Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Und wer fragt eigentlich nach den Isländern?

∞  20 April 2010, 19:07

Stündlich werden die Radiosendungen von der Flugsituation auf den Flughäfen in Europa dominiert. Täglich ist dazu mehr in den Zeitungen zu lesen. Wer ist für was schadenersatzpflichtig? Dabei geht unser aller Leben ohne jede unmittelbare Einbusse von Komfort weiter.

Ich habe noch kaum einen Bericht aus Island selbst gelesen. Was es von da gibt, sind wunderschöne bis ehrfürchtig machende Bilder von einem Naturereignis. Dahinter aber stehen die Menschen eines sonst schon gebeutelten Volkes. Eben erst haben die Isländer zur Kenntnis nehmen müssen, dass sie das Opfer einer Blase wurden, die in den Köpfen einiger Finanz-Phantasten geborsten ist und das Land fast bankrott gehen liess. Back To The Roots war der Slogan. Also zu Fischfang, Schafzucht und Tourismus. Und nun das.

Die aktuelle neue Bilderserie bei “The Big Picture” gibt einen Eindruck vom Ausmass der Zerstörung für unmittelbar Betroffene…: Hier




  1. LD · 20. April 2010, 21:58 · #

    Es beruhigt mich, zu sehen, dass es noch Menschen gibt, deren Wahrnehmung nicht von der “Berichterstattung” in den Mainstream-Medien getrübt wird.

  2. Zappadong · 21. April 2010, 08:22 · #

    Heute Morgen im Print-Tagi: Die Farmer im Süden des Landes müssen aufgeben. Die Asche ist zu fein, um die Felder zu säubern.

    Keine Ahnung, wie dieses Land all diese Schläge verarbeitet.

  3. Jutta · 21. April 2010, 18:10 · #

    Danke für diesen Blogbeitrag und die sehr eindrucksvollen Bilder. Auch ich bin froh zu lesen, dass es noch Menschen gibt, deren Denken weiter geht als bis zur eigenen Bequemlichkeit.
    Menschen verlieren ihre komplette Existenzgrundlage und wir finden kein anderes Thema als das öffentliche Jammern über ausgefallene Urlaubsflüge und volle Züge. Traurig das.

  4. Gabi · 23. April 2010, 12:49 · #

    Am Montag lief eine Reportage im ARD, die ich leider nicht vollständig sah.
    Der Farmer selbst verharmloste da noch die Aschenprobleme .. Tiere eben im Stall statt draußen … .
    Ich denke, dass wie bei allen Katastrophen, das wirkliche Ausmaß erst etwas später den tragischen Überblick bekommt. Kommt doch auch darauf an, wie lange, wie viel Asche überhaupt niederkommt, so wird es täglich schlimmer.
    Der heutige Mensch scheint nicht für Alternativen in Waswenn – Fällen gerüstet. Von den Profitjägern mag ich gar nicht reden, die sind durch nichts auszurotten.


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