Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Verleumdung oder Beleidigung

∞  27 August 2007, 23:05

Themen: SMS zum Tag und
Prosa[isch]

Werde ich persönlich angegriffen, so frage ich mich: Werde ich verleumdet oder nur beleidigt?
Dann stelle ich den Gegner oder überlasse ihn dem Urteil anderer.



Und immer frage ich mich dabei: Was lässt die Menschen rasend werden?
Weshalb ist das Gefühl für Unrecht zwischen den Menschen manchmal so fundamental unterschiedlich?
Was lässt sie gegen Windmühlen eingebildeter Unterlegenheit ankämpfen oder sich überlegen fühlen?
Warum wird aus Hochmut genau so wie aus Komplexen manchmal Hass, wo erst nur Abneigung oder Unsicherheit war?


  1. Seelenleerer · 27. August 2007, 23:18 · #

    Vielleicht weil der Andere
    unsere innere Wahrheit
    berührt hat?

  2. burnttongue · 27. August 2007, 23:33 · #

    Ihre Menschlichkeit.
    Subjektiv zu handeln und zu empfinden macht den Menschen aus, ansonsten gliche unserem Leben dem in einem Termitenhügel, oder in einer gesichtslosen Diktatur.

    Interessante Gedanken übrigens, weit zu wenig häufig gedachte allerdings.

  3. Tina · 28. August 2007, 05:03 · #

    Genauso wie ich mir erlaube ein Gespräch zu beenden, wenn ich merke, daß jedes weitere Wort nur Zeitverschwendung bedeutet, wäre ich auch imstande diesen Streitigkeiten auszuweichen.

    Nicht aus der Furcht heraus, diesen Kampf nicht gewinnen zu können, sondern aus der Gewißheit, daß es beim Austragen dieser Differenzen gar keinen wirklichen Sieger geben kann. Er bedeutet unnütze Investition von Kraft und Zeit (und Geld beim Anschalten eines Anwaltes) auf beiden Seiten .

    Natürlich kommt es ganz auf die Situation an, ob die Verlemdung/Beleidigung mir so wichtig ist, daß sie ausgetragen werden muß, – doch grundsätzlich gäbe es für mich noch diese dritte Lösungsmöglichkeit: das Nicht Annehmen/ das Ignorieren, die

    @Seelenleerer
    am 19.08. in “Junge und alte Freunde” in so passende Worte gebracht hat, daß ich sie mir in einer solchen Situation gerne zu Eigen machen würde:

    “ihr könnt mich nicht verletzen, was auch immer ihr mir widerlegt oder mich fragt, denn ich entscheide darüber was weh tut und was nicht. meist entscheide ich mich jedoch aus purem egoismus ;-) dafür, nicht verletzt zu sein, da das leben mit offenem herz viel bunter erscheint und verletzt sein, ein verschliessen des herzens nach sich zieht. zumindest ist es bei meinem herz so.”

    Lieber Seelenleerer, das hat mir ausgesprochen gut gefallen….

  4. Seelenleerer · 28. August 2007, 23:20 · #

    Ihr gefallt mir auch
    nun ist es sogar ausgesprochen.


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