Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Subversive Netzchaoten sind nur peinlich

∞  3 Dezember 2008, 23:30

Spontane Aktionen im Netz können scheitern. Vermeintlich scheitern. Der Versuch, eine Voice of Blogistan zu installieren, zerbricht an subversiv-anonymen Chaoten.

Die Umfrage über Doodle ist schlicht zu leicht zu sabotieren, sämtliche Kommentare wurden zudem von “Zleidwärchern” entfernt.

Was lehrt uns das? Dass die Häme von Kleingeistern scheinbar und vordergründig triumphieren kann. Dass eines aber ganz sicher auf diesem Weg nicht gelingt: Menschen mit Rückgrat das eigene Wort und die eigene Meinung zu verbieten.

Menschen und Blogger wie der Bugsierer werden weiter machen und immer wieder Wege und Mittel finden, ihre Meinung ungeschminkt und ehrlich mit einzubringen. Und das sage ich, und unterstütze ich im Bewusstsein, mit ihm nicht immer einer Meinung zu sein. Das ist ja genau die Kultur und die mögliche Qualität des Internets, dass man sich auf einer Plattform kabbeln und streiten kann, ohne den Respekt vor einander zu verlieren. Und das ist die Qualität, die jedes Online-Portal brauchen wird, soll es für seine Nutzer interessant bleiben.

Am Ende disqualifizieren sich die vermeintlich triumphierenden Chaoten mit solchen Aktionen selbst. Denn als Leser sind sie bei weitem nicht so dumm, wie manche meinen.


°





abgelegt in den Themen
Zum Blog[gen]
und
Gesellschaft



einfache Geister müssen ruhelos sein


  1. Alexander Müller · 4. Dezember 2008, 00:54 · #

    Hallo Thinki, eine Umfrage bei der es möglich ist, dass die Teilnehmer zur gleichen Sache mehrmals abstimmen können, ist schlicht nicht seriös. In diesem Sinne bin ich den subversiven dunklen Mächten aus dem WEWEWE sogar dankbar, dass sie den Schwindel von Bugsierer und Co. aufgedeckt haben.

    Das Lustige dabei ist ja noch, dass sogar der Lupe-Fritz auf den Schwindel von Bugsierer hereingefallen ist und Werbung für dessen Fake-Umfrage gemacht hat.

  2. Ugugu · 4. Dezember 2008, 03:32 · #

    oha, der admin vom dailyStalk war auch schon hier…

    könnten sie mir eigentlich mal erklären was diese wilde rumspamerei soll, nachdem sie die schöne umfrage mit ihren rüppelhaften einträgen und verzweifelten löschaktionen zerstört haben?

  3. Zappadong · 4. Dezember 2008, 08:19 · #

    Das Projekt mag gescheitert sein. Die Art, wie es gescheitert ist, sagt wesentlich mehr über die Sabotierer aus als jene, die an der Umfrage teilgenommen haben. Insofern ist die ganze Aktion einmal mehr total entlarvend.

    Ich halte der SVP jetzt einfach einmal zugute, dass nicht alle ihre Anhänger in der untersten Schublade zuhause sind, und bin gespannt, was sich parteiintern die nächsten paar Monate abspielen wird. Und da dieser Kommentar hier nicht gelöscht werden kann, wiederhole ich mich:

    Das Einbinden der SVP in die Regierung ist zum jetzigen Zeitpunkt ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen.

    Wird ein totaler Hardliner gewählt, der dem Bundesrat die Parteimeinung aufdrängen will, scheitert dieser Bundesrat, denn die Aufgabe des Bundesrates ist es, ALLE Schweizerinnen und Schweizer zu vertreten und nicht nur die SVP Wähler.

    Wird ein gemässigter (was immer das heisst) Vertreter gewählt, der zwar sich und die Parteimeinung einbringt, vertritt und ihr auch zum Durchbruch zu helfen versucht, wird er zwischen Bundesrat und Partei total aufgerieben. Denn: Der Bundesrat wird nicht jedes Mal genau das tun, was der SVP-ler will, und schon gehört der gute SVP Mann zur Classe Politique, die man so sehr verhöhnt und verachtet.

