ohne sich viel um das “offizielle System” zu kümmern, wird mit einer gewissen Vereinzelung leben müssen und erleidet im Extremfall Verfolgung und Bestrafung und den Hass derjenigen, die sich selbstzerstörerisch den Werten der Kultur angepasst haben. Was eine Kultur auf den Tod nicht ausstehen kann, sind wirklich freie Individuen. ;)

    Es ist die Aufgabe jedes einzelnen, für sich selbst herauszufinden, wo sein persönlicher und lebenswerter Kompromiss zwischen kultureller Anpassung und Selbstverwirklichung liegen soll. Inwiefern das gelingt, ist abhängig von jedem einzelnen persönlichen Denksystem. Wer keinen gangbaren Weg findet, der selektiert sich damit aus.

  9. Thinkabout · 7. Januar 2010, 14:45 · #

    Danke für diese tolle Diskussion, die viel mehr Reflexion und Gegenreflexion denn Debatte ist. Wunderbar.
    Ich habe lange gezögert, den Begriff “System” zu verwenden. Aber er ist ganz augenscheinlich passend, und wir Angehörigen unserer Zivilisation verstehen genau, was damit gemeint ist.

    Die persönliche Freiheit, die nie so gross war oder wäre, wie heute, braucht, um gelebt werden zu können, den geerdeten Menschen. Und jede Freiheit definiert sich am Ende doch wieder an Aussengrenzen. Vielleicht wäre sie gar nicht so wertvoll, wenn die Dankbarkeit, sich darin selbst finden zu dürfen, nicht auch die Rücksichtnahme und Einschränkung gegenüber anderen bedeuten würde: Wir möchten im Grunde auch in unserer noch so individualisierten Gesellschaft dennoch zu einer Gruppe dazugehören. Wir suchen Gemeinschaft – und damit etwas, das immer weniger real vorhanden ist, oder dann sofort zum Fokus einer Kommerzialisierung oder einer Bewegung wird: Die Facebook-Gruppe, die Freikirche.

    Eine sehr persönliche Wahrnehmung zum Themenkreis: Die Intensität oder zumindest die Regelmässigkeit, mit der ich dieses Blog pflege (und meine anderen Webaktivitäten), beruht nicht zuletzt auf einem sehr bewussten Marschhalt: Ich habe ein Hamsterrad angehalten, bin ausgestiegen, und habe mich erst wieder zum Aufsteigen überreden lassen, als ein Starrlauf eingebaut worden war. Und Thinkabouts Wife ist lieber gleich davor sitzen geblieben. Und nun haben wir also beide, in unterschiedlicher Weise und Form, mehr Zeit. Uns ist nie langweilig, die Tage sind ausgefüllt, persönlich finde ich, dass ich intensiver arbeite als je zuvor, aber wir gestalten einen Grossteil oder einen grösseren Teil unserer Zeit “frei”. Wir registrieren, wie sich unser Blick verändert. Die Distanz macht das. Und manchmal leiden wir darunter. Es kommt uns manchmal vor, als würden wir von aussen zusehen, wie andere in die Erschöpfung spurten. Oder sich in Sackgassen verrennen. Dann drohen wir, raten zu wollen in Situationen, in denen jeder doch nur beherzigen wird, was er selbst erkennt.
    Wir haben manchmal das Gefühl, wir würden wie im Kloster leben – aber ohne die klösterliche Gemeinschaft. Aussen vor. Und das ist nicht einfach. Ich stelle fest, dass ich den Abend mit Kollegen beim Tennis enorm geniesse, dass ich in meine Begegnungen viel Empathie packe – und wie wohltuend das ist, wenn ich dabei gelassen bleibe und auch da am Ende die Dinge auf mich zukommen lasse. Gemeinschaft wird dabei in unserem Kulturkreis sehr viel weniger durch tägliches Erleben vermittelt. Wir sind durch so viele Dinge abgelenkt… (oder gelenkt?).

    Aber das Wissen um einander kann sehr stark und hilfreich sein.
    So ist für Thinkabouts Wife die tägliche intensive Meditation sehr wichtig und “ihr selbst geschuldet” oder geschenkt. Es ist aber bestimmt nicht nur für mich schön, dass ein Freund von uns, der täglich seine Firma am Laufen hält, meiner Frau ausdrücklich für diese Lebensweise dankt: Es gibt also Menschen, die uns nicht als Sonderlinge betrachten noch uns irgend etwas an unserer Zeit neiden – die sich interessieren, davon wissen und es begrüssen. Vom Bedürfnis nach solcher Wertschätzung und Annahme nicht frei zu sein, mag auch eine ungesunde Anhaftung sein – es ist aber auch Ausdruck einer gewünschten Verbundenheit, aus der eben auch die zuneigende, liebevolle Begleitung erwächst. Die Freiheit, die wir haben, die uns möglich wäre – sie sollte viel mehr mit Liebe, mit liebevoller Güte bewässert werden. Wenn das gelingt, werden wir uns diese Freiheit auch nicht mehr nehmen lassen wollen, und das wird zu aller Menschen Wohl um uns herum beitragen.

