Wer schreibt, ist immer auch Leser
Martin Walser heute im Schweizer Fernsehen:
Lesen ist für uns alle nicht wie Musik hören. Lesen ist wie Musizieren.
Und:
Es gibt im Grunde keine harmonischere Bewegung als das Schreiben.Dabei beschreibt seine Hand einen ausladenden Bogen und sein rechts Auge öffnet sich ein bisschen weiter unter der buschigen Augenbraue.

Caro · 13. März 2007, 09:42 · #
Lesen wie Musizieren – ja, in mir erklingt eine Sinfonie aus verschiedenen Melodien und Harmonien, Klangbildern, Stimmungen. Durch meine ureigene Form der Wahrnehmung gebe ich der Sinfonie die persönliche Interpretationsnote, welche bei einem anderen Leser völlig anders klingen würde.
Schöner Gedanke da, von Herrn Walser.