    Vielleicht besinnt sich die SVP ja irgendwann wieder auf ihre Grundwerte (Toleranz und Anstand standen tatsächlich bei der Gründung ziemlich weit oben auf der Liste) und hört auf, jeden – auch die eigenen Parteimitglieder, die es wagen, eine abweichende Meinung zu haben – niederzuschreien, an den Pranger zu stellen oder hintenherum schädigen zu wollen. So etwas hat in einer Demokratie einfach keinen Platz.

    Erst dann ist diese Partei meiner Ansicht nach regierungstauglich.

  4. Marianne · 4. Dezember 2008, 08:29 · #

    Einfach scheusslich. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas passieren könnte. Man mag mich naiv nennen, mit dem kann ich leben, aber die Hoffnung auf mehr Anstand und Respekt – auch im Internet – bleibt mir erhalten. Muss mir erhalten bleiben.

  5. Thinkabout · 4. Dezember 2008, 08:45 · #

    @Zappadong:
    Also, ICH könnte Ihren Kommentar durchaus löschen, mache ich aber natürlich nicht. Und auch der Herr Müller bleibt hier schön sichtbar, zusammen mit Herrn Ugugus Richtigstellung der Relationen. So weiss man doch gleich schon mal, was woher kommen dürfte.
    So richtig anti-fake-mässig an dieser Episode dürfte genau der Umstand sein, dass jene, die sich für die Aktion eingesetzt haben, durchaus nicht einheitlich gestimmt haben, und doch fühlte ich mich mit meiner Position durchaus wohler, als ich noch ein wenig einsam war… es gehört, noch einmal, genau zur Kultur unseres Landes, dass sachliche Diskussion und Abstimmung ein hohes Gut ist.

  6. bugsierer · 4. Dezember 2008, 15:59 · #

    tja, schade schade.

    aber wie schon von verschiedenen frauen und mannen hier und dort erwähnt: “man kann zeichen hinterlassen, ohne damit etwas sagen zu wollen; man kann aber nicht verhindern, dass sie etwas sagen.” (hans saner)

  7. Alexander Müller · 4. Dezember 2008, 17:46 · #

    Entlarvend ist hier nur eines, die Art und Weise wie linke Blocherhasser versuchen mit unseriösen Umfragen Stimmung gegen die SVP zu machen.

    Was nützt euer lächerliches Projekt, wenn es nicht repräsentativ ist?

    1. Man weiss nicht wer an euren Pseudo-Umfragen teilnimmt, da nämlich jeder einfach einen Namen eines anderen hinschreiben kann und 2. kann jeder mehrfach zur selben Sache eine Stimme abgeben. Manipulativer geht es doch gar nicht mehr. Entweder seid ihr so inkompetent oder ihr tut nur so. Vernünftige Leute sollten das eigentlich selber merken.

    Jedenfalls solltet ihr den subersiven Kräften der angeblich dunklen Seite der Macht durchaus dankbar sein. Sie haben eindrücklich demonstriert, dass diese doodle-Umfragen ein Witz für kleine Kinder ist. Für wissenschaftlich seriöse und repräsentative Umfragen taugt das tool nicht. Di Gründe habe ich genannt.