  10. Uwe · 7. Januar 2010, 16:17 · #

    Ich kann nachfühlen, was Du sagst, Thinkabout.
    Auch ich lebe im (eigenen) Kloster. :) Für mich kein Grund für Selbstzweifel.

    Das Gefühl der Verbundenheit bei gleichzeitig maximierter Selbstverwirklichung ist für mich kein Gegensatz mehr. Wie ein Kreis schließt sich mein Weg nach innen mit dem Außen. Erst als wirklich zufriedenes Selbst kann ich anderen Liebe schenken. Als Geist, der Körper und Seele martert (Enke, in meiner Vorstellung), schenke ich anderen nur die Bestätigung für Illusionen, denen ich selbst anhafte.

    Danke für das Thema und danke für den Link, Claudia.

  11. mimikry · 7. Januar 2010, 17:00 · #

    @Uwe,
    Ich hatte vor seinem Tod noch nie etwas von Robert Enke gehört, aber ich denke, so vereinfacht wird das diesem Menschen nicht gerecht – aus den Berichten über ihn wurde ersichtlich, dass er scheinbar ein sehr untypischer “Fussballstar” war, der eher bescheiden und zurückhaltend auftrat.
    Ich bin der Meinung, man muss eine grosse Leidenschaft für etwas empfinden, um darin so gut zu werden, überhaupt je in die Situation zu kommen, dass sich die Medien so sehr für einem interessieren. Er war nicht Medienstar, weil er einer sein wollte, er liebte seinen Sport und war sehr gut darin – auch eine Form der Selbstverwirklichung.

    Seine grösste Angst war, dass er die Dinge verlieren würde, die er am meisten liebt – den Sport und seine Adoptivtochter – wenn bekannt würde, dass er unter einer schweren psychischen Erkrankung leidet.
    Nicht weil er “die Leistung” nicht bringen konnte, (das konnte er offensichtlich trotz seiner jahrelangen Erkrankung – sonst wäre er gar nicht Nationaltorwart geworden) sondern weil eine psychische Erkrankung nach wie vor ein grosses Stigma darstellt.

    Man braucht sich nur die aktuellen politischen Diskussionen über psychisch Kranke in der Schweiz anhören, um zu sehen, mit wieviel Unwissen und Menschenverachtung darüber nach wie vor geurteilt wird.

  12. Uwe · 7. Januar 2010, 19:50 · #

    @Mimikry
    Ich kann Robert Enke nicht “gerecht werden”. Niemand außer ihm selbst kannte seine innere Welt. Er lebte in seinem Denksystem, Du lebst in Deinem und ich lebe in meinem. Nicht einmal das eigene durchschaue ich in allen Facetten. :)

    Wenn Enke jedoch tatsächlich glaubte, ein Eingeständnis seiner Befindlichkeit (Depression) würde dazu führen, etwas zu verlieren (Sport und/oder Adoptivtochter) und wenn er davor Angst hatte, etwas zu verlieren oder etwa stigmatisiert zu sein, dann litt er doch an seinem eigenen geistigen Konzept, auch wenn es nur übernommen war und nicht bewußt gewählt.

    Ich halte nichts davon, eine anonyme “Öffentlichkeit” für ihre Einstellungen zu kritisieren, ich bevorzuge es, die Verantwortung für die eigenen gedanklichen Konzepte zu übernehmen und sie mit mit meiner gefühlten Lebenswirklichkeit, meinem Befinden, in Einklang zu bringen.

  13. SeelenLeerer · 8. Januar 2010, 03:31 · #

    Gratulation an alle, die es geschafft haben, sich von den Zwängen zu befreien.
    Doch denen, die noch drin stecken, erscheint deren Realität meist mächtiger
    als die Möglichkeit der Befreiung.
    Wie wollt ihr jenen eine gangbare Brücke bauen?

  14. Uwe · 8. Januar 2010, 10:20 · #

    @Seelenleerer
    Tust Du einem Wellensittich einen Gefallen damit, seine Käfigtür zu öffnen, bevor er gelernt hat für sich selbst zu sorgen?

