Wenn es aus der falschen Ecke tönt...
Thilo Sarrazin und die Debatte um den Einfluss der muslimischen Einwanderung aus das Bildungsniveau und -gefälle in Deutschland läuft also. Tut sie das wirklich? Oder ist es am Ende so, dass sich viele Rädchen drehen, aber eher im Leerlauf? Meiner Meinung nach ist die Debatte nämlich noch gar nicht wirklich angelaufen. Wobei “Debattieren” das treffende Wort ist. Von “Diskutieren” kann wohl erst recht nicht geschrieben werden. Das grösste Problem zeigt sich dabei in den Medien im gleichen Phänomen, das in der Schweiz die öffentliche Diskussion um das Minarettverbot bestimmt hat: Eine vorauseilende Abgrenzung verhindert die wirkliche Einlassung auf Inhalte.
Sehr schön zeigte sich das zu Beginn. Wohl keine Zeitung, die sich nicht bemüssigt sah, vorgängig dem Leser zu erklären, warum man in der öffentlichen “Diskussion” eines Buches eines vermuteten Rechtsaussen einen publizistischen Auftrag sehe, der auch dann nötig sei, wenn man damit, natürlich gänzlich ungewollt, für ein übles Machwerk auch noch Reklame machen würde. Vordergründig versuchte man so klar zu machen, dass man den Auftrag, gesellschaftspolitische Thesen kritisch zu hinterfragen und zu beleuchten, ernst nehme. In der förmlichen Entschuldigung, warum das auch in diesem Fall so sein solle, machen die Medien aber vor allem eines klar: Dass ihnen nichts so wichtig ist wie die Distanzierung von einer Strömung, für die man Sarrazin stehen sieht. Die vorauseilende Ortung wird dem Leser mit dem eigenen Standesdünkel der Weltoffenheit mitgegeben, bevor man sich auf das Buch eingelassen hat – und vor allem, bevor sich der Leser darauf eingelassen hat. Damit riskieren die Medien vor allem eines: Dass sie jene Leser gleich zu Beginn verlieren, welche in ihrem Grundgefühl Sarrazins Motivation nicht gänzlich negativ gegenüberstehen. Das sind im übrigen auch nicht einfach die dummen und hoffnungslos verlorenen Leser, sondern auch all jene, die sich durchaus ein eigenes Urteil zutrauen und sich dieses auch selbst bilden möchten. Mit Hilfe der journalistischen Zunft – aber einer, welche die Grundlagen für Urteile liefert – und diese nicht vorneweg nimmt.
In den einzelnen Debatten ist immer wieder das gleiche Phänomen zu beobachten: Sarrazin bemüht Statitstiken und Expertenurteile, versucht mit diesen Schlussfolgerungen, die man teilen kann oder missbilligen. Sie aber einfach zu negieren und die Kälte zu verdammen, die man in diesen Aussagen vermutet, ist keine Diskussion. Denn der Einzelfall, der einzelne Bildungsauftrag beim einzelnen Kind, die Aufgabe von Staat und Eltern für diese eine Person ist die individuelle Problemstellung – die Geisselung oder Herausarbeitung einer Tendenz mit statistischem Material ist deswegen aber nicht falsch.
Sarrazin weist auf Gefahren in der Bevölkerungsentwicklung hin, die viele Bürger selbst auch sehen. Mit humanistischen Grundhaltungen und entsprechender Empörung allein kann hier nicht Gegensteuer gegeben werden. Vielmehr wäre es notwendig, sich tatsächlich aufrütteln zu lassen – von mir aus sehr wohl im Bemühen, Sarrazin NICHT Recht geben zu müssen. Dazu aber würde gehören, sich politisch so zu engagieren, dass der konkrete Bildungsauftrag an jedem Schüler tatsächlich erfüllt wird – und damit der dazu gehörende Integrationswillen der Eltern – zum Wohle der Kinder – auch eingefordert würde. Und zwar verbindlich. Dies ist aber in viel zu vielen Sitationen und an vielen Orten nicht der Fall, und die Frontkämpfer in der Schule werden in der täglichen Mühle sehr allein gelassen, während die begleitenden staatlichen Ämter oft einen sehr ungenügenden Zugang zu den inneren Zirkeln der Migranten haben und die Forderung nach gleicher Bildung für alle auch nicht durchsetzen mögen – weil eben die dazu gehörende Bereitschaft zum unpopulären Nachdruck und damit zur Konfrontation oft fehlt. Toleranz verkommt viel zu oft zu fehlender Verbindlichkeit, zu fehlender Standfestigkeit, und führt damit zu Ungleichheiten.
