Vorher - nachher, vielleicht mit interdisziplinärer Fortsetzung
Am Anfang stand eigentlich eine persönliche innere Erdung, ein Stück gewonnene Sicherheit. Das äusserte sich alsdann in einem seltenen Ereignis:
Für einmal war ich in der Lage, ein Problem zu teilen – und damit Unterstützung zu erbitten. Ich legte eine Heimlichkeit ab, indem ich, ganz ohne Stolz, mit schlichtem, auch nicht larmoyantem Blick in den Spiegel schaute und zu Thinkabouts Wife sagte:
“Genug. Ich möchte abnehmen.”
Ich war gar in der Lage, über die Fressattacken zu reden, die alsbald nur noch Schokopapier in Fetzen übrig lassen, wenn ich mal loslege. Ich wollte also leichter werden. Und da meine Frau eh schon sehr fettarm kocht, war die Umstellung nicht gross – und der Verzicht auf die Schoggi ein Klacks, als die Kilos mal ins Rollen kamen.
Nun bin ich achteinhalb Kilos leichter und habe einen Beweis mehr, dass nichts die eigenen Probleme so schnell kleiner macht, wie der Mut, diese OFFEN anzugehen. Zumal mit einem Menschen, der bedingungslos zu einem steht.
Es mag mir eine Lehre sein, dass auch eine lange Liebe stets neues Teilen braucht. Und nirgends eigene Schwächen so gut aufgehoben sind wie hier, im Zentrum des eigenen Lebens.
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Nachtrag, 21h04:
Thinkabouts Wife meint, sie vermisse das typische Bild “Vorher-Nachher”. Dabei würde dazu in Zeiten von Photoshop eine einzige Vorlage genügen…
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Claudia · 14. Oktober 2009, 11:20 · #
Glückwunsch zu den 8 Kilo weniger!!
Leider sind meine eigenen “paar Kilo mehr” der letzten Jahre ganz unabhängig davon, wieviel ich mit dem Partner und Freunden drüber rede! :-) Und angestrengte Versuche, allerlei “Kalorisches” wegzulassen führen zur besorgten Frage: Was ist? Du siehst ein bisschen verhärmt aus im Gesicht…
Ich finde mich also lieber damit ab, zu den “etwas Molligen” zu gehören – und wechsel die Klamotten, das kurbelt in der Krise die Binnennachfrage an und ist auch was Nützliches! :-)
ChliiTierChnübler · 15. Oktober 2009, 18:08 · #
Da haben Sie aber eine sehr kluge Frau geheiratet ;) Ich nehme ab, seit ich esse. Was für eine wunderbare Lösung oder? Natürlich gehört auch Sport dazu, aber trotzdem. Seit ich ständig satt bin, ein herrliches Leben. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, WAS man essen muss. Ich sollte ein Buch schreiben…
Gratulation.
Thinkabout @Chlitierchnübler · 15. Oktober 2009, 18:51 · #
*mal grins.
18 gleiche Kommentare habe ich noch nie bekommen, es sei denn, es war Spam. Sorry auch von mir: Die Software hat ein wenig Zicken, indem sie sich sehr viel Zeit lässt, bevor sie eine Aufschaltung des Kommentars freigibt. Wird man dann ungeduldig oder stottert das Internet, dann kann schon mal so was passieren…
Meine Frau freut sich trotzdem über das Kompliment, da bin ich sicher. Ich auch, übrigens.