  15. mimikry · 8. Januar 2010, 15:52 · #

    @uwe
    (…) und wenn er davor Angst hatte, etwas zu verlieren oder etwa stigmatisiert zu sein, dann litt er doch an seinem eigenen geistigen Konzept, auch wenn es nur übernommen war und nicht bewußt gewählt.
    —-

    Das mag sein.
    Nur leben wir nicht alleine, sondern in einer Gemeinschaft, in der gewisse – geschriebene und ungeschriebene Gesetze und Regeln gelten. Künstler dürfen es sich gerade noch erlauben salopp gesagt “einen an der Klatsche zu haben” – Fussballer, Politiker und der ganze Rest: Auf gar keinen Fall. Und das entscheidet nicht der Betroffene (egal welch wunderbares & freiheitliches Weltbild er haben mag) das entscheidet die Umgebung für ihn.
    Oder kennst du eine/n erfolgreiche/n SportlerIn, PolitikerIn, ManagerIn ect. mit einer psychischen Erkrankung?

  16. Thinkabout @ Uwe + Mimikry · 8. Januar 2010, 19:35 · #

    @Uwe #14
    ich nehme Dein Gleichnis gerne auf und frage zurück:
    Der Wellensittich lernt im Käfig nie, für sich selbst zu sorgen. Dafür muss die Freiheit gewagt werden… und dabei wird er bestimmt Ferden lassen, das ist klar.
    @Mimikry #15
    ich kenne auch keine schwulen Fussballer. Viel zu uncool. Das Massenphänomen Fussball ist wirklich ein Phänomen der Masse: Da wird ein Bild projiziert, indem die Figuren in einem ganz engen Korsett stecken. Schon verrückt: Früher galten Fussballer als faul. Die haben ja nix getan für ihr Geld. Heute sind da nicht wenige, die attestieren, dass es auch eine Art Schmerzensgeld sein kann… oder eine Form einer Risikoprämie: Für jeden Profi gibt es fünfzig Talente, die es nicht schaffen. Würde ich mal schätzen.

  17. Uwe · 8. Januar 2010, 20:00 · #

    @Mimikry
    Nein, ich kenne keine/n erfolgreiche/n SportlerIn, PolitikerIn, ManagerIn ect. mit einer psychischen Erkrankung. Natürlich sagt das “ungeschriebene Gesetz”, daß sich solche Leute fehlerfrei und souverän zu präsentieren haben, egal wie sie sich fühlen und sogar wenn sie wissen, daß sie total danebenliegen. :)

    Ungeachtet aller geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze, bleibt es aber die Verantwortung jedes einzelnen, darüber zu entscheiden wie er/sie mit sich selbst umgeht. Deswegen können manche Leute eben nicht erfolgreiche/r SportlerIn, PolitikerIn, ManagerIn ect. sein. Ich will es beispielsweise nicht und fühle mich trotzdem “erfolgreich”. Wer mehr Anerkennung von anderen benötigt, der entscheidet anders, wo sein Kompromiss liegen soll. Niemand trägt die Schuld, wenn sich da jemand verfährt und sich übernimmt.

    Du sagst: “Nur leben wir nicht alleine, sondern in einer Gemeinschaft …”
    Ich würde eher sagen: Wir leben alle alleine UND in einer Gemeinschaft. Du allein steckst in Deiner Haut, hast einen eigenen Stoffwechsel, Du kamst allein und Du gehst allein. Du hast eigene, individuelle Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen und kannst keiner Gemeinschaft die Verantwortung dafür übertragen.

  18. mimikry · 8. Januar 2010, 23:45 · #

    @ uwe,
    Ich halte eine Gesellschaft für dumm und vor allem nicht entwicklungsfähig, in der nur normierte 0815 -Menschen “irgendetwas erreichen können” und man alles andere ohne stichhaltige Begründung aussondert.
    Lange hat man Frauen von der Akademischen Laufbahn ausgeschlossen und so auf das Potential von 50% der Bevölkerung für Forschung und Wissenschaft verzichet.
    Mit welcher Begründung? Mit ihrem kleineren Gehirn könnten Frauen eben nicht so gut denken. Dass nicht jeder alles erreichen kann, stimmt natürlich, aber er oder sie sollte es zumindest versuchen dürfen und nicht schon vorher durch die 0815-Norm ausgebremst werden, die die 0815-Menschen aufstellen, um ihre eigenen Pfründe zu retten. Denn darum geht es doch bei solchen “Beschränkungen” immer.

