Wenn Weihnachten an mir vorbei geht...
Ich muss wirklich ziemlich schräg “drauf sein“… Tatsächlich will es mir dieses Jahr nicht gelingen, mich auf Advent und Weihnacht richtig einzustimmen.
Sonst wäre mir wohl eben nicht der folgende Kalauer in die Tasten gerutscht:
Wenn die Dinge friedlich fliessen
Keine Ärgerknospen spriessen
Ruh’ im Karton drinnen ist
Auf der Hut du besser bist:
Um die Ecke droht mit Sicherheit
Tohuwabohu für das weitere Geleit.
Pendenzen allenthalben schreien
Und können jeden Nerv entzweien.
Es weihnachtet offensichtlich sehr
Wenn keine Zeit ist nirgends mehr.
Vom Himmel rieselt’s derweil weiss,
gleich knallt’s mich auf den Steiss.
Im Gemüt dermassen krud gestimmt
Bin ich aufs Festen nicht getrimmt.
Drum wünsch ich Euch ganz marginalisch
Nehmt das Gebimmel nicht zu theatralisch.
Es geht vorbei, wie so ein Schnupfen
So lasst mich jetzt ins Bettchen hupfen
Wo ich kurieren kann den Miesepeter
Ganz ohne weit getragenes Gezeter.
Kommt die Ruh dann zu Besuch, ganz leise,
Werd’ ich dann wohl, scheinbar ganz weise,
Vergraben mich im Flausch der Decken:
Bitte erst im Neuen Jahr aufwecken!
Aber ich habe einen Trost, für den ich mir gar nicht genügend bewusst machen kann, wie schön es ist, dass er tatsächlich real ist: Weihnachten lässt sich zwar als Stimmung nicht nachholen. Aber Zeit lässt sich immer finden, um Abende zu zelebrieren, in denen nichts als Frieden herrscht. Vielleicht gerade nach Weihnachten! Ich freue mich auch dieses Jahr besonders auf die Zeit “dazwischen”. Weihnachten hinter mir, das Neue Jahr vor der Tür. Auf diese Besinnung freue ich mich sehr. Und sie wird mir auch gelingen! Die Verbindung mit einem neuen Internet-Projekt ist dabei kein Widerspruch, sondern eine begleitende, schöne Ergänzung.
Schmonzetten
und
Zeit und Leere
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Caro · 17. Dezember 2008, 20:57 · #
Warum meinen wir Westler, Christler immer, an Weihnachten einen Stimmungsknopf drücken zu müssen. Ich mag kein Knopf-Mensch sein. Und werde es auch nie werden.
Tina · 18. Dezember 2008, 05:06 · #
http://de.youtube.com/watch?v=sOkyuA79ePY

Marianne · 18. Dezember 2008, 05:32 · #
@thinkabout: so wünsche ich Dir schöne Tage “dazwischen” – es sind wirklich die Schönsten – und ein glückliches Neues Jahr. Möge Dir alles gelingen, was Du für 2009 geplant hast. Und danke für Deine Texte, die ich immer schon früh morgens geniesse.
Titus · 19. Dezember 2008, 00:35 · #
Wenn Weihnachten vorbei geht an Thinkabout
Dagegen nicht gewachsen ist ein Kraut
Gebt ihm möglichst dicke Decken
er sich darunter kann verstecken
So lasset ihn dann bitte in Ruh
sonst fliegt bald der erste Schuh
Wie das geht uns hat gezeigt
Ein Journalist zu allem bereit
Der Bush sich dann hat so schnell gebückt
wie er sich auch vor der Verantwortung drückt
Der Schuh flog leider viel zu spät
wie uns die Geschichte verrät
Schon vor Jahren hätte man ihm den sollen geben
Verschont geblieben wären viele Leben.
Doch Leid hat nicht nur er verursacht
auch andere die da sind an der Macht
Zu denen gehören wir Westler auf einen Weise alle
Versuchen wir zu zeigen keinem eine einzige Kralle
Denn man erntet immer was man säat
Sich zu ändern, ist aber nie zu spät
Dafür gibt’s sogar ein Kraut
Es heisst ganz einfach: “think about”
Strandsteine · 26. Dezember 2008, 16:52 · #
Lieber Thinkabout,
wir werden die Zeit zwischen den Jahren auch in Frieden genießen.
Die Bücher begleiten mich sogar in dn Urlaub und
dort freut es mich sehr, wenn ein ausgelesenen
Buch von dem Sammeltisch im Hotel wieder schnell verschwunden ist.
So wünsche ich Euch eine kuschlige wärmende Ecke zum Lesen in dieser Zeit des Jahreswechels,
oft ein warmes Getränk dazu…
angereichert mit den duftenden, gebackenden Leckereien von Deinem Wife.
Liebe spätweihnachtliche Grüße
von den Steinen
Thinkabout · 26. Dezember 2008, 22:38 · #
ich danke Euch allen – wir werden auch 2009 mit Worten zielen, uns alle Schuhe anziehen, die nötig sind, viel Freude am Lesen haben und uns in der Mikroverantwortung für unsere eigene Lebensumwelt versuchen – also dort, wo man nicht dagegen anschreiben muss, sondern sich zu einem Tun anhalten kann. Wäre doch gelacht, wenn es nicht gelänge, sich selbst Schritt für Schritt in Sachen Nachhaltigkeit zu verbessern.