Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


SMS zum Tag: Schlecht gelaunt

∞  14 Juni 2007, 22:20

Missmutig aufgestanden?
Sie haben der schlechten Laune nicht gerufen.
Dennoch ist sie da.
Das Einzige, was daran falsch ist, ist Ihr Glauben, es müsse so sein.




Mensch, habe ich heute unterirdisch Tennis gespielt. Und meine Schuhsohlen müssen mindestens an 5kg Lehm geklebt haben, so müde habe ich mich bewegt.
Und geschimpft habe ich.
Natürlich, da muss es auch noch winden. Und so kommt eines zum andern und am Ende glaube ich, das hätte alles seinen Grund. Hat es wohl auch, aber diese Gründe oder dieser eine Grund kommt nur von mir: Ich lasse mir meinen Tennisabend von meiner Laune kaputt machen, von nichts als einer Laune. Das ist mein ganzer Grund, und was bin ich für ein Esel, dass das reicht! Ich spiele hier nicht um die Weltmeisterschaft, sondern zur Zerstreuung und zudem mit einem Freund. Wenn ich also schon nicht für mich gewillt bin, friedvoll mit mir umzugehen, so sollte ich es wenigstens für andere tun, denn die müssen mich ertragen…

Erkenntnis des Abends:
Ein Tennismatch auf Freizeitniveau wird meist schon vor dem ersten Ballwechsel gewonnen oder verloren – und diese Erkenntnis bleibt unabhängig vom Resultat gültig.


  1. Tina · 15. Juni 2007, 04:41 · #

    “Die negativen Gefühle gibt es nur in ihnen. Niemand auf der Welt hat die Macht, sie unglücklich zu machen. Es gibt nichts auf der Welt, das die Macht besäße, Ihnen zu schaden oder Sie zu verletzen: kein Ereignis, keine Umstände, keine Situation, auch kein anderer Mensch.

    Führen Sie dieses Programm aus, tausendmal:
    a) Erkennen Sie die negativen Gefühle in sich;
    b) Verstehen Sie, dass diese Gefühle in Ihnen sind und nicht in der Welt, nicht in der Wirklichkeit;
    c) Betrachten Sie diese Gefühle nicht als wesentlichen Bestandteil des „Ichs“; sie kommen und gehen;
    d) Erkennen Sie, dass sich alles ändert, wenn Sie sich ändern.”
    (Anthony de Mello)

    .
    Schon so oft gelesen, und trotzdem erwische ich mich immer wieder dabei genau diesen Fehler zu begehen: Andere ändern zu wollen – nicht mich selbst.
    Danke, daß Du mich mit Deiner SMS wieder daran erinnert hast! Mein Chef wird meine neue Sichtweise begrüßen :-))


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