    Man hält sich die Konkurrenz kleiner, wenn man schon mal von vornerein alle Frauen/Schwule/Behinderten/Muslime/ Juden/die mit dem Namen auf -ic (beliebige Randgruppe, von früher oder heute einsetzbar) ausschliesst. Damit es nicht so auffällt, erfindet man irgend einen “Grund” sie auszuschliessen oder behauptet schlicht: es kann eben nicht jeder alles erreichen… wenn die Angehörigen der einen oder anderen Randgruppe es nicht erreichen können, braucht man ja auch keine Angst davor haben, sie es zumindest versuchen zu lassen…
    Aber dann könnte es passieren, dass einige tatsächlich erfolgreich sind und dann erinnert man sie mal schnell an “Eigenheiten” ihrer Gruppe und die wären nicht vereinbar mit ihrer Postion (Beispiel: man macht berufstätigen Müttern ein schlechtes Gewissen).
    Oder man kreiert das Bild vom “männlichen” Fussballer, der keinesfalls schwul sein darf oder oder oder…

  19. Thinkabout · 9. Januar 2010, 00:37 · #

    Hannover hängt Enke-Trikot im Stadion ab

    Hannover 96 wird das riesige Robert-Enke-Trikot vom Tribünendach der AWD-Arena entfernen. ‘Zum Berlin-Spiel ist es nicht mehr da’, sagte Clubchef Martin Kind in Burgwedel in Hannover. Das Trikot war nach dem Selbstmord des Nationalspielers symbolisch ins Stadion gehängt worden. ‘Die Mannschaft braucht dieses Zeichen nicht’, sagte Trainer Andreas Bergmann.
    Quelle:
    sportal.de

  20. Uwe · 9. Januar 2010, 12:08 · #

    @Thinkabout
    “Dafür muss die Freiheit gewagt werden…”
    Ja, aber vom Wellensittich, der “muss” das wollen! Ich kann niemandem die Freiheit bringen, die er nicht will, also nicht geübt hat, mit der er also nicht umgehen kann.

    @Mimikry
    Ich bin ganz Deiner Meinung und sehe es genauso. An diesem “man”, der sich da so unklug verhält kann ich aber nichts ändern, darum ändere ich das, was ich ändern kann, nämlich mich. Es steht mir frei, meine geistigen Konzepte so zu verändern, wie sie mir besser gefallen, einfach ohne einen “man”, der genauso denkt und tut. Die “Nachteile”, die das vermeintlich bringt sind eigentlich Vorteile.

  21. SeelenLeerer · 13. Januar 2010, 00:08 · #

    @uwe#14: In einigen der Texte zuvor klang es ein weinig nach Selbstbeweihräucherung. Seht her, ich bin frei von Konzepten und Zwängen.
    Wieso also nicht so jemanden nach einem Tip fragen?

    Die Antwort auf Deine Frage hat Thinkabout sehr treffend gegeben.

  22. Uwe · 13. Januar 2010, 11:41 · #

    @Seelenleerer
    Selbstbeweihräucherung, wozu sollte die gut sein? Wie jemand wirklich ist, das erlebt er jeden Tag, ganz ungeachtet dessen, was er anderen darüber vormacht. Hälst Du es etwa nicht für möglich, sich von Zwängen befreien zu können? ;)

    Deine Frage lautete “Wie wollt ihr jenen eine gangbare Brücke bauen?” (#13).
    Meine Gegenfrage sollte meinen: “Warum überhaupt Brücken bauen wollen, wo keine gesucht werden?” Ich habe gelernt, es ist verlorene Energie jemanden befreien zu wollen, der nicht frei sein will. Die Käfigtür steht offen, sie wird nur von innen zugehalten.

  23. SeelenLeerer · 15. Januar 2010, 03:19 · #

    Hallo Uwe

    Wozu die gut sein soll?
    Um besser da zu stehen.
    Denn nicht allen kaufe ich es ab.

    Ob ich es nicht für möglich halte?
    Doch, schon. Du scheinst ja Deinen Weg vor uns geheim halten zu wollen ;-)

    Weshalb ich überhaupt nach den Brücken fragte?
    Du schriebst, es sei jedes Einzelnen seine Aufgabe, seinen Grad an Selbstverwirklichung zu finden.
    Wenn es nun schon unsere Aufgabe ist, kann ein wenig Unterstützung doch nicht so falsch sein?

  24. Uwe · 15. Januar 2010, 12:35 · #

    @Seelenleerer
    Wieso geheimhalten, habe ich noch nicht ausführlich gesagt, was ich dieses Thema betreffend für wahr halte? Meinem Gefühl nach verändert es mein Dastehen nicht, ob jemand meiner Wahrheit folgt oder einer anderen. Meine Ansichten verschenke ich gerne und es ist nicht notwendig, daß jemand sie annimmt, denn ich lebe nicht davon, sie zu verkaufen. ;-).


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