Ressort: 10 Minuten(Weitere Infos)

02.November 2018, 14:45

10min schreiben über: Gefühle

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Man soll sich in seinen Entscheidungen nicht von seinen Emotionen leiten lassen, heisst es. Erst mal überlegen, kühl bleiben, abwägen, logisch denken. Aber wenn man sich die Erfolgsgeschichten vieler grosser Unternehmer anschaut, so stösst man immer wieder auf Situationen, in denen eine Chance scheinbar wider jede Vernunft erkannt oder weiter verfolgt wurde. Das liebe Bauchgefühl war massgeblich.

Das Gefühl beeinflusst unser Denken – und das soll es auch. Es macht das, was wir sagen, wahrhaftig, und wir dürfen unserem Gefühl auch glauben. Es kann uns niederreissen, in Strudel ziehen, aus denen wir uns kaum mehr befreien können. Wir können uns mit unseren negativen Gefühlen ausliefern, wir können dadurch jede Handlungsfähigkeit verlieren. Oder wir können uns tragen lassen von positiven Stimmungen, können mit logischen, überzeugenden Entscheidungen glücklich sein, weil sie auch unser Gefühl berücksichtigen. Und: Ist zum Beispiel unser Wollen, unser Wille, eine Charaktereigenschaft ohne Gefühl? Nein, das glaube ich nicht. Auch hier ist der Sportler, der Lebensgestalter, der nicht aufgibt, keiner der abwägt, der logisch denkt. Er geht mit sich einen Vertrag ein, kanalisiert negative Gedanken in einen Abfluss und überwindet mit Willen negatives Denken. Doch schlussendlich muss es immer gelingen, auf auf der sensorischen Ebene, im Gefühl überzeugt zu sein und sich darin positiv aufladen zu können.

Ohne Gefühl gibt es keine Empathie. Auch und gerade nicht für uns selbst. Unser Gefühl für unseren Standpunkt, für unser Leben, soll positiv sein. Wir können uns zehn Menschen mit objektiv vergleichbaren guten Lebensumständen vorstellen – aber ganz sicher werden nicht alle zehn unsere Einschätzung teilen. Wie positiv wir Schönes sehen können – es ist abhängig von Stimmungen und Gefühlen – und damit davon, welchen Gefühlen wir welchen Platz in unseren Herzen einräumen können – und in unserem Kopf.

6 Gedanken zu „10min schreiben über: Gefühle

    1. Thinkabout Artikelautor

      Ich bin mir nicht sicher, ob ich da selber einen Unterschied mache im Text? Aber Deine Frage ist interessant. Liege ich richtig, dass der Begriff “Emotion” den Ausdruck ein wenig versachlicht? Oder das Gefühl eher als Zustand beschreibt, womöglich auch wertender daher kommt: Wenn in einem Spiel “die Emotionen hoch kommen” oder eine Sitzung “emotional” verläuft.

      Antworten
      1. Caro

        Ich habe vor Jahren einmal den Versuch unternommen, diese beiden Begriffe für mich zu definieren – ganz rudimentär.
        Gefühle sind für mich etwas an der Basis des Menschen: Freude, Liebe, Glück, Angst, Wut, Trauer. Und Intuition. Emotionen dagegen sind individuell und vom Ego geprägt: Frust, Enttäuschung, Euphorie, Hass, etc. Und hat auch klar mit einer persönlichen Wertung zu tun.

        Eine recht gute Definition habe ich hier gefunden:
        http://www.spiriforum.net/artikel/a48-gefuehl-emotion.php

        Antworten
        1. Thinkabout Artikelautor

          Im Spiriforum zu stöbern, dürfte nicht nur zu diesem Thema wertvoll sein. Ich habe die Seite nicht gekannt und danke Dir für den Link!
          Zu Deinem Definitionsversuch kommt mir auch der Sport in den Sinn, auch wenn du daran wohl kaum gedacht hast:
          Da spricht fast jeder von den Emotionen im Stadion – der Aussenwirkung der Gefühle.
          Es gibt oft Trainer, welche Emotionen fordern, oder sie umgekehrt einzudämmen zu versuchen, wenn sie das klare Handeln gefährden. Tatsächlich wird hier das Gefühl instrumentalisiert, seine Wirkung thematisiert und als positiv oder negativ wahr genommen.
          Und: Das Wort Gefühl ist persönlich(er). Es gehört mir und kommt aus meinem Innersten.
          Ein Gefühl wecke ich, eine Emotion schüre ich.
          Man könnte wohl endlos darüber philosophieren.

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