Die Bürger, darunter auch viele aufgeschlossene Angehörige muslimischer Volksgruppen, wünschen sich sehr wohl die Durchsetzung einer einheitlich freiheitlichen Gesellschaftsordnung, in der sich ethnische Brauchtümer den Regeln des Wohnlandes anzupassen haben. Dass dies in einigen Volksgruppen wenig bis überhaupt nicht gelingt, ist eine Tatsache, die man auf der Grundlage dieser Debatte in eine echte Diskussion führen sollte. Es ist kleinlich, sich dem zu verschliessen, nur weil der Impuls dazu von einer Person und aus einer Richtung kommt, der man schlicht keinen Einfluss zugestehen will. Schon gar nicht auf das eigene Denken.
Vielleicht aber ist es ja durchaus humanistisch, eine Einwanderungspolitik zu betreiben, die sich an den Realitäten und den tatsächlichen Gefühlen der Menschen orientiert und die damit dazu beiträgt, dass jene, die einwandern, auch tatsächlich gute Bedingungen antreffen, um sich integrieren zu können. Jede Gesellschaft hat ihre Ressourcen. Die sind auch intellektueller Art. Was aber davon auf den Boden gebracht wird, entscheidet sich in der Realpolitik. Und damit auch mit der Frage, wie weit sich (integrierte) Einwanderer selbst in dieser Politik und in vermittelnden Positionen zu engagieren bereit sind – mit der klaren Wertung, dass das Bildungssystem des Gastlandes das Bildungssystem für alle Gruppen sein muss. Wohl kein anderes solches System auf der Welt enthält so viele Usanzen, welche tatsächlich Toleranz enthalten, wie hier bei uns. Entsprechend gross düfen die Anforderungen an diese Gruppen sein, egal welcher Ethnie, sich tatsächlich auf das Land einzulassen, in dem sie wohnen.
Wenn z.B. gesagt wird, immerhin 50% der Teilnehmer an Sprachkursen für Erwachsene Migranten in Deutschland würden freiwillig teilnehmen, so ist das für mich kein Erfolg (schon gar nicht wenn ich an die Chancen derer Kinder denke…). Es bedeutet nämlich, dass jeder zweite Teilnehmer vor dem Deutschlehrer widerwillig zuhört.
Meiner Meinung nach ist das eine Katastrophe. Genau so, wie es nicht richtig ist, dass diese Kurse gleichzeitig überbucht sind, weil es viel mehr solche Angebote geben müsste.
Dass man dabei früher oder später zum Ergebnis kommen kann, dass jene, die man zwingen muss, vielleicht eh am falschen Platz sind, ist doch kein Wunder. Wir sind, wie immer, alle gefragt: Der Staat, also wir, müssen die Ausbildung und Schulung anbieten – die Adressaten müssen sie annehmen. Es ist – für beide Seiten – schlicht das Mindeste. Daraus erst, aber dann wirklich, kann folgen, dass man statistischen und tendenziellen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung trägt und Gegensteuer gibt. Auch mit Einwanderungsbeschränkungen, wenn sie denn auf dieser Grundlage auch begründbar sind.
Und dies ganz egal, wessen Finger auf welchen Missstand hingewiesen hat.
