Wieder im Dickicht?
Da fasse ich also Vorsätze, und ergänze sie mit drei Nachsätzen, und dann springe ich voller Enthusiasmus in die Nacht aller Nächte.
Und was ist das Resultat? Ich komme am nächsten und ersten Morgen des Neuen Jahres schon nicht richtig hoch. Ich schlafe lange, und dann dämmere ich vor mich hin und kann mich zu gar nichts aufraffen. Jetzt ist es wieder dunkel und der erste Tag des Neuen Jahres hat nicht unbedingt etwas von dem gehalten, was ich mir vorgenommen habe.
Aber halt! Ich habe ja gar keine Vorsätze gefasst, mir nichts vorgenommen, schon gar nicht für heute, ich habe mich in der Nacht, die schon wieder so weit zurück liegt, nicht betrunken, sondern sehr nett unterhalten.
Trotzdem ärgert es mich, dass der
Tag heute so müde und stumpf war durch mich. Für mich. Und damit für andere, denen ich noch schreiben wollte. Aber er ist ja noch nicht vorbei, dieser erste Tag, der im Grunde ja ohne Zahl in einer Reihe steht. Ich kann in der nächsten Stunde die Inspiration meines Lebens haben oder das ganze Jahr über auch weiter nichts, was einer Inspiration nahe käme.
In jedem Fall aber könnte ich mich an dem freuen, was ist. Und so denke ich an die Australienbilder,
mit denen ich mich heute beschäftigt habe und die mir zugeflüstert haben, wie schön die Reise doch war, unter allen Strichen zusammen gerechnet und in der Erinnerung abgespeichert – dieser See z.B., an dem wir die Hetze des Tages abstreiften, abstreifen mussten, als wir den Pfad durch die Mangroven am Ufer entdeckten und ihm Schritt für Schritt durch Gestrüpp nachspürten, Wochen nachdem der letzte Mensch hier lang gelaufen sein dürfte.
Und wie war Ihr erster Tag? Hatte er etwas Neues, Unerwartetes zu bieten? Oder haben Sie es gar geschafft, nichts von ihm zu erwarten? Einfach zu leben und zu atmen und dabei zu lauschen? Wie es einem gegönnt wäre an einem Ruhetag, würde er denn so begangen, wie er gedacht worden ist, nicht wahr?

WerkRaumLebensArt · 1. Januar 2008, 18:53 · #
also schimpf darf ich mir erlauben, wir haben ja jetzt duzis gemacht
dieser Mensch der da klagt hat mir doch geschrieben, heut morgen in aller Frühe, nun weiss ich gar nicht welch Ehre ich dies zu danken habe, aber geschmeichelt gehts mir runter wie Oel
also mein Tag war alles andere als müde und stumpf durch dich – wie wars doch mit dem Lernen und Lehren und dem, was wirklich wichtig ist, sich zeigend dadurch, was man von dem sich vorgenommen, dann auch realisiert hat ? oder so
mein erster Tag – schnupf & schnief & nun noch trief – ganz trümmlig vor Gedankenkreisen und geschlafen hab ich nun wahrlich genug
und was ist entstanden
aus einem SchreibStubenTraum
wurde in mir ein Raum
in diesem sich Gedanken bilden
aus Bildern die hier und dort
mich erinnern
mir zeigen was heute ist
und bald vielleicht sein könnte
denn träumen ist ja erlaubt
kreARTivum Berlin
sehr unerwartet und sehr Neu
überschlagend
geht mal schauen
Thinkabout · 1. Januar 2008, 21:59 · #
DAS bin ich, sind wir uns alle nie bewusst: Dass ganz einfache Worte, eine kleine achtsame Hinwendung grosse Wirkung entfalten kann. Schön, das zu lesen und schön, wenn dem so sein kann. Ich erlebe es ja selbst in ähnlicher Weise immer wieder.