Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Zuhören, ganz einfach

∞  25 September 2007, 18:00

Ein Spaziergang im Regengrau der Wolken – ein Begleiten von Worten, so unbeschwert und sprudelnd. Ich höre nur zu – und freue mich über das Helle in der Stimme.


Ich treffe meine Nachbarin – und ihren Hund – im Nieselregen. Wir schreiten dann ein wenig aus, etwas ruhelos vielleicht. Mit der Zeit stoppt uns der Hund mit seinen Bedürfnissen, und dann können wir auch bei einander stehen. Ich zücke meine Kamera, mache Bilder von den Nebensächlichkeiten am Wegrand und geniesse das “Wundern” meiner Begleiterin.

Ich liebe diese Momente, in denen die Zeit ganz ruhig zu fliessen beginnt und man innerlich die Beine hoch nimmt, um zu verweilen.

Wir wohnen über einander. Wir wissen von einander. Ein wenig mehr als bisher. Und das ist gut so.


  1. werner · 25. September 2007, 18:56 · #

    ja, Zuhören….
    So ein Zuhör-Erlebnis hatte ich gestern auch. Ein älterer Mann, den ich schon lange kenne, kam vorbei weil er sich für eine Sache bedanken wollte, (aber das ist eine andere Geschichte)
    Das Wetter war schön und wir saßen bei uns auf der terrasse. Er kam ins Erzählen und dabei von einem Thema zum anderen.(manche würden das abschätzig “vom Hölzchen aufs Stöckchen” nenne.) Ich brauchte gar nicht viel zu sagen und erfuhr von ihm so viel über ihn, seine Familie, unser Städtchen und und und…
    Ja und ihm hat es sicher auch gut getan, dass ihm jemand zuhörte.
    Ich genieße solche Momente nun, da ich auch die Zeit habe, die mir vor meinem Ruhestand oft für solche Gespräche fehlte.
    Wir solltenviel mehr miteinander reden, auf einander hören. Oder wie du diesen Beitrag überschriebenhast: Zuhören, ganz einfach!

  2. Janna · 26. September 2007, 22:40 · #

    ..ja, Werner – und eben auch vor allem den “älteren” Menschen zuhören!...:-) Janna

  3. werner · 27. September 2007, 09:16 · #

    @ Janna,

    Das “vor allem” mag ich so nicht unbedingt stehen lassen .
    Meine Erfahrung ist, dass es junge wie alte Menschen gibt, die mir viel zu sagen haben. Genauso wie es junge und alte Menschen gibt, die viel viel Unsinn reden.
    Ich versuche, da keinen Unterschied zu machen, und will mir meine Gesprächspartner nicht nach dem Alter aussuchen, sondern danach, was sie zu sagen haben – oder wo sie mein Zuhören und Mitreden brauchen.
    Allerdings ist das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.
    Da hilft wirklich nur – wie thinkabout das ja ansprach: “Zuhören, ganz einfach”

  4. Thinkabout · 27. September 2007, 19:38 · #

    Zuhören lässt die Zeit ziehen – und diese atemlose Aufmerksamkeit im Augenblick kann hinter Kinderaugen wie in den schroffen Zügen des Alters wohnen.


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