SMS zum Tag: Liebe Gewohnheit?
Sind liebe Gewohnheiten einengende Pflichten geworden?
Ist Ihnen Vertrautes Orientierung oder Gefängnis?
Einmal Ausbrechen lässt auf-, nicht zusammenbrechen.
Dieses SMS zum Tag – meist geh ich nicht zu Bett, ohne mir dafür ein paar Gedanken zu machen – und es ins Netz zu stellen. Aber kann ich nicht schlafen, wenn ich es nicht tue? Ich ertappe mich dabei, dass mich der Gedanke quält, es könnte jemand enttäuscht sein, wenn er vergeblich darauf wartet.
Das mag überheblich klingen, ist aber nicht das Thema, das einen beschäftigt: Die Mutter, die keine Ruhe hat, bis ihre Kinder das Frühstück genau so haben, wie sie es gewohnt sind. Auch sie macht sich diese Regel zuerst selbst – und irgendwann wird sie zum Muss. Die Gewohnheiten sind angenehm – aber nicht immer für sie. Manchmal möchte sie anders. Und sie darf es, wir dürfen es alle. Es schadet nichts, einfach gar nichts selbstverständlich zu nehmen und dann auch wieder in seinem Wert zu erkennen. Und dann freiwillig und bewusst zur Gewohnheit zurück zu kehren – oder sie zu lassen.
Wir schaffen uns viele Gefängnisse selbst – und gerade unser Alltag ist oft überfüllt davon. Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil wir uns unser Gefängnis allzu oft selbst bestätigen.

Tina · 22. Juni 2007, 17:57 · #
Lieber Thinky,
ich wollte heute morgen schon das Fehlen der SMS und Deine inspirierenden Gedanken dazu mit einem spaßigen Kommentar von Udo Vetter einklagen lassen:-)). Aber wohin hätte ich den schreiben sollen?
“Gewohnheitsrecht ist ungeschriebenes Recht, das dem Leser eines Blogs aufgrund regelmäßiger Besuche und der damit verbundenen Erwartungshaltung garantiert, die morgens erscheinende SMS zum Tag pünktlich vorzufinden”.....oder so…lach :-))
Wirklich nicht, ist nur ein Joke! Aber vermisst hab ich sie schon! Und ein paarmal auf “aktualisiere” gedrückt und meine olle Kiste verdächtigt, sie unterschlägt mir einfach mal wieder was!
Du hast völlig Recht, man sollte sich nicht in Bahnen der Gewohnheit zwängen lassen, die nicht sein müssen. (Auch wenn eine irritierte Mainzerin sich dann morgens halt mal ihr Motto zum Tag selbst basteln muß*fg*)
“Alles Festlegen verarmt.” (Christian Morgenstern)
...aber trotzdem schön, daß sie jetzt da ist! :-)
Thinkabout · 22. Juni 2007, 18:34 · #
Liebe Tina
Weisst Du, mich freut es ja auch, wenn die LeserInnen sich an Eckpfeiler gewöhnen und sie lieb gewinnen. Und auch zum Schreiben tut ein bisschen “Druck” manchmal ganz gut. Ich bin einfach froh, dass es nie ein “Muss” zu sein hat – alles darf auch einmal anders sein oder wieder anders werden. Dies ist fast die grösste Qualität, die mein neues Leben zu bieten hat.
Werner · 23. Juni 2007, 16:51 · #
Mir giehts inzwischen schon fast so ähnlich wie TINA.
(Hab übrigens mit Freude festgestellt, dass ich hier nicht der einzige Rheinland-Pfälzer bin).
Mein Kommentar zu deinem Text lieber Thinky:
G erne
E rleben
W ir
O ftmals
H ier
N atürlich auch
H eute
E inen
I nteressanten
T ext.
S chreibst
O ft
L auter
L esenswertes
N ur
I mmer
E rkenne:
B evor
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L ästig
A usartet,
S o
T ue
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N icht!