Archiv für den Monat: Mai 2015

15.Mai 2015, 13:59

Melodien statt nur Worte

An Tagen, an denen die Gedanken sich nicht zu einem Ganzen verspinnen lassen wollen, an denen nur Stimmung aufgenommen wird, ja, man womöglich von ihr fortgetrieben wird – an solchen Tagen wünschte ich, mein Talent wäre die Musik: Keine Kunst spricht das Gefühl so schnell und so direkt an, kein Ausdruck vermag so zu fesseln und zu berühren, wie der Ton, die Melodie.

Und wie Worte erst ihre Schwere oder Leichtigkeit mit Musik übersetzt bekommen können! Ich verfüge über kein feines, musikalisches Gehör. Ich empfange womöglich längst nicht alle Feinheiten, welche ein Stück bereit halten würde – aber ich fühle die Seele, die meine, und lausche dem Klang, der in deren Tiefe dringt. Sie kann mich berühren, die Musik. Das vermögen Worte auch. Aber zu ihnen muss man viel bewusster hingelangen. Es ist eine sehr stille Kunst, die man suchen muss.

Manchmal wünschte ich, ich könnte Gitarre spielen, ein klein wenig, und dann würde ich in Momenten wie diesen darauf herum klimpern und meiner Schwermut lauschen. Und sie dann in die Ecke stellen, froh womöglich, niemanden gestört zu haben, froh aber auch, mir selbst diesen Moment mit mir geschenkt zu haben.

Augenblick… das ginge ja mit Worten auch, sogar diskreter… ein angefangenes, versuchtes Gedicht, das in einem zerknüllten Papier im Papierkorb endet, erfüllte am Ende den gleichen Zweck. Warum also tue ich es nicht?

 

 

04.Mai 2015, 7:30

Umgang mit unseren Fehlern

Broadchurch – Der Krimi-Vierteiler beschreibt, wie der Mord an einem 11-jährigen Jungen über eine Küstenkleinstadt hinein bricht und daran die oberflächlich intakte Gemeinschaft nach und nach zerbricht. Am Schluss wird wohl nichts mehr übrig bleiben ausser aufgebrochenen alten Wunden, neuen Verletzungen, vielen unter Verdächtigungen zerbrochenen Leben und eingerissenen schütteren Fassaden.

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03.Mai 2015, 0:25

Nicht nur für TV-Junkies

Am Sonntagabend um 22h00 bringt das ZDF den zweiten Teil des Krimi-Vierteilers Broadchurch. Ich finde, es lohnt sich auch jetzt noch, einzusteigen und sich diesen Film anzusehen.

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01.Mai 2015, 15:55

Wir verändern uns alle. Zum Glück.

Der Gewinner vergisst seine Schwächen. Der Verlierer besinnt sich auf seine Stärken. Wenn dieses Muster greift, geht die neue Begegnung oft anders aus als die letzte.

Ich glaube, dass Erfolg die Menschen verändert. Es ist gar nicht anders möglich, mögen wir auch immer wieder diese stereotypen Sätze lesen, dass jemand mit Erfolg „der gleiche Mensch geblieben“ sei. Nein. Wir ziehen alle unsere Schlüsse aus dem Verhalten und den Erfahrungen mit unserer Umgebung, in unserem Umfeld oder in den neuen Welten, die wir kennen lernen.

Wir können versuchen, die Gleichen zu bleiben. Aber es bedeutet nicht, dass sich nichts ändert. Alles bedingt laufend neue Erfahrungen, und natürlich haben diese einen Einfluss auf unser Wesen, wie wir uns geben und verhalten. Die Welt und das, was wir in ihr erleben, schärft unseren Charakter. Unsere Stärken wie unsere Schwächen werden manchmal offen gelegt, oder zugedeckt. Und es ist durchaus ein Kraftakt, sich immer wieder zu behaupten.

Also ändern wir uns, wachsen wir hoffentlich laufend.

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