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Uwe · 12. September 2010, 20:51 · #
Mich ärgert, daß dieser Mann mit seinen primitiven Thesen dicken Reibach macht, indem ihm die Medien eilfertig zu absatzsteigernder Propaganda verhelfen und ihm dazu von hilflosen Politik-Clowns noch die Pension erhöht wird. Ich finde obszön, wie Öffentlichkeit die Kasse füllt.
Inhaltlich ist das ganze trivial: Kulturelle und genetische Durchmischung ist überhaupt nicht zu verhindern, außer durch eine rigide Abschottung, die höchstens phasenweise durchgehalten werden kann. Kulturelle und genetische Durchmischung ist scheinbar normal und von der Natur vorgesehen, denn sonst fände sie nicht statt. Immer wieder wird abgeschafft und durch Neues ersetzt, damit es weitergehen kann. ;)
Thinkabout @ Uwe · 13. September 2010, 19:54 · #
Ganz so trivial ist es nicht, denke ich: Würde die Durchmischung wirklich stattfinden, wäre sie freier möglich, wären die Probleme kleiner. Schritte hierzu sind von beiden Seiten möglich. Wie immer bei Begegnungen.
dirk · 13. September 2010, 21:29 · #
Wir sind der Staat? Ist das denn so? Müsste man das nicht zuerst bewirken, bevor man darauf baut? Ach, glückliches Helvetien. In Deutschland gab es in den letzten hundert Jahren fünf Staaten, manche leben noch, die alle erlebten. Kaiserreich und DDR waren gewiss nicht durch das Volk legitimiert, das ‘Dritte Reich’ vielleicht, Vertrauen schafft das aber kaum. Die Bundesrepublik baut auf eine Verfassung, die nie vom Volk entschieden wurde und, so unsere Rechtsphilosophen, ihre Gültigkeit aus dem Fehlen von Widerstand bezieht. Bei Wahlen wählen wir zwischen Versprechen, an die zu glauben offiziell naiv heißt, die Gewählten sind laut Gesetz ihrem Gewissen, tatsächlich der Parteiraison verpflichtet, die wiederum dem Machterhalt. Der Staat führt einen Krieg, den die Mehrheit ablehnt, fördert Milliardäre, während breite Schichten verarmen, schließt mit Lieferanten Geheimverträge, die auch die meisten Abgeordneten nie sehen. ‘Wir sind das Volk’, nun ja, aber der Staat? Müssten wir nicht, ehe wir gemeinsam per Saat durchsetzen, wie man hier leben soll, dies Wie zuerst besprechen? In meiner Jugend hörte ich die Ermahnung, man müsse ‘auf dem Boden des Grundgesetzes stehen’, andernfalls Berufsverbot, heute regt sich die politische Klasse über die Einmischung des Verfassungsgerichtes auf – wer sich auf das Grundgesetz beruft, gilt fast als Realitätsverweigerer. Zumindest funktioniert die unabhängige Justiz, derweil die sogenannte Vierte Gewalt, die Medien, statt Kritik und Debatte, Notwendigkeit und Unverzichtbarkeiten predigt. Kein Wunder, sie ist zu weiten Teilen in der Hand einiger weniger Familien. Zum Beispiel sollen Unterschichten gegeneinander streiten, Deutsche gegen Migranten, während sie im Ganzen entmündigt werden. Ernst herrsche im Sandkasten, Schweigen im Palast – oder drum herum, man weiß ja nicht mal mehr, wo der denn steht. Gleichstellung von Migranten, nämlich in den Pflichten, heißt es in der Presse, sei das Anliegen Sarrazins, in seinem Buch aber fordert er Besserstellung von Akademikern. Den Steuerzahlern reiche es, wird Sloterdijk zitiert, fünfzig Prozent der Steuern zahlten zehn Prozent der Bürger, damit reist er durchs Land, dass die aber sechzig Prozent von allem besitzen (es wird rasch mehr), das hört man nie. Es wird auch gar nicht aufgerufen zur Debatte, die wir gemeinsam brauchen, sondern zu vielen Debatten, die uns zerreißen sollen. Wörter, wie ‘Gutmensch’ werden gefeiert, die Anständigen zu diskreditieren. Die Gesellschaft wird umgebaut, wandelt sich gerade sehr – und dabei scheint der Staat Partei, eine unter anderen, immerhin eine, mit der man leben kann, und nicht die Summe seiner Bürger. Scheint – denn manchen scheint er auch Beute. Schon wahr, es sind Lecks im Staatsschiff zu flicken, das tun wir ja, aber dafür, dass uns das Schiff gehört, fehlen die Beweise. An Wahlergebnissen und Wahlbeteiligung sieht man das gut.