  8. Thinkabout · 4. Dezember 2008, 18:34 · #

    @ Herrn Müller
    Worte wie “links” und Blocher“hasser” kommen in meiner politischen Positionsbeschreibung ganz sicher nicht vor, solche wie “liberal-demokratisch” und Blochergegner aber schon.
    Ich denke, ich könnte Sie hier noch eine Weile weiter rumtoben lassen, und Sie würden noch mehr von sich offenlegen, was klar machte, wo die Eiferer in diesem Fall hocken.
    Aber ich missgönne Ihnen den Triumph mit Ihrer kleinen Aktion nicht. In der Tat war die Umfrage gutgläubig aufgebaut, nur wurde sie nicht von jenen missbraucht, die Sie hier anschwärzen, wie sie SEHR gut selber wissen.
    Und was Sie kritisieren, ist das Problem vieler Internet-Umfragen, und eine Namensnennung ist da in der Regel überhaupt nicht notwendig.
    Repräsentativ sollte die ganze Umfrage gar nicht sein, sie sollte vielmehr Sitmmen aus der Blogosphäre sammeln. Der Initiant selbst, der deutlich mehr Rückgrat besitzt als so mancher andere Internaut, den ich “kenne”, hat freimütig eingestanden, dass die Idee zu gutgläubig lanciert und damit zum Flop wurde. So was hat für mich durchaus Grösse.
    Und zum Schluss noch etwas:
    Sie scheinen zumindest meinen Beitrag zur Umfrage nicht gerade aufmerksam gelesen zu haben. Ich weise da darauf hin, dass es nicht um eine Blocher-Abstimmung gehe, sondern um die Frage, ob das Hardliner-Gedankengut in die Regierung einfliessen soll.
    Ganz offensichtlich sind Sie selbst so blocherfixiert, dass Ihnen das entgangen ist. Und genau diese Typen in der SVP machen es so schwer, die Partei in die Bundespolitik auf Regierungsebene aufzunehmen.

  9. Alexander Müller · 4. Dezember 2008, 22:01 · #

    Lieber Thinki, woher nehmen Sie eigentlich die Gewissheit, dass es im Internet nur ehrliche Leute gibt? Sind Sie wirklich so naiv? Woher wissen Sie, dass jene, die bis zum Auftritt des Onlineaktivisten abgestimmt haben wirklich jene sind, deren Namen angegeben wurden?

    Die Aktion desjenigen der die Anfälligkeit für Manipulationen der Umfrage aufgezeigt hat, war absichtlich offensichtlich, ging es doch darum aufzuzeigen wo das Problem bei solchen Umfragen liegt.

    Es ist falsch nun denjenigen anzuschwärzen, der auf das Problem aufmerksam gemacht hat. Selbstkritik auf Seiten derjenigen, die für die Umfrage verantwortlich sind bzw. derjenigen die leichtgläubig an solche Umfragen glauben wäre eher angebracht.

  10. Thinkabout · 4. Dezember 2008, 22:33 · #

    Die von Ihnen angemahnte Selbstkritik ist schon zum Ausdruck gekommen. Alles weitere trollen ist überflüssig. Schaum vor dem Mund abwischen und weiterziehen, würde ich vorschlagen.

  11. Marianne · 5. Dezember 2008, 07:36 · #

    Genau gesehen ist die Umfrage ein voller Erfolg. Denn nur in Torschluss-Panik wird auf so hässliche Weise reagiert – von Leuten, die sehen wie ihre Felle davonschwimmen.

  12. Alexander Müller · 5. Dezember 2008, 23:59 · #

    @Marianne, gell die selbstgefakten Umfragen gefallen einem immer am besten, was?

    PS: Umfragen werden nicht zum Zweck durchgeführt um irgendeinen Erfolg zu haben. Ihr Zweck ist es die Meinung der Umfrageteilnehmer zu erheben. Allerdings benötigt es dazu Mindestanforderungen. Zum einen muss man nämlich wissen wer abstimmt (ob eine Teilerhebung repräsentativ ist, hängt von der Auswahl der Umfrageteilnehmer ab) und zum anderen muss man sicherstellen, das jeder pro Frage nur einmal abstimmen kann.

  13. Thinkabout · 6. Dezember 2008, 00:35 · #

    So, Herr Müller,
    Meine Geduld ist jetzt am Ende. Ich lasse Ihre Wortmeldungen – noch – so stehen. Sie haben damit ausreichend kund getan, was Ihre Meinung ist, und das darf auch so bleiben. Andere aber hier in dieser stumpf sich wiederholenden Weise anzupflaumen, dulde ich nicht. Wenn Sie also trollig werden, finde ich das gar nicht drollig. Also nehmen Sie sich zusammen.
    Noch etwas: Merken Sie eigentlich noch nicht, wie sich das hier totläuft? Wahrscheinlich versuchen Sie deshalb, andere Leser hier zu provozieren und aus der Reserve zu locken. Wissen Sie was? Es langweilt höchstens.


Kommentare dieses Blogs abonnieren: RSS-Feed

Textile-Hilfe