Mein Schreiben. Täglich.
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...
Wir glauben anderen, was sie über uns sagen, nur so lange, wie wir es nicht selber besser wissen.
Genau dafür aber werden wir älter
und genau das ist reifen.
Wir alle wollen geliebt werden und wurden es hoffentlich auch von frühester Kindheit an. Jede menschliche Liebe, sie kann noch so gut gemeint sein, ist aber nicht frei von Besitznahme. Irgendwo gibt es da immer eine Hoffnung auf Wohlverhalten, oder auch eine Erwartung. Erziehung ist auch Loben und Tadeln. Es bilden sich Mechanismen, und wir automatisieren ein Gehorchen oder ein Verweigern. Wir reagieren manchmal mehr, als dass wir agieren würden. Wir “lernen”, wann wir gut sind und wann weniger.
Viele dieser Impulse können uns auch quälen und uns dazu verleiten, Bilder von uns zu zeichnen, die sich bestätigt sehen wollen in jeder neuen Erfahrung. Da aber, wo wir darunter leiden und vielleicht gar verzweifeln mögen, können wir auch fühlen, dass dieses Leid ungesund, ungewollt und aufgezwungen ist. Und wir dürfen den Mut finden, auf unser Innerstes zu hören, das jenseits aller egomanen Vorstellungen vom eigenen Scheinen die Essenz in uns erahnt, die frei von alledem ist und die Liebe empfangen und geben kann, über alle Narben hinweg, unversehrt und rein.

Tina · 16. Juli 2007, 05:21 · #
Eigentlich schade, daß wir die Neugier, die in unserer Kindheit vorherrscht, mit der Zeit gegen Erfahrungen eintauschen. Und anhand gewonnener Einsichten festlegen: Das ist möglich und das nicht.
Erinnert mich an die Elefanten, die mit einer Kette um den Fuß gefangen gehalten werden. Als Jungtier so angebunden, merken sie, daß sie sich nur in diesem begrenzten Radius bewegen können, weil diese Kette stärker ist als sie. Kein Entkommen, trotz vieler Versuche.
Später, als ausgewachsene Elefanten wäre es ein Leichtes, diese Kette zu zerreissen. Doch da hindert sie der gespeicherte Erfahrungswert daran, es erneut zu probieren….
Manchmal komm ich mir auch so vor, wie diese Elefanten: Gefangen in den eigenen Erfahrungen, nicht bereit für ein Update….
http://www.eholistic-healing.com/German/Hypnotherapy/Mind.shtml
Werner · 16. Juli 2007, 09:01 · #
wie sich doch die Dinge zufällig berühren…
in dem Forum in dem ich aktiv bin, schrieb gestern jemand:
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Aus “Gedanken für jeden Tag” von Johann Michael Sailer:
Trau der tückischen Eigenliebe nicht; sie ist die verführendste Krämerin, indem sie Torheit für Weisheit und Weisheit für Torheit verkauft.
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Meine Antwort war:
Aber:
nicht jede Eigenliebe ist tückisch!
Also trau ruhig der wirklichen echten und objektiven Eigenliebe, die dich so wichtig nimmt wie deinen nächsten – aber auch kein bisschen wichtiger.