Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


SMS zum Tag: Vom Versichern und Beten

∞  13 Juni 2007, 23:02

Die gestrige Frage, warum Gott dies und das zulasse, lässt mich das folgende SMS verschicken:

Absichern können Sie sich mit Versicherungen.
Ein Gebet geht darüber hinaus der Frage nach, was denn aus Ihrer Sicherheit heraus geschehen soll?




Mich beunruhigt die Frage, warum Gott das Elend in der Welt zulässt, ehrlich gesagt weniger, als die Frage, ob das, was ich für das Glück meines Geborgen- und Behütetseins ihm zurück gebe, ausreicht?

Muss ich bis zum äussersten Kämpfen, sind alle meine Sinne geschärft und ich finde in aller Regel einen Weg aus der grössten Not – auch dank Kräften, die mir erwachsen, die ich nie für möglich gehalten hätte. Warum nur bringt mich unbeschwertes Glück umgekehrt so schnell der nachlässigen Trägheit näher?


  1. Darpan · 14. Juni 2007, 07:51 · #

    Lieber Herr Thinkabout,
    ich “muss” jetzt provozieren ;-)
    Ist es wirklich so, dass wir dem Schöpfer oder der Schöpferin etwas zurückgeben “müssen”? Ich sehe das so, dass er / sie uns in diesen Teil der Welt gebracht hat, damit wir die Segnungen dieses Lebens einfach nur annehmen und geniessen lernen. Nicht, dass alles selbstverständlich wäre aber ich denke, wenn wir die Schöpfung achten und ehren, dann haben wir unseren Teil bereits beigetragen.
    Dankbarkeit und Demut sind die Dinge, die ich der Schöpfung entgegenbringe.
    Zu der Abschlussfrage fällt mir nur ein, dass wir ganz offensichtlich auf Kampf und Ungemach konditioniert sind und es schwer “ertragen”, glücklich und zufrieden zu sein. Und somit schliesst sich für mich der Kreis wieder zu meinen Eingangsworten ;-)))
    Herzliche Grüße aus Österreich
    Darpan

  2. Caro · 14. Juni 2007, 09:21 · #

    Warum?
    Weil Du ein Mensch bist.
    Und ein Geniesser ;-)
    Glück darf auch einfach einmal genossen werden. Meinst Du nicht, Dein Gott freut sich, wenn Du einmal satt und zufrieden auf der Terasse wegratzt?

  3. werner · 14. Juni 2007, 11:29 · #

    Dazu passt wunderbar der Ausspruch eines früheren Ausbilders von Theologen:

    “Wer verschläft, darf sich mäßig freuen.”


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