Was die statistisch evidenten Probleme der Integration betrifft: die schauen, wenn man mittendrin ist, ganz anders aus. Ich habe neun Jahre in Neukölln gelebt, mein Sohn geht da zur Schule, als einziger ‘echter Deutscher’ in seiner Klasse, ich war Schöffe am Jugendgericht, meine Frau unterrichtet Ausländer in unsere Sprache – das einzige, wovor ich mich fürchte, sind die Skinheads mit ihre Baseballschlägern, die es gerade dort nicht gibt, sondern im Nachbarbezirk. Ich sehe kein Problem mit dem Islam, ich sehe die Schwierigkeiten von Menschen, ihre Kultur zu wechseln. (Der Koran ist z.B. nicht frauenfeindlicher als die Bibel, nur manche islamisch geprägte Gesellschaft ist es noch.) Das geht nicht in einer Generation per Maßnahmen von oben. Das dauert – und solange freue ich mich an der Vielfalt der Kulturen, die in einem meist friedlichen, ja freundlichen Miteinander Lösungen sucht und findet. Und wenn es mal nicht klappt, schlägt das Gesetz zu – und gewinnt. Das fließt in die Statistiken ein. (Ich bin mir sicher, die nicht fehl zu lesen, ich bin Statistiker.)
Nb.: ich denke, Uwe hat Recht. In hundert Jahren kann man die heutige Lage in drei Sätzen zusammenfassen – da kommen die bekannten Thesen dieser Tage wahrscheinlich gar nicht drin vor. Weichen stellen für die Gesellschaft in hundert Jahren kann man hingegen heute nicht, zumindest nicht ernsthaft daran glauben, dass es dann auch so kommt. Übrigens hätte ich gegen ein z.B. dauerhaft rein türkische Viertel mitten in einer deutschen Stadt nichts einzuwenden. Das hat auch seinen Reiz. Viele Jahrhundert hatten wir so, mitten im christlichen Abendland, jüdische Gemeinden, die uns nun fehlen. Was aus den Debatten darum geworden ist, wissen wir ja.
Claudia · 14. September 2010, 11:37 · #
Schließe mich Dirk an, insbesondere dem letzten Absatz! Wie öde wären denn “rein deutsche” Großstädte? Das mag ich mir gar nicht vorstellen! Selber hab ich 20 Jahre in Kreuzberg gelebt und tatsächlich das “Multi Kulti” GENOSSEN!
Ich will natürlich auch, dass sich Immigranten insoweit integrieren, dass unsere Verfassung, die Rechte der Frauen, die allgemeinen Gesetze etc. respektiert werden. Bis das auch bei Minderheiten in jedem Detail klappt, dauert es halt seine Zeit – und hängt durchaus auch von der “Stammbevölkerug” ab, die ja einen Anteil daran hat, wenn sich Minderheiten abschotten.
Sarrazin kenn ich als Berlinerin lange schon. Er argumentiert ausgrenzend und schürt Emotionen – früher in genau derselben Art gegen Hartz4er und andere “Unterschichtler” (ich glaube, ER hat dieses Wort wieder salonfähig gemacht). Erst neuerdings richtet er sich gegen muslimische Einwanderer – als hätte er einen neuen Aufhänger gesucht, der die Emotionen nochmal anders aufkochen lässt – zugunsten seiner immensen Auflage!
Bezeichnenderweise ist übrigens die feindselige Haltung gegenüber Immigranten dort am größten, wo die wenigsten zu finden sind – ist das nicht SELTSAM??? (Und was heißt das bezüglich des “ernst nehmen sollens” ?).
