In der Schreibkammer
Er sass in seiner Schreibkammer, gelähmt, schon wieder, vom Gedanken:
Was, wenn ich meine Leser verlöre?
Oder erschlägt ihn die Antwort darauf, die klare:
Ich bliebe so allein wie jetzt.
Einsamkeit, also jenes Alleinsein, das er fürchtete, liess ihn ja erst schreiben.
Nein. Er wird nicht damit aufhören.
Weil auf dem Blatt Papier vor ihm das Dagegenschreiben ein Fürschreiben werden kann, ja muss: Für sich selbst und sich selbst genügend.
Mindestens als Anfang. Mag er auch bis zum Ende dauern.

Caro · 1. März 2008, 23:30 · #
Nur Journalisten schreiben für Leser.
Musiker, Schriftsteller, Dichter – sie schreiben für sich.
Und Du gehst Dir selbst nie verloren.
Also schreib.
Tina · 2. März 2008, 09:26 · #
Liebe Grüße an Boll…..
Angst liegt nie in den Dingen selbst, sondern darin, wie man sie betrachtet.
( Anthony de Mello)