Wir haben es getan!
Wissen Sie noch? Es ist erst wenige Tage her, dass ich von unserem Antriebsmangel und der Crux mit der Spontanität erzählt habe – selbst wenn es um Ferien geht.
Nun, die Geschichte lässt sich so weiter erzählen: Kaum hatte ich den Artikel damals online gestellt, überraschte mich meine Liebste mit drei konkreten Vorschlägen – und eine Stunde danach hatten wir gebucht.
Und nun, verehrte Herrschaften, Traraaah Traraaaaah, sitzen wir in unserem gemieteten Ferienhaus im Tessin vor dem Kaminfeuer. Das Rustico ist noch heimeliger, als es im Internet den Anschein machte, und wir haben, nach wenigen Stunden, den Alltag schon weit hinter uns gelassen.
Es ist mehr als fünfzehn Jahre her, dass wir letztmals im Tessin Ferien machten. Damals fuhren wir fast jährlich mehrmals durch den Gotthard – und waren dann irgendwann gesättigt – nicht nur wegen der Verkehrsprobleme. Nun haben wir schon die Fahrt genossen und gestaunt: Eine halbe Stunde nach Abfahrt sind wir in den Voralpen, in gut zwei Stunden im Süden der Schweiz, mit Dörfern und Häusern, die einfach ihr ganz eigenes Cachet haben, unverwechselbar:
Wir werden ein wenig im Bleniotal wandern. Es ist nicht das meist besuchte des Tessins, aber wir kennen es noch nicht, und ich habe schon heute unseren gemütlichen Spaziergang genossen, auf dem mir unzählige Kirchtürme von den Hängen zugesehen haben. Der Tessiner Charme äussert sich nicht nur in den vielen alten Steinhäusern, die oft sehr liebevoll restauriert worden sind. Nein, dazu gehört auch eine gewisse Lockerheit der Lebensweise, die da einen Hinterhof zulässt, in dem es wuchert und dort einen Schopf, der schief und schräg halb vornüber hängt.
Bitte schön: Wir sind in der Sonnenstube der Schweiz. Und auch wenn die Wetteraussichten nicht so gut sind, stimmt das trotzdem. Ich will mir davon eine Scheibe abschneiden. Denn ich habe Erholung nötig und bitte alle, die schon länger nichts mehr von mir gehört haben, um Nachsicht.
Und Thinkabouts Wife? Sitzt meditativ auf der Kaminbank, sagt sie. Aber sie ist einfach nur faul, auf eine wohlige Art müde und kuschelt sich in ihren Fleece-Pullover. Nachdem ihr Herr Gemahl das Kaminfeuer doch noch hin gekriegt hat. Dass man als Zürcher Städter, als Zücchin, aber auch den Tessinern noch beibringen muss, das Holz besser zu lagern…
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Tina · 3. Oktober 2010, 07:27 · #
“Eine Hängematte spannen von Sonntag zu Sonntag und den Alltag in die Wüste schicken. Nichts wollen, nichts müssen. Die Zeit anhalten, zur Ruhe kommen und einfach nur da sein.” ( Jochen Mariss)
Ich wünsche Euch beiden einen sauschönen Urlaub!
Gabi · 3. Oktober 2010, 15:43 · #
Da wünsche ich eine herrliche Aus-Zeit!
In dieser wundervollen Naturlandschaft dürfte es Erholung und Krafttanken zur Genüge geben;-)
Roberto + Veronika · 3. Oktober 2010, 16:34 · #
Guten Sonntag ihr zwei. Oh das klingt wuuunderbar nach Entspannung und Erholung. Ihr habt ja so recht.
Geniesst den wunderbaren Flecken Erde, wo die Zeit irgendwie nicht mitgekommen zu sein scheint. Jedenfalls ticken da die Uhren etwas langsamer ;-)
Und wenn Thinkabouts Wife «meditativ» auf der Kaminbank herumlümmelt, wird sie diese Ausdrucksweise wohl von irgendwoher haben smile. Nun denn – frohes Faulenzen TW! Vielleicht lässt sich T auch noch dazu hinreissen, nachdem er den Tessinern die stadtzürcherische Holzlagerung aus voller Überzeugung beigebracht hat. Liebe Grüsse von uns beiden an euch zwei.
Thinkabout · 6. Oktober 2010, 09:14 · #
@Roberto + Veronika
Hoi Ihr Zwei
Melde getreulich, bin auf gutem Weg. Wetter auch gut. Wanderung durchs Tal steht bevor. Bin mittlerweile auch mit der hiesigen Holzlagerung im Reinen.
Freundlich:
Die Thinkies
@Gabi + Tina
Danke Euch! Ich kann’s, wie gesagt, gebrauchen und bin am Auftanken. Manchmal blubberts im Schlauch, aber in aller Regel fliesst die Energie schon merklich.