Dass es Bildungsdefizite und Schulprobleme bei Immigranten gibt, hätte man lange schon durch erheblich größere Investitionen in Hauptschule und Kitas lindern können – statt dessen verteidigte man Gymnasien und ließ die Hauptschulen verkommen. Staat und Länder haben aber jederzeit genug Milliarden übrig fürs Banken retten oder Protz-Bauten und Stadt-umwühlende Mega-Projekte wie Stuttgart21.
Wenn Deutschland seinen Wohlstand halbwegs halten will, dann BRAUCHEN wir jede Menge Einwanderer. (Da gibts übrigens auch viele, durchaus Gebildete und Engagierte, die ihre Berufe nicht ausüben dürfen, weil DE ihre Abschlüsse nicht anerkennt – sehr hilfreich!) Der DIW-Chef sprach kürzlich von 500.000 pro Jahr, aufgrund der demographischen Situation.
Eine Diskussion über Einwanderung und Integration ist also durchaus angesagt. In deren Verlauf werden wir hoffentlich begreifen, dass man sich künftig EINLADEND und WERTSCHÄTZEND verhalten muss, um die gewünschten “Fachkräfte” überhaupt herlocken zu können. Schürt man statt dessen Feindseligkeiten gegen die bereits Eingewanderten, schafft man gerade NICHT das Klima, in dem das gelingen kann!
Thinkabout @ Dirk + Claudia · 14. September 2010, 23:51 · #
Wir sind das Volk, und sollten wieder mehr der Staat werden. Deine Gedanken hierzu möchte ich mit der vierten Macht verknüpfen, über deren Nichtvorhandensein Du zu Recht klagst: Die Presse. Entsprechende wohltuend war der Kommetnar in der aktuellen Zeit, in der von der Selbstverantwortung aller Bürger gesprochen wird, Journis explizit eingeschlossen, sich dieses Staates wieder zu bemächtigen, sich einzubrignen – wozu dann wohl auch gehört, mit den Einwenaderern die Durchmischung durch Austausch zu suchen. Nur sollte man jene intellektuellen humanistischen Lächerlichmacher jeder Demografie-Befürchtung auch in die Pflicht nehmen und sie daran erinnern, dass es nicht genügt, gleiche Bidlung für alle zu fordern und dies politisch in Programme zu packen – sondern dass das auch bedeutet, sich für jene Kinder von Immigranten verantwortlich zu fühlen, die es tatsächlich schwer haben, im Bildungssystem gefördert zu werden: Quartiere der Türken oder Juden in Grossstädten dürfen und sollen sein – aber nicht, weil sie uns schlicht egal sind, sondern weil sie neben uns und doch Teil von uns sind. Wir wollen und müssen Durchlässigkeiten haben, die sich darin gründen, dass alle unsere Kinder im gleichen Bildungssystem die gleichen Chancen haben und ähnliche Grundwerte vermittelt bekommen. Und daran darf in keiner Weise gerüttelt werden.
Es genügt nicht, die Toleranz der christlichen Gesellschaft auf Fahnen zu schreiben – man muss sie leben, und die gleiche Haltung auch in anderen Ethnien fördern. Ja, es stimmt, es braucht hundert Jahre für so manche wirkliche Auflösung von Grenzen. Aber wir leben jetzt und hier mit den Trennungen und Ängsten, die Reibungsflächen erzeugen, die nicht sein müssten. Oder nicht bleiben müssten. Morgen. Nicht übermorgen. Darann ist zu arbeiten. Auch mit Ali, Mustafa und Jodok. Oder wie sie auch immer heissen mögen. Die Gleichstellung von Mann und Frau ist dabei ein wunderbares Beispiel – mit Überraschungspotential nach allen Seiten.
Der erwänte Leitartikel / Kommentar:
Die Zeit, Nr. 37.10: Politiker, Hört die Signale. Von Susanne Gaschke
Zur Zeit auch online